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Ölpreis Rekorddefizit! Saudi-Arabien bekommt Quittung für riskanten Ölpreis-Krieg

29.12.2015, 09:47  |  6871   |   |   

Der angezettelte Ölpreis-Krieg wird für Saudi-Arabien zum Bumerang: Das Königreich muss in diesem Jahr ein Rekorddefizit von 326 Milliarden Rial (79 Milliarden Euro) verkraften. Nun heißt es sparen, sparen, sparen. Aber wo?

Es ist ein Tanz auf Messers Schneide. Um seine Marktmacht zu sichern und andere Wettbewerber, allen voran die US-Fracking-Industrie, aus dem Markt zu drängen, öffnete Saudi-Arabien im vergangenen Jahr seine Ölschleusen. Seither befindet sich der Ölpreis im freien Fall. Trotzdem denkt das Königreich gar nicht daran, den Ölpreis-Krieg zu beenden. Im Gegenteil, „Öl marsch!“ lautet seit Dezember auch die offizielle Marschroute der Organisation Erdöl exportierender Länder. Das Ölkartell konnte sich nicht auf eine Begrenzung der Fördermengen einigen. Die Folge: "Die OPEC ist tot" - Jetzt macht jeder, was er will.

Doch jetzt bekommt Saudi-Arabien die Quittung für seinen riskanten Kurs. Wie die Regierung in Riad am Montag bekannt gab, reißt der niedrige Ölpreis ein Haushaltsloch in Höhe von 326 Milliarden Rial (79 Milliarden Euro) in die Staatskassen des Königreichs. Ein Rekord. Die Ausgaben für das kommende Jahr werden demnach auf knapp 840 Milliarden Rial geschätzt, die Einnahmen auf nur etwas über 513 Milliarden Rial.

Subventionen werden gekürzt

Zwar sitzt das Königreich auf Währungsreserven in Höhe von fast 730 Milliarden US-Dollar. Aber je länger der Ölpreis-Krieg andauert, desto mehr schmilzt dieser Geldberg. Für Saudi-Arabien heißt es deshalb erstmals den Gürtel enger zu schnallen. Erste Sparpläne soll es bereits geben. So will die Regierung laut „Spiegel Online“ die Subventionen für Wasser, Strom und Ölprodukte anpassen. Zusätzlich würden Steuern beispielsweise auf Erfrischungsgetränke und Tabak angehoben, teilte das Finanzministerium mit. Darüber hinaus sollen mehr Einnahmen außerhalb des Ölsektors generiert werden. Demnach plant die Regierung Strukturreformen, darunter die Privatisierung einer Reihe von Wirtschaftsbereichen.

Dies ist das erste Budget der Regierungszeit von König Salman bin Abdulasis, der im Januar den Thron bestiegen hatte. 2015 klaffte ebenfalls eine Lücke im Haushalt: Die Einnahmen beliefen sich auf 608 Milliarden Rial, geringer als erwartet. Die Ausgaben lagen hingegen bei 975 Milliarden Rial, wie der Sender Al-Arabija berichtete.

Saudi-Arabien ist der weltweit größte Rohölexporteur. Nach Angaben von Al-Arabija stammen etwa drei Viertel der saudischen Einkünfte aus Ölexporten. Dem Sender zufolge basiere die Budgetkalkulation für 2016 auf einem Preis von 45 US-Dollar pro Barrel Rohöl. Derzeit liegt der Ölpreis bei etwas unter 40 US-Dollar.

Mit dpa-AFX

  

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Kommentare

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ms_73
29.12.15 22:18:21
Naja, 'auf die Mütze bekommen' ist hier relativ - im Vergleich zu Ländern wie bspw. Venezuela.

Wie ich schon geschrieben hatte gehe ich davon aus dass die Saudis genau das wollten. Ich denke es würde Ihnen nicht schwer fallen die Preise wieder steigen zu lassen, die meisten Ölstaaten warten doch nur auf ein Zeichen aus SA.
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Heinzmann
29.12.15 18:53:51
Ich lese derartige Berichte gern.
Endlich bekommen diese Olscheichs und Milliardenbesitzer derartig auf die Mütze, dass sie ihre Rennpferdchen usw.wohl bald los sind.
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ms_73
29.12.15 16:35:17
... das liegt daran dass die Europäer mit der EU nicht den Freihandel sondern den Sozialismus eingeführt haben. Deshalb haben die Briten auch keine Lust mehr. Kommen doch nur noch Länder dazu, die von der grossen Umverteilung profitieren wollen. Die Isländer bspw. sind wieder auf dem Damm und brauchen die EU sicher nicht mehr.
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ms_73
29.12.15 16:14:48
Die Sache macht aus Sicht der Saudis trotzdem Sinn und die werden das auch durchziehen, weil:

1) Die Fracking Industrie zerstört wird
2) Investitionen in Alternative Energien bei niedringen Öl-Preisen weniger attraktiv sind.
Es ist ja - ausser Deutschland - fast niemand bereit die Bürger für die massive Subventionierung zahlen zu lassen.

Für die nächsten 50 Jahre reichen die Vorräte der Saudis noch locker aus und die Preise werden mittelfristig auch wieder steigen.
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Alexander111
29.12.15 16:10:51
Ist der Schreiber sich hier bewusst um welches Land es geht ?

Er ist deutscher Bürger und lebt in einem Land was 2 Billionen Schulden hat,
schreibt aber solch Zeilen.

Ja man sieht den Wald vor lauter Bäume nicht, wenn die Saudis so wirtschaften wie die BRD
Dann können sie ohne Probleme noch 40 Jahre so weiter machen !

Die BRD und die EU hat es immer noch nicht geschafft mit den grössten Binnenlmarkt der Welt die Wirtschaft zum laufen zu bekommen, nur über alle anderen Länder können sie toll schreiben.

Wirklich Profis die Schreiber.

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