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EZB - Ankauf von Unternehmensanleihen EZB weitet Krisenmodus aus - Neue Übertreibungen an den Finanzmärkten

07.06.2016, 12:36  |  3612   |   |   

Auf der jüngsten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) vergangenen Donnerstag wurde der Countdown zum Ankauf von Unternehmensanleihen durch die Notenbank eingeläutet. Am 8. Juni fällt der Startschuss. Ziel der bereits im März verkündeten Ausweitung des billionenschweren Kaufprogramms von Wertpapieren auf Unternehmensanleihen (mit guter Bonität) sei weiterhin der Kampf gegen zu niedrige Inflation in der Eurozone. Anleihen von Banken und von Unternehmen im Staatsbesitz sind vom Kaufprogramm ausgenommen.

„Die EZB sollte wieder stärker hervorheben, dass die extrem expansive Geldpolitik kein Dauerzustand sein kann und ernsthafte Deflationsgefahren nicht zu erkennen sind,“ appelliert Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. Er kritisiert: „Die Europäische Zentralbank (EZB) wird keine zählbaren Effekte bei den Investitionen und bei der Verbraucherpreisentwicklung erzielen, wenn sie ab Mittwoch ihr Aufkaufprogramm von Unternehmensanleihen ausweitet.“

EZB versetzt Investoren in Wartestellung

Bereits seit längerer Zeit sei das Zinsniveau im gesamten Euro-Raum kein Hindernis für Investitionen, so Kemmer. Viel entscheidender als ein paar weitere Zehntelprozentpunkte beim Zins seien zurzeit die Wirtschaftserwartungen der Investoren. „Mit den jüngsten Maßnahmen weitet die EZB ihren Krisenmodus aus – das sorgt in der gegenwärtigen Lage mit Sicherheit nicht für größere Zuversicht und eine höhere Investitionsneigung. Ganz im Gegenteil verleitet die europäische Notenbank viele Investoren zum Abwarten, wenn sie betont, dass die Zinsen für einen längeren Zeitraum niedrig bleiben oder sogar noch fallen“, so der Bankenpräsident.

Preisverzerrungen und künstliche Marktknappheit zu erwarten

Wie auch schon beim Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB könne die Ausweitung der Käufe auch bei Unternehmensanleihen zu Preisverzerrungen und einer künstlichen Marktknappheit führen, kritisiert Kemmer weiter. Zudem stehen Auswirkungen auf den Wettbewerb bei der Unternehmensfinanzierung zu erwarten. Große Unternehmen mit direktem Kapitalmarktzugang würden unmittelbar begünstigt. Diese verfügten jedoch ohnehin schon über sehr günstige Finanzierungskonditionen. Kemmer warnt: „Es ist sogar zu befürchten, dass die Politik der EZB unmittelbar zu neuen Übertreibungen an den Finanzmärkten führt, etwa wenn die extrem günstigen Kreditkosten in überhöhten Preisen bei Unternehmenskäufen münden.“ 



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Kommentare

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leone2
11.06.16 08:00:25
Die Zentralbanken wollen vermutlich den Crash der Anleiheblase verhindern. Diese soll angeblich 100 Billionen Euro groß sein...
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unnerfrangge
07.06.16 17:37:40
War es wirklich nötig den Kommunismus erst zu besiegen,um ihn dann bei uns wieder einzuführen?Der Vorsitzende des Obersten Sowjet der EZB,Genosse Mario Draghi,schickt die Standhaften ins Gulag&lässt sich von Höflingen (Eurostaatenchefs/chefinnen bzw.EU-Kommission/Parlament)lobpreisen!Heil dir,einzig befähigt legendärer Nachfolger des Grossen Nero!!!Europa brennt!
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HFfresser
07.06.16 13:19:31
Wer stoppt dieser Verbrecher? Ausleihen umsonst, der Mann spinnt.

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EZB - Ankauf von Unternehmensanleihen EZB weitet Krisenmodus aus - Neue Übertreibungen an den Finanzmärkten

Auf der jüngsten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank wurde der Countdown zum Ankauf von Unternehmensanleihen durch die Notenbank eingeläutet. Am 8. Juni fällt der Startschuss. Doch bereits vorher heißt es: Ziel verfehlt.

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