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Egal, ob QE oder Zinswende Zentralbanken machtlos! Die nächste Finanzkrise ist nicht aufzuhalten

28.01.2016, 10:36  |  7765   |   |   

Zentralbanken überall auf der Welt pumpen Billionen US-Dollar in die Märkte. Doch trotz dieser massiven Geldflut mehren sich die Zeichen einer Rezession. Wie kann das sein? Hedgefonds-Guru Ray Dalio meint, das Rätsel entschlüsselt zu haben.

Er fühle eine gewisse Verantwortung, seine Erkenntnisse zu teilen, schreibt Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, in einem Gastbeitrag für die „Financial Times“. Erkenntnisse die erklären sollen, weshalb die weltweiten geldpolitischen Lockerungen der Zentralbanken ins Leere laufen – und weshalb Draghi und Co. gegen die drohende Krise machtlos sind.

Dynamik des langfristigen Schuldenkreislaufs

Demnach orientierten sich die Zentralbanken hauptsächlich an den bekannten Konjunkturzyklen, sprich den wellenartig wiederkehrenden Phasen von Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Depression. Dalio nennt das auch den kurzfristigen Schuldenkreislauf („short-term debt cycle“), dessen Expansionsphase gewöhnlich acht bis zehn Jahre andauere. Aktuell befinden wir uns im siebten Jahr. Demzufolge sollte der Höhepunkt bald erreicht sein und es macht aus Sicht der amerikanischen Notenbank (Fed) Sinn, die geldpolitischen Zügel langsam wieder anzuziehen. Genau das hält der Hedgefondsmanager aber für falsch. Neben dem kleinen Schuldenkreislauf gebe es nämlich noch einen viel wichtigeren Zyklus, den langfristigen Schuldenkreis („long-term debt cycle /debt supercycle“). Dessen Aufschwungphase dauere zwischen 50 und 75 Jahren und auch hier befänden wir uns nahe dem Ende. Dalio ist sicher: „Es ist wegen der Dynamiken des langfristigen Schuldenkreislaufs, dass wir die globalen Schwächen und deflationäre Kräfte sehen, die eher eine geldpolitische Lockerung als eine Straffung erfordern.“

„Es wäre besser, die Zinsen nicht zu erhöhen“

Läuft die Fed mit ihrer Zinswende also in die völlig falsche Richtung, obwohl der Schritt gemäß der (kleinen) Konjunkturzyklen angebracht scheint? Ja, meint Dalio, es wäre besser für die Welt und auch für die USA, wenn die Fed die Geldpolitik nicht anziehen würde. Umgekehrt würde das bedeuten, dass die anderen Zentralbanken, allen voran die Europäische Zentralbank (EZB) gut daran tun, ihr Quantitative Easing (QE) auszuweiten? Im Prinzip schon, doch da gibt es laut Dalio ein entscheidendes Problem: Es wird nichts bringen! Denn die Phase des großen Schuldenkreislaufs, in der wir uns aktuell befinden, ist gekennzeichnet durch die Machtlosigkeit der Zentralbanken. Laut Dalio ist ihre Fähigkeit, Wachstum durch eine Kombination aus Schulden und Liquidität zu generieren, begrenzt. „Wenn dieses Limit erreicht ist, markiert dies das Ende der Aufwärtsphase des langfristigen Schuldenkreislaufs“, so der Hedgefondsmanager. Insofern spiegle die derzeitige Situation die begrenzte Fähigkeit der Zentralbanken wider, eine effektive Lockerung zu betreiben. Weil sowohl die Zinsen als auch die Risikoprämien zu niedrig sind, könne das Quantitative Easing gar nicht funktionieren.

Zauber der Anleihekäufe ist verpufft

Unter Risikoprämien versteht Dalio die Differenz zwischen der erwarteten Rendite bei Aktien, Anleihen, etc. und dem erwarteten Gewinn bei Barauszahlung. Es geht also um die Frage, wie lohnenswert eine Investition ist. Habe ich am Ende mehr Geld in der Tasche, wenn ich 1.000 Euro in Aktien investiere oder wenn ich sie als Bargeld einstecke? Je höher die Risikoprämie, desto höher ist demnach die Wahrscheinlichkeit, dass sich durch eine Investition in die entsprechende Anlageklasse mehr Gewinn erzielen lässt.

Eine geldpolitische Lockerung in Form von QE funktioniert Dalio zufolge am besten, wenn die Risikoprämien hoch sind, weil die Investoren dann einen größeren Anreiz haben, das Geld aus dem Verkauf ihrer Anleihen an die Zentralbank in Aktien zu investieren. Doch je mehr Anleger das tun, desto höher steigen die Aktienpreise. Sie steigen so lange, bis die Papiere so teuer sind, dass sich ein Kauf gemäß der Risikoprämie nicht mehr lohnt. Genau diesen Punkt sieht Dalio mittlerweile erreicht, die Risikoprämien sämtlicher Vermögenswerte befinden sich im Keller. „Das hat zur Folge, dass es schwierig ist, die Preise dieser Assets weiter in die Höhe zu treiben und es ist leichter, sie fallen zu lassen. Aber wenn sie fallen, wirken sie sich negativ auf das wirtschaftliche Wachstum aus.“ Oder anders formuliert:

Zentralbanken sitzen in der Zinsfalle

Eine weitere Lockerung ist gemäß dieser Argumentation nutzlos, andererseits birgt eine Straffung schwerwiegende Gefahren für die Weltwirtschaft. Was also können die Notenbanker tun? Nichts, meint Dalio, die Zentralbanken sind zum Zusehen verdammt. „In diesen Zeiten sind die Risiken asymmetrisch und es ist die Pflicht der Zentralbanken, im Zweifel auf Nummer sicher zu gehen, d.h. mit der Straffung der Geldpolitik zu warten, bis sie in die Augen der Inflation blicken können.“

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