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Vermögensverwaltung Volkssport „Dummheit“ – oder: wie mache ich am wenigsten aus meinem Geld?

Gastautor: Frank Fischer
16.02.2015, 07:43  |  32711   |   |   

Wenn es um Geldanlegen geht, scheint es Land auf, Land ab eigentlich nur noch ein Thema zu geben: Dividenden sind die neuen Zinsen! Dabei gilt die einfache Überzeugung, mit Zinsprodukten könnten Anleger heute keine Rendite mehr erzielen. Also treten nun Dividenden-Titel an die Stelle von konservativen Anlageprodukten. 

Aber: Obwohl das Niedrigzinsumfeld Anleger fest im Griff hat, liegen in Europa weiterhin noch rund 1,6 Billionen Euro auf niedrig verzinsten Einlage-Konten. Und wenn es ums Geld geht, sind besonders die Deutschen richtige Angsthasen. Ein Beispiel: So hat Christine Bortenlänger, die Präsidentin des Deutschen Aktieninstituts, jüngst vorgerechnet, wie unklug sich deutsche Anleger verhalten. Hätten sie seit 2001 nur jeden vierten Spargroschen in Aktien investiert, statt ihn aufs Sparbuch zu packen, würde das Geldvermögen der Deutschen heute um mehr als 100 Milliarden Euro höher ausfallen. 100 Milliarden Euro – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Nun, dabei sind Aktien und die Dividendenstrategie ein alter Hut. Schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte der amerikanische Ökonom Benjamin Graham eine Anlagestrategie, die ein Minimum an Arbeit verursachen und dabei zu einem Maximum an Erfolg führen soll. Graham empfahl, Aktien von Firmen zu kaufen, die möglichst hohe Dividenden auszahlen. Einmal im Jahr sollte das Portfolio dann angepasst werden.

So gut, so schön, so altbekannt – Dividenden sind wichtig, aber nicht alles  

Wir kommen nachher noch mal auf Benjamin Graham zu sprechen. Denn es gibt ein Problem: Uneingeschränkt positiv ist die Dividendenstrategie nämlich nicht, denn sie ermöglicht keine Maximalgewinne, wie sie bei sonstigen Aktienanlagen vorkommen können. Man kann auch Börsentrends verpassen, denn Unternehmen, die eine hohe Dividende zahlen, weisen oft schon ein hohes Kursniveau auf. Große Kurssprünge passieren daher eher selten. Und nicht zu vergessen: Eine hohe Dividende ist nicht immer ein Zeichen der Stärke, sondern kann einen Versuch der kurzfristigen Anlegerberuhigung in schwierigen Zeiten darstellen. Ein Beispiel aus der Vergangenheit: So hatte der französische Versorger EdF die Dividende in 2013 angehoben – und das trotz bilanzieller Unsicherheiten und eines anspruchsvollen Umfelds. Das heißt: Sind steigende Ausschüttungen nicht von höherer Ertragskraft unterfüttert, sollten Investoren solche „Beruhigungspillen“ eher als ein Warnsignal verstehen.

Doch es gibt auch positive Beispiele, die unter Dividendenjägern längst zu Legenden geworden sind: Wer etwa im Jahr 2004 eine BASF-Aktie kaufte, bezahlte damals rund 20 Euro. Seither hat er durch Dividenden knapp 20 Euro ausgezahlt bekommen, im ersten Jahr 0,70 Cent und zuletzt 2,70 Euro. Tendenz weiter steigend. Oder: Vor 20 Jahren kostete eine Nestlé-Aktie 11,25 Franken. Damals lag die Dividende bei 0,25 Franken pro Aktie und ist seither mit Ausnahme eines Jahres auf zuletzt 2,15 Franken immer gesteigert worden. Die Dividenden-Rendite beträgt heute gemessen am Einsatz also fast 20 Prozent.

Dauerbrenner Black & Decker & Co.

Im DAX gehören die Münchener Rück, Bayer, Linde und Henkel zu den verlässlichen Dividenden-Zahlern. Aber auch die Medizintechnikfirmen Fresenius und Fresenius Medical Care, der Konsumgüterhersteller Beiersdorf sowie der Chemie- und Pharmakonzern Merck können eine tadellose Dividenden-Historie vorweisen.

Doch das ist nichts gegen einige amerikanische Unternehmen: Wie „DIE WELT“ einmal zusammengestellt hat, schüttet etwa Black & Decker seit nunmehr 135 Jahren beständig Dividende an seine Aktionäre aus. Der Pharmakonzern Eli Lilly schüttet seit 1885 beständig aus, und auch der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble gibt seinen Anteilseignern seit mehr als 121 Jahren ununterbrochen eine Dividende – wobei die Ausschüttung seit 1957 um durchschnittlich neun Prozent erhöht worden. Das sind beeindruckende Zahlen, die Investoren eine gewisse Sicherheit bei ihren Anlageentscheidungen geben können.

Perfekte Kombination: Value und Dividende

Doch kommen wir noch einmal zurück zu Benjamin Graham. Der war nicht nur ein Verfechter der Dividendenstrategie, sondern vor allem auch der Erfinder des Value-Investings. Sein Buch "Security Analysis" aus dem Jahr 1934 gilt noch immer als die Bibel für Value-Investoren wie uns. Das heißt: Investiere in unterbewertete Aktien, die mindestens 30 bis 40 Prozent unter ihrem inneren Wert notieren. Ohne diese Sicherheitsmarge kaufen auch wir keine Aktie – sei die Dividendenrendite so hoch wie sie will.

Diese Strategie verfolgen wir auch bei unseren Mandaten, dem  „Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen“ und dem „PRIMA – Globale Werte“. Als weitere Faktoren seien hier noch die strukturellen Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens,  ein gutes Management, das selber signifikante Anteile an der Firma hält, sowie "Mr. Market" genannt. Denn ohne die Einschätzung der Stimmungen am Markt, also den Behavioral-Finance-Ansatz, ist es schwer, auf Dauer eine gute Performance zu erzielen.

Diese Performance soll auf mittlere Sicht auf jeden Fall erzielt werden, wobei als oberste Priorität die Vermeidung des permanenten Kapitalverlustes steht. Dass wir in Bullenmärkten dem Markt ein wenig hinterherlaufen, nehmen wir dabei bewusst in Kauf.

Mit unterbewerteten Aktien wie der Software AG, einer Sto oder einer Croda International fühlen wir uns derzeit gut aufgestellt. Kommt – wie jüngst bei Metro – dazu noch eine attraktive Dividendenzahlung hinzu, brauchen Anleger keine große Angst vor einer niedrigen Rendite zu haben. Wir reden hier nicht von einem Tag zum anderen oder einer Woche zur anderen. Bei einem Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren sollte jedoch nicht viel schief gehen.

Das heißt: Es gibt Möglichkeiten dem Volkssport „Wie mache ich am wenigsten aus meinem Geld?“ entgegen zu treten. Das sollte auch dem größten Angsthasen einleuchten.

 

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Wertpapier: BASF


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