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Rente - Altersarmut Nun ist es raus: Das war’s mit der Rente! Jedem Zweiten droht Altersarmut

12.04.2016, 11:33  |  22055   |  25   |   

„Denn eins ist sicher: Die Rente“, tönte im Jahr 1986 der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm. Gut, könnte man sagen. Noch gibt es die Rente, doch sie wird für sehr, sehr viele nicht mehr reichen, um über Grundsicherungsniveau zu kommen. Sprich: Im Alter gibt’ Hartz IV - oder wie es dann auch heißen mag. Ende März brachte der Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer noch einen anderen Aspekt ins Spiel: die Verlängerung der Lebensarbeitszeit. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir irgendwann nicht mehr mit 67 Jahren in Rente gehen können. Das Arbeitsleben wird länger gehen müssen, sonst bricht am Ende das System zusammen,“ sagte der den Medien der Funke-Gruppe (wallstreet:online berichtete). Es gibt nicht mehr nur weniger, sondern auch die Leistungszeit wird verkürzt.

Nach Recherchen des „WDR“ steht Deutschland vor einem erheblichen Zuwachs der Altersarmut: Fast jedem zweiten Bundesbürger, der ab 2030 in Rente geht, droht eine  Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb  der Armutsgrenze. Demnach wären beinahe die Hälfte der Rentnerinnen und Rentner dann möglicherweise abhängig von staatlichen  Grundsicherungsleistungen, also faktisch Hartz-IV-Empfänger. Wichtigster Grund dafür sei das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente. Von 2030 an soll es auf bis zu 43,5 Prozent des  Durchschnittslohns der gesamten Lebensarbeitszeit fallen. (Mehr dazu hier.)

Um eine Rente über dem Grundsicherungsniveau zu bekommen, müsste ein  Arbeitnehmer nach heutigem Stand 40 Jahre lang ununterbrochen  mindestens 2100 Euro brutto im Monat verdienen. Dass die im Moment politisch diskutierte Lebensleistungsrente an der prekären Finanzlage vieler künftiger Rentner etwas ändert, ist kaum zu erwarten. Die Rede ist derzeit lediglich von einer Aufstockung von maximal 20 Euro gegenüber der Grundsicherungshöhe, so der „WDR“.

Ach, da wäre ja noch die Möglichkeit, privat vorzusorgen. Sparen für die Altersvorsorge oder Vorsorge zum Beispiel durch die Riester-Rente. Naja, beim Sparen macht uns die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Strich durch die Rechnung (mehr dazu hier). Und die Riester-Rente? Hier verdiente sich eher die Versicherungswirtschaft eine goldene Nase. Somit lautet das Motto künftig: Arbeiten bis zum Umfallen!



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Kommentare

wie wärs denn damit, daß allein die sozialsysteme einzahlen, die zukünftigen pensionäre am besten das doppelte, denn sie kassieren ja auch mindestens doppelt

aber eine richtige Rentenreform wird es wohl nie geben
Aaaah,das muss dann wohl die verschwundene Strophe der National-Hymne sein!
Merkel wird sie sicher gerne heimlich vor sich her summen,wirklich eigenartig,nun gibt es schonmal ein deutsches Belang,da sagt sie,wir sollen erstmal warten,bis uns ein neuer Kanzler wächst,ich lach mich kaputt,gibts denn sowas?
Ich glaube und hoffe,dass die sich nun erstmal sortieren und dann doch noch mit einer Problemlösung daher kommen,heute wurde ja verkündet,der WDR hätte Fehler,bei der Berechnung gemacht,das geben die aber nicht richtig zu,fast jeder kann es sich ja ausrechnen lassen,ich hatte einen angestachelt,der kam mit sehr alarmierenden Zahlen zurück,ich bin froh,dass wir uns nun in den kommenden Wochen sicher intensivst damit befassen,herauszufinden,ob es nun tatsächlich problematisch wird !
Da muß ich widersprechen. Wer IM Erika ist und sie als Kommunistin für Agitation und Propaganda zuständig war, das war immer schon bekannt.
Und Zugang zu den Infos hat auch jeder. Die kosten nichtmal was. Nur ein wenig Fernseh- oder sonstige Freizeit.

Nicht Mord, noch Brand, noch Kerker, noch Standrecht obendrein;
Es muß noch stärker kommen, wenn`s soll von Wirkung sein.
Zu Bettlern sollt ihr werden. Verhungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden verflucht sein und verdammt.
Euch soll das bischen Leben so gründlich sein verhaßt,
Daß ihr es weg wollt geben wie eine schwere Last.
Dann, dann vielleicht erwacht doch in euch ein neuer Geist,
Ein Geist, der über Nacht noch Euch zur Freiheit reißt!

Heinrich Hoffmann v. Fallersleben 1798 - 1874

Und sonst nicht.
Das ist das wahre Problem.
Es hat meines Wissens NOCH NIE in der Geschichte bei vollen Mägen und während die Leute immer fetter wurden, irgendwo eine Revolution aus dem breiten Volk gegeben.
Erst mal,..danke!
Ich gebe zwar zu,selbst einiges falsch gemacht zu haben,aber was hätte ich machen sollen,Merkel erschien eben zu diesem Zeitpunkt als das kleinere Übel,ich meine,Du hast ja selber mitbekommen,wie die Sozis auchnoch diesen Blödsinn,mit den Spekulanten gegen Griechenland geglaubt haben,das hätte mit Sicherheit ein schlimmeres Schlepp-Desaster gegeben,mit denen,ich hatte das unter Schmidt schon erlebt !
Wir erleben dieselben übelen Tricks immer wieder und wieder,man ist dem scheinbar ausgeliefert,aber irgendjemand zieht doch die Fäden,ich bin es leid,dass die Übeltäter jedesmal davon kommen,nicht,dass ich einen von ihnen kreuzigen wollen würde,ist mir schon klar,dass wir stets die zeche bezahlen,aber warum soll ich denen jedesmal vergeben,soll er wenigstens auch einen Schaden nehmen,wenn er mitgespielt hat,dieses Renten-Sozialhilfe-Ding hier,ist mir allerdings einen Zacken zu derbe,ich werde es gespannt weiter beobachten,ich will wissen,was man uns zugemutet hat und warum !
Laß Dich nich tprovozieren. Es ist offensichtlich, daß Dir dieses wichtige Thema am Herzen liegt udn so eine Reaktion darauf richtet sich selbst.
Aber dieses Reaktion darauf ist im Grunde nur ein Spiegel, wieso es so ist: es interessiert die Menschen nicht, bis sie nicht selbst betroffen sind. Vielleicht 5% treffen ihre Entscheidungen nach dem Gemeinwohl und denken dabei an zukünftige Generationen.
Der Rest ist Stimmvieh, das jeweils dorthin trottet, wo man ihm die verschiedenen Karotten vor die Nase hängt.
Und hier komme ich zu einem anderen Schluß: ja, es sind die Deutschen selber schuld!

Wurde ihnen Merkel (IM Erika) aufgezwungen?
Wer hat Schröder gewählt, obwohl er kurz vor den Wahlen viele Türken zu Papierdeutschen gemacht hat, wohlwissend, das sind rote Stimmen?
Wem war es seit spätestens den 1990ern denn egal, ob die eigenen Kinder zu Fremden im eigenen Land gemacht werden?

War und ist es den "mündigen Bürgern" wichtig, ob die BRD souverän ist?
Wem ist es wichtig, ob die BRD überhaupt eine Verfassung hat?
Wen interessiert es, daß Deutschland keinen Friedensvertrag hat und nur Waffenstilsltand herrscht?
Wen interessiert es, daß Millionen Deutsche im größten Völkermord der Geschichte, 1945 ff. ermordet und vertrieben wurden?

Es interessiert die Masse überhaupt nicht.
Sie will nur konsumieren und derjenige, der das meiste verspricht, dort macht sie ihr Kreuzerl.

Wer also ist Schuld?
Wir selbst. Niemand sonst.

Merke: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
Und wenn ich mir ansehe, was die Leute interessiert und was sie sich als wichtig einreden lassen und was für sie nicht existiert, weil es ihnen niemand unter die Nase reibt und vorkaut, dann kann sehe ich diesen Spruch auf das Glänzendste bestätigt.
Jeden Tag.
Und jeden Tag mehr.

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