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Olympia-Aktienfonds Nicht alles Gold was glänzt

09.08.2016, 14:53  |  817   |   |   

Die Olympischen Spiele sollen ihren Gastgebern nicht nur einen Medaillenregen, sondern auch einen Geldregen bescheren. Immer wieder wird der wirtschaftliche Nutzen für das Gastgeberland jedoch kontrovers diskutiert. FundResearch untersucht, wie sich Aktienfonds in Olympiajahren schlagen.

Eigentlich sind die Brasilianer für ihre Lebensfreude und Feste weltbekannt. In Rio war davon besonders im Vorfeld der Olympischen Spiele 2016 aber nicht viel zu spüren. Viel wurde berichtet über Korruption, falsche Versprechen und gescheiterte Vorhaben. Andrew Zimbalist, Professor für Volkswirtschaft am Smith College und Autor von “Circus Maximus: The Economic Gamble Behind Hosting the Olympics and the World Cup” verdeutlicht dies aktuell in einem Beitrag für „project syndicate“. „In Wahrheit“, so der Wirtschaftswissenschaftler, „sind die Spiele eher reine Zeitverschwendung.“ 15 bis 20 Milliarden US-Dollar kosten die Spiele. Demgegenüber ständen gerade einmal Einnahmen aus Übertragungsrechten (25 Prozent Gastgeberland, 75 Prozent IOC), Ticketverkäufen, Sponsorenverträgen und Souvenirs in Höhe von 3,5 bis 4,5 Milliarden US-Dollar, rechnet Zimbalist vor. Empirisch ließen sich positive Effekte auf Tourismus und Handel nicht nachweisen. „Im Juli und August 2012 ist die Zahl der Touristen, die während den Olympischen Spielen 2012 nach London, den Austragungsort, reisten, um fünf Prozent gesunken. Während den 17 Tagen, die die Spiele dauerten, haben Restaurants, Geschäfte, Cafés und Museen rund um den Piccadilly Circus kaum Umsatz verzeichnen können.“ Touristen würden die Austragungsorte rund um Olympia lieber vermeiden. Volle Züge, hohe Preise und Sicherheitsbedenken schrecken ab. 

Trotz Wirtschaftskrise, sozialen und politischen Unruhen konnte die Kategorie Aktienfonds Brasilien 2016 bisher mit 50,8 Prozent Platz 2 belegen. Noch 2015 stand ein Verlust von 35,5 Prozent zu Buche. Immerhin, über 15 Jahre erzielt die Kategorie ein Zuwachs von 110,8 Prozent. 

Wie haben sich die Märkte der Gastgeberländer in Olympiajahren geschlagen?

2012 fanden die Olympischen Sommerspiele in London statt. 16,4 Prozent konnten Aktienfonds Großbritannien in diesem Jahr zulegen. Damit landete die Peergroup auf Platz 35 – oberes Mittelfeld. Per Ende Dezember 2012 stand über 30 Jahre eine Wertentwicklung von 1.520,6 Prozent zu Buche. 2012 hieß der Sieger jedoch Aktienfonds Türkei (plus 59,9 Prozent). 2016 stehen die Briten mit acht Prozent in den roten Zahlen. 

2008 traf sich die internationale Sportelite in Peking. Mitten in der Finanzkrise stand die Kategorie Aktienfonds Hong Kong und China mit 46,8 Prozent im Minus. Das reichte nur für Platz 99 von 123. 2007 hatte man sich noch über einen Zuwachs von 41,2 Prozent gefreut. In 25 Jahren stand per Ende 2008 ein Plus von 1.890 Prozent zu Buche. Größter Verlier war 2008 mit einem Verlust von 74,3 Prozent aber die Peergroup Aktienfonds Russland. Auch Aktienfonds Indien, Türkei und Emerging Markets standen tief in den roten Zahlen. Zu den Siegern zählten dagegen Rentenfonds Japanischer Yen (31 Prozent Plus) und Immobilienfonds Europa (4,3 Prozent Plus). 2016 steht die Kategorie Aktienfonds Hong Kong und China mit 3,4 Prozent im Minus. 

2004 konnte sich Athen über die Austragung der Olympischen Spiele freuen. Mangels griechischer Aktienfonds, sei hier beispielhaft die Kategorie Aktienfonds Europa untersucht. 2016 steht sie mit 5,6 Prozent im Minus. 2004 gab es für den Zuwachs von 11,8 Prozent Platz 31. Anleger konnte sich per Ende 2004 über eine positive Wertentwicklung in 30 Jahren von 1.500,5 Prozent freuen. Gewinner 2004 war mit 56,6 Prozent aber die Kategorie Aktienfonds Österreich. 

2000 ging der Zuschlag für die Olympischen Spiele nach Sidney. Aktienfonds Australien standen jedoch mit 2,6 Prozent im negativen Bereich – Platz 79. 1999 hatte es noch ein Plus von 45,7 Prozent gegeben. Über 15 Jahre stand zum Ende 2000 ein Plus von 54,2 Prozent zu Buche. Ganz anders die Kategorie Aktienfonds Biotechnologie. Sie kam 2000 auf einen Zuwachs von 54,2 Prozent und damit auf Platz 1. Heute stehen Aktienfonds Australien mit 5,4 Prozent im Plus. 

1996 richtet Atlanta das Sportereignis aus. 31,8 Prozent lag die Kategorie Aktienfonds USA damals im Plus. Das reichte für Platz 14. In 15 Jahren stand zum Ende 1996 ein Zuwachs von 510,2 Prozent zu Buche. In 30 Jahren sage und schreibe 2.051,7 Prozent. 1996 lag jedoch die Kategorie Aktienfonds Hong Kong und China mit 59,4 Prozent auf Platz 1. 2016 erzielt die Kategorie Aktienfonds USA bisher ein Plus von 2,4 Prozent. 

1992 kämpften die Olympiateilnehmer in Barcelona um Medaillen. Aktienfonds Spanien hatten im selben Jahr mit einem Minus von 17,1 Prozent zu kämpfen. Platz 1 erreichte dagegen die Kategorie Aktienfonds Hong Kong und China (plus 57,4 Prozent). Auch 2016 stehen spanische Aktienfonds noch mit 8,3 Prozent im Minus.  Es scheint also, als ob Zimbalist Recht behalten sollte: „Niemand investiert an einem Ort, nur weil dort Olympia stattgefunden hat.“

(TL)



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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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