DAX+1,38 % EUR/USD+1,38 % Gold-0,78 % Öl (Brent)+0,67 %

Bonuszahlungen "Bitte kürzt meinen Boni": Credit-Suisse-Chef setzt Rotstift bei sich selbst an

08.02.2016, 13:57  |  1846   |   |   

Tidjane Thiam wagt die Flucht nach vorne. Gerade erst schwor er seine Mitarbeiter auf harte Zeiten ein, nun geht der neue Credit-Suisse-Chef mit gutem Beispiel voran. „Ich kann nicht Opfer von anderen verlangen und selber keine machen“, sagt Thiam – und bittet darum, seinen eigenen Boni drastisch zu kürzen.

Für die Credit Suisse war es ein rabenschwarzes bzw. tiefrotes Jahr 2015. Unterm Strich bleibt ein bitterer Verlust von 2,94 Milliarden Franken, nachdem die Bank ein Jahr zuvor noch einen Überschuss von rund zwei Milliarden Franken ausweisen konnte (Mehr dazu hier: Credit Suisse räumt auf – und erleidet Milliardenverlust). An der Börse kam der Milliardenverlust alles andere als gut an. Die Aktie der Credit Suisse rauscht seither in die Tiefe und stürzte auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren.

Hier die Credit-Suisse-Aktie im Fünf-Tagechart:

Ähnlich wie die Deutschen Bank will nun auch die Credit Suisse mit einem harten Sparprogramm gegensteuern. Dazu gehören, ebenfalls wie beim deutschen Konkurrenten, unter anderem auch drastische Boni-Kürzungen. So soll etwa der Boni-Pool der Global Market Division um 36 Prozent reduziert werden. Die Abteilung hatte im abgelaufenen vierten Quartal 2015 einen Verlust von 3,5 Milliarden Franken eingefahren. Der gesamte Pool soll nach Willen von Credit-Suisse-Chef Thiam um 15 Prozent gekürzt werden.

Wie die „Financial Times“ berichtet, will Thiam den Rotstift aber nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern vor allem auch bei sich selbst ansetzen. Der Credit-Suisse-Chef habe den Verwaltungsrat um eine „markante Reduktion“ seines Bonus ersucht, bestätigte ein Sprecher der Bank. Dem Bericht zufolge soll Thiam eine Kürzung um 25 bis 50 Prozent beantragt haben. Der Sprecher wollte die Höhe der Kürzung aber nicht kommentieren. In einer Stellungnahme, aus der „Reuters“ zitiert, erklärte Thiam: „Ich kann nicht Opfer von anderen verlangen und selber keine machen.“



Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel