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Parallelen zur Bitcoin Hybridgeld: Die Bank of England schafft sich ihre eigene digitale Reservewährung

11.08.2016, 10:02  |  2864   |   |   

Ist die Reservewährung der Zukunft eine digitale? Schaut man auf der derzeitigen Experimente der Bank of England, so erscheint diese Vorstellung gar nicht so utopisch. Denn schon jetzt hat sich die Zentralbank ihre eigene Kryptowährung geschaffen. 

Noch ist der US-Dollar die bevorzugte Hartwährung, wenn es um globale Devisengeschäfte geht. Doch vor der Digitalisierung ist auch die beliebteste Reservewährung der Welt nicht gefeit. Weil Kryptowährungen allerhand Vorteile bieten, experimentieren Zentralbanken zunehmend mit deren Einsatz als Ablöse für das physische Geld. So haben sich die Währungshüter Großbritanniens schon jetzt ihre eigene, Bitcoin-ähnliche Digitalwährung erschaffen. 

Der von der Bank of England erdachte Ansatz namens RSCoin lässt sich quasi als Hybridwährung mit digitalem und physischem Charakter verstehen. Wie auch die Bitcoin baut die RSCoin auf der Blockchain-Technologie auf, wobei der Geldschöpfungsprozess einzig der Zentralbank vorbehalten bleibt. Alles andere ist dagegen weiterhin dezentral organisiert, sämtliche durchgeführten Transaktionen, für die es keine Mittelsmänner mehr braucht, können bei dieser Art des Geldsystems von der Öffentlichkeit nachvollzogen werden. 

"Überall auf der Welt überlegen Politiker, inwiefern eine von den Zentralbanken kontrollierte Digitalwährung schnellere, transparentere und kostengünstigere Bezahlvorgänge ermöglichen könnte", wird der Chef von Cambridge Blockchain, Matthew Commons, vom "Deal Room" zitiert. "Im heutigen Null- und Negativzinsumfeld könnten Kryptowährungen auch neue geldpolitische Werkzeuge stellen, die es so voher noch nicht gab." 

Die britische Zentralbank erhofft sich mit der RSCoin wirtschaftlichen Problemen noch schneller und flexibler begegnen zu können. Mit dem Kryptogeld als Reservewährung könnte die im Umlauf befindliche Geldmenge noch einfacher gesteuert werden, als mit herkömmlichen Währungen. Für den internationalen Handel würde die RSCoin einen Wegfall der Wechselkurse bedeuten, was dem Wachstum zu neuen Schwung verhelfen könnte. 

Doch wie bei wallstreet:online schon des Öfteren zu bedenken gegeben (z. B. hier und hier), sind Kryptowährungen alles andere als frei von Sicherheitsproblemen. Weil die Technik an vielen Stellen noch nicht zu 100 Prozent ausgereift ist, bietet sie immer wieder Anreize, die Sicherheitslücken für betrügerische Handlungen zu missbrauchen. Erst in der letzten Woche kam es durch einen Hack zum zweitgrößten Bitcoin-Diebstahl in der Geschichte der Digitalwährung, der betroffenen Börse entstand ein Schaden von rund 65 Millionen US-Dollar.

Eine Reservewährung, die derart angreifbar und damit auch schwankungsanfällig ist, dürfte für viele daher - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - noch eher als Dystopie, denn als Utopie gewertet werden. Womöglich aber könnte die Überwachung durch eine öffentliche Regulierungsbehörde hierfür einen akzeptablen Kompromiss darstellen. 



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