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Alter rostet nicht, oder doch? Bundesbank fordert Rente mit 69 Jahren, sonst bricht das System zusammen

15.08.2016, 15:50  |  5581   |   |   

Zur Sicherung von Beitragssätzen und Versorgungsniveaus gibt es im umlagefinanzierten Rentensystem nur wenig Stellschrauben, an denen effektiv gedreht werden kann. Die Bundesbank ist sich sicher: Um einen Rentenalter von 69 Jahren werden wir langfristig nicht herumkommen. 

In Deutschland glauben 9 Prozent aller 17 bis 36-Jährigen, dass sie bis in den Tod hinein arbeiten müssen. Ganz so lang soll die Arbeitszeit dieser Generation nach Ansicht der Bundesbank natürlich nicht werden. Wohl aber müssen wir uns auf ein Renteneintrittsalter von 69 Jahren gefasst machen (siehe auch: Rente - Welche Rente? Vollkommen überschätzt - Wir arbeiten bis in den Tod)

In ihrem neuen Monatsbericht war die Ansage der deutschen Notenbank klar und unmissverständlich: Zur Sicherstellung der Tragfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung dürfe eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit "nicht tabuisiert, sondern als wesentlicher Faktor mit berücksichtigt werden." Aufgrund der sinkenden Geburtenraten und steigenden ferneren Lebenserwartungen seien solcherlei Anpassungen "unvermeidlich". 

Bis zum Jahr 2030 soll das Versorgungsniveau - also das Verhältnis der jahresdurchschnittlichen Standardrente zum jahresdurchschnittlichen Arbeitsentgelt, abzüglich der Sozialabgaben und vor Abzug von Steuern – nicht weniger als 43 Prozent betragen. Weiterhin dürfen die Rentenbeitragssätze auf maximal 22 Prozent ansteigen. Doch all das ließe sich ohne eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nicht bewerkstelligen. Der Vorschlag lautet daher: Arbeitnehmer sollten erst mit 69 Jahren in Rente gehen können. 

Doch so erschreckend, wie diese Vorstellung für viele Arbeitnehmer im ersten Moment sein mag, sie ist es am Ende vielleicht gar nicht. Denn nach den Berechnungen der Experten Bundesbank dürfen sich die zukünftigen - wenn auch etwas älteren - Rentner in spe auf genauso viele Rentenjahre, wie ihre Vorgänger freuen. Wo die relative Bezugsdauer - also das Verhältnis von Rentenbezugszeit und der vorheriger Beitragszeit - im Jahr 2011 bei 42 Prozent lag, soll sich dies aufgrund der steigenen Lebenserwartung auch im Jahr 2060 mit einem Rentenalter von 69 Jahren nicht verändern. Zum Vergleich: Im Jahr 1960 belief sich die relative Bezugsdauer noch auf 30 Prozent. 

Von der Anhebung erhofft sich die Bundesbank zusätzlich wirtschaftliches Wachstum, da verhältnismäßig mehr Menschen in Deutschland arbeiten würden. Dies würde im Umkehrschluss auch zu einem deutlich stabilieren Rentnerquotienten führen, was eine wesentliche Voraussetzung im Umlageverfahren darstellt.

Letztlich sei es mit der längeren Lebensarbeitszeit aber trotzdem noch nicht getan. Um zumindest das Versorgungsniveau einigermaßen einhalten zu können, käme man nicht umhin, die Beitragssätze ebenfalls auf ca. 24 Prozent anzuheben. Und damit stehen die Experten der Bundesbank nicht allein auf weiter Flur. Die deutsche Wirtschaft drängt schon seit langem auf eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Lesen Sie mehr: Rosige Rentenzukunft - Rente mit 69 und der Rentenbeitrag bei 24 Prozent?



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Kommentare

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MIRU
18.08.16 22:01:16
"In Deutschland glauben 9 Prozent aller 17 bis 36-Jährigen, dass sie bis in den Tod hinein arbeiten müssen. Ganz so lang soll die Arbeitszeit dieser Generation nach Ansicht der Bundesbank natürlich nicht werden. Wohl aber müssen wir uns auf ein Renteneintrittsalter von 69 Jahren gefasst machen"

Alter rostet nicht, oder doch?: Bundesbank fordert Rente mit 69 Jahren, sonst bricht das System zusammen | wallstreet-online.de - Vollständiger Artikel unter:
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/8846886-alter-rostet-nicht-doch-bundesbank-rente-69-jahren-bricht-system




In D gibt es viele "Dumm-Gläubige". Wenn es heute schon ein Problem ist, für über 50jährige, qualifizierte AN einen vernünftigen Job zu finden, wie soll der den dann mit 60 oder 65 Jahren finden ???

Der ist dann einfach "tot" für den Arbeitsmarkt.

Ergo: Zwangsverrentung seitens des Arbeitslosenamts (wie aktuell auch) mit 63 Jahren und massive Abschläge, wenn man zuvor etliche Jahre arbeitslos war.

Das heißt GruSi (Grundsicherung) für den überwiegenden Teil der Zwangsrentenversicherten, neben den übriegn, die im Schnitt nicht mehr als 2000-2500 € verdient haben. (Also 12-14 € Stundenlohn).

Das sind weitere Millionen.

Die bekommen trotz jahrzehntelanger Maloche nicht mehr Rente, wie ein frisch zugereister "Facharbeiter" aus dem Süden, der keinen einzigen Tag gearbeitet hat.

Dass CDU & Co. das befürworten, kann man evtl. verstehen, dass aber die ehemaligen Sozialdemokraten das mittragen, ist mehr als unverständlich.

Verrat am Wähler, nur der Pöstchen wegen. Das gleiche hat die FDP gemacht, und war aus dem Parlament verschwunden.

Wenn ein Kollege "Malocher" noch immer diese Sozialabbau-Partei wählt, dann sollte man ihm die Rente gleich komplett streichen.
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ClausSch
17.08.16 14:42:14
>>> AfD: Wir fordern Rente mit 100!

http://www.mmnews.de/index.php/politik/81136-afd-rente-mit-1…

:laugh: :laugh: :laugh:
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_Mitglied_
16.08.16 13:44:19
99 würde ich besser finden schafft dann keiner mehr, und wenn doch 130 wäre auch noch ne Option. Ach da gibts viele Sachen, noch mehr Gift ins Essen noch mehr Chemtrails sprühen noch mehr Fluoride noch mehr von dem ganzen mehr mehr.
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Abfischer
16.08.16 10:30:01
Ich schlage vor das renteneintrittsalter jedes jahr um 2 jahre zu erhöhen. Dann sollte es klappen. Wir schaffen das.
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capitolist
16.08.16 00:22:37
Tja,wo ist er denn,der Hilfeschrei,der deutschen Politik?
"Hilfe,hilfe,..wir haben schon wieder die Rentenkasse verfühstückt,mit unseren üppigen Pensionen und all unseren Gestalten,die vor den Passagieren ins Rettungsboot springen!"
Ständig,schleppen unsere Politiker Geld ins Ausland,um Europa zu retten und die ganze Welt zu beglücken,jetzt hatten sie,um sich fit,für Europa zu machen,noch einen verbotenen Schluck,aus der Pulle nehmen dürfen,wurden vom BVG angemahnt,endlich die Rentner in Ruhe zu lassen,und jetzt das,...schon wieder Ende im Gelände,ruft um Hilfe,wir haben komplett unfähige Politiker,wenn Europa nicht hilft,können wir auch gleich austreten,immer dasselbe,mit diesen Gemeinschaftswährungen !

...und vor ein paar Monaten,als das aufgedeckt wurde,haben sie offenbar schonwieder gelogen,denn da haben sie alle behauptet,es gäbe überhaupt kein Problem !

Wenn es sowieso keine Rente mehr gibt,warum sollen die Leute dann eigentlich noch Beiträge bezahlen?
Bringt den Kram endlich in Ordnung,oder stellt die Leute sofort alle beitragsfrei!
Sonst entsteht noch der Eindruck,dass der Schwindel nur noch weiter betrieben wird,um einige Polit-Pensionen,aus der Kasse,der armen Rentner abzuzweigen,so eine Schande !

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Alter rostet nicht, oder doch? Bundesbank fordert Rente mit 69 Jahren, sonst bricht das System zusammen

Zur Sicherung vom Beitragssatz und Versorgungsniveau gibt es im umlagefinanzierten Rentensystem nur wenig Stellschrauben, an denen effektiv gedreht werden kann. Wie beim Rentenalter. Das wird langfristig auf 69 Jahre geschraubt.

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