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Nachhaltigkeit Gas & Schiene – die italienischen Hoffnungsträger

Gastautor: Thomas Hellener
05.04.2016, 07:28  |  4119   |   |   

Das erste Quartal 2016 brachte an den Börsen Verluste, und das neue startete ebenfalls wenig erfreulich. Ob DAX, Eurostoxx 50 oder MSCI World (EUR) – die Verluste waren zum Teil gravierend. Nun, so ganz konnte sich auch unser global anlegender Aktien-Nachhaltigkeitsfonds PRIMA – Global Challenges diesem Trend nicht entziehen. Aber es gab zumindest im vergangenen Monat einen Hoffnungsschimmer: Im März konnte der Fonds zumindest ein kleines Plus von 0,16 Prozent verbuchen. Das ist nicht viel, aber wie gesagt ein Hoffnungsschimmer!

Schaut man auf die Einzelwerte, sieht das Bild zum Teil sehr viel besser aus. Zwar liegen Aktien wie die von Nordex oder SunPower seit Jahresanfang noch weit hinter den Erwartungen zurück, dafür konnten aber Unternehmen wie die italienische Snam, der amerikanische Hersteller und Betreiber von Geothermikkraftwerken Ormat Technologies, der spanische Windkraftanlagenhersteller Gamesa Corporation oder auch die italienische Ansaldo STS mit einer guten Kursentwicklung überzeugen. Dabei sind vor allem die beiden italienischen Unternehmen einen gesonderten Blick wert.

Snam: Was passiert mit Italgas?  Spin-off ist möglich

SNAM ist die Abkürzung für Società NAzionale Metanodotti und ist ein fast monopolistischer italienischer Fernleitungsnetzbetreiber für Erdgas. Er war lange eine Tochtergesellschaft des italienischen Erdöl- und Energiekonzerns Eni, dem heute aber nur noch 8,25 Prozent der Anteile gehören. Snam besitzt ein über 30.000 km langes Erdgasleitungssystem, über das jedes Jahr mehr als 60 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportiert wird. Damit ist die Gruppe der größte Gastransporteur in Italien mit einem Jahresumsatz von knapp 4 Mrd. Euro. Durch zahlreiche Akquisitionen wie der 89-prozentigen Übernahme der Trans Austria Gasleitung oder dem Einstieg bei der Trans Adriatic Pipeline von Statoil und einer möglichen Beteiligung an Gas Connect legen die Italiener, die auch im Bereich Recycling von Batterien in Europa groß im Geschäft sind, ein rasantes Wachstumstempo vor. Was neuen Schwung in die Aktie gebracht hat sind Spekulationen um einen möglichen Spin-off von Italgas.

Snam hat bereits bekannt gegeben, eine teilweise oder vollständige Abspaltung des Gasverteilgeschäfts "Italgas" zu prüfen. Bis Juli soll eine Machbarkeitsstudie vorliegen. Analysten wie etwa Markus Glockenmeier von der National-Bank AG sehen eine Abtrennung von Italgas durchaus als sinnvoll an. Denn im Gegensatz zu Transport und Speicherung befinde sich die Gasverteilung im Wettbewerb und besitze in Italien lediglich einen Marktanteil von 33 Prozent, so Glockenmeier. Snam könnte sich somit auf Gastransport, Speicherung und LNG („liquefied natural gas“) fokussieren. Sollte sich Snam zum Verkauf entschließen, könnte das der Aktie weiterhin Auftrieb geben.

Hitachi übernimmt die Mehrheit an Ansaldo STS

Ganz anders ist die Situation bei Ansaldo STS. Das Unternehmen mit Sitz im norditalienischen Genua ist ein Technologiekonzern, der im Bereich des Eisenbahn- und Schienennahverkehrs als  Generalunternehmer und Anbieter von Zugsicherungssystemen auftritt. Es hat bereits automatische Metrosysteme für die U-Bahnen in Kopenhagen, Thessaloniki, Neapel, Florenz und im peruanischen Lima entwickelt und umgesetzt. Derzeit läuft ein großes Projekt für die Metro in Honolulu auf Hawaii.

Das Unternehmen wurde schon 2015 zu 40 Prozent vom Transport-Segment des japanischen Hitachi-Konzerns übernommen. Jetzt wurde die Beteiligung auf über 50 Prozent ausgeweitet. Es wird erwartet, dass sich Hitachi weiter engagiert und auch die unternehmerische Kontrolle ausbaut. Erste Anzeichen dafür sind die jüngsten Rücktritte von Ansaldo STS-Chairman Alistair Dormer, Vize-Cairman Caren Boswell und von CEO Stefano Siragusa. Noch sind die Posten nicht neu besetzt. Die Zukunft von Ansaldo STS bleibt also spannend.

Gas & Schiene – die italienischen Hoffnungsträger werden hoffentlich auch unserem Nachhaltigkeitsfonds PRIMA – Global Challenges weiter Auftrieb geben.

 

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Thomas Hellener ist Bankkaufmann und studierte an der Universität Stuttgart Betriebswirtschaftslehre. Der ausgewiesene Fondsspezialist ist Geschäftsführer der PRIMA Fonds Service GmbH. Seine Spezialgebiete sind die Analyse der internationalen, vor allem der europäischen Aktienmärkte, Anlagen in nachhaltige Investments und die aktive, dynamische Asset Allocation.

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