DAX+0,05 % EUR/USD+0,06 % Gold+0,04 % Öl (Brent)+1,27 %

Rente? Nicht sicher! Rosige Rentenzukunft - Rente mit 69 und der Rentenbeitrag bei 24 Prozent?

26.04.2016, 18:17  |  10326   |  10   |   

Die Rentenpläne der Bundesregierung gehen zu Lasten der heute jüngeren Erwerbstätigen. So müsste das Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2030 auf 69 Jahre steigen, wenn das Rentenniveau wie politisch gefordert nicht weiter sinken und gleichzeitig die Rentenversicherungsbeiträge stabil bleiben sollen. 

Der Ökonom Oliver Holtemöller vom Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) hat berechnet, wie sich das Renteneintrittsalter verschieben müsste, um die Beitragssätze zur gesetzlichen Rente bei einem konstanten Rentenniveau von heute 48 Prozent zu stabilisieren: 

Die Berechnungen des IWH zeigen, dass von 2034 an selbst ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren nicht ausreicht, um den Rentenversicherungsbeitrag konstant zu halten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (F.A.Z.). Selbst wenn das Rentenniveau bis 2030 sinken sollte – Holtemöller rechnet mit einem Niveau von 43,5 Prozent – werde der Beitragssatz von  2040 an auch bei einem Rentenalter von 70 Jahren über das heutige Niveau steigen.

„Die demographische Entwicklung lässt keinen Spielraum für Leistungsausweitungen in der gesetzlichen Rente“, sagte Holtemöller der F.A.Z. „Im Gegenteil: Wir müssten nun Vorsorge treffen für die Zeit vom Jahr 2030 an.“ Für die „Frankfurter Allgemeine Woche“ hatte der Ökonom ausgerechnet, inwieweit man an der zweiten möglichen Stellschraube neben dem Renteneintrittsalter drehen müsste, um das Rentenniveau konstant zu halten: dem Beitragssatz. Er müsste demnach im Jahr 2030 auf 24 Prozent und im Jahr 2050 auf 29 Prozent steigen. Lesen Sie auch: Nun ist es raus: Das war’s mit der Rente! Jedem Zweiten droht Altersarmut

Wissen: Das Rentenniveau setzt die sogenannte Standardrente, die ein Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren erhält, ins Verhältnis zum Durchschnittslohn des jeweiligen Jahres. 

Arbeitgeberpräsident fordert Arbeiten über 67 hinaus

Die deutsche Wirtschaft drängt schon seit langem auf eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. „Betrachtet man die Alters- und Gesundheitsentwicklung, dann werden wir als Gesellschaft den Belastungen des Arbeitsmarkts immer länger Stand halten können“, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer im März der „FUNKE MEDIENGRUPPE“. Und ergänzt: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir irgendwann nicht mehr mit 67 Jahren in Rente gehen können. Das Arbeitsleben wird länger gehen müssen, sonst bricht am Ende das System zusammen.“ (Mehr dazu hier.)

Massenphänomen Altersarmut

In der mittlerweile losgetretenen Rentendebatte, hatte auch der Chef der Deutschen Rentenversicherung, Axel Reimann, die Politik aufgefordert, schon "jetzt darüber zu reden, was nach 2030 geschehen soll". Die Rentenversicherung brauche frühzeitig Klarheit über mögliche neue Zielgrößen bei Beitragssatz und Rentenniveau, sagte den Zeitungen des „RedaktionsNetzwerks Deutschland“.

Keine schöne Klarheit kommt von den Berechnungen des Recherchenteams des „WDR“. Demnach steht Deutschland vor einem erheblichen Zuwachs der Altersarmut: Fast jedem zweiten Bundesbürger, der ab 2030 in Rente geht, droht eine Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb der Armutsgrenze. Den Recherchen zufolge wären beinahe die Hälfte der Rentnerinnen und Rentner dann möglicherweise abhängig von staatlichen Grundsicherungsleistungen, also faktisch Hartz-IV-Empfänger, berichtet der „WDR“. Lesen Sie mehr: Sinkendes Rentenniveau: Sozialer Sprengstoff - Altersarmut wird zum Massenphänomen!



Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Also,wenn das wirklich alles ist,was Merkel noch als Lösung anzubieten hat und sie nicht mehr in der Lage ist,trotz aller Beschwichtigungen,das Rentenniveau auf ein vom Verfassungsgericht tolerierbares Maß zu bringen,dann soll sie abtreten und die Parteikasse abgeben,gleiches gilt für die anderen Beteiligten,die sind schon einmal aufgehalten worden,da braucht es keine Warnschüsse mehr !
In den letzten Jahren haben die ehemaligen Volksparteien ja glücklicherweise noch Zulauf bekommen,früher war es sicher auch eine Auszeichnung,seine Parteiabzeichen zur Schau zu stellen,ganz einfach,wer heute austreten will,der wird wohl eine Spende abliefern müssen,sagen wir einfach 100000 Euro,sonst bleibt er Mitglied und kann mit seinen Auszeichnungen gerne Sonntags spazieren gehen !
Das haben unsere Politiker ja fein hinbekommen,

die Frauen in die Erwerbstätigkeit zu schicken
und die Kindererziehung und die Hausfrau
schlecht zu reden.

Wenn dann Abtreibugn noch staatlich subvenitioniert wird,
ist das Maß voll, bzw. übergelaufen.

Das ist einfach so, degenerierte Völker sterben aus
und werden durch andere ersetzt.

Muss man deshalb traurig sein?
Die Rentenspekulanten wieder mal!
Über 80 Milliarden Euro Zuschuss p.a. reichen wohl nicht mehr!?
Was von "versicherungsfremden Leistungen" faseln sie,
aber wem kommen die denn zugute, wenn nicht den Rentnern?
Was soll das Gejammer, angeblich 160000 Rentner würden "zusätzlich" steuerpflichtig?
Bisher keine Steuern gezahlt?
Als ob alle anderen davon verschont würden!?
Faxen dicke!
....was ihr da tippt Interessiert doch keinen,
heutzutage ist das Verarschen und abzocken angesagt
und sonst nix.
Entweder mitmachen oder weiter verarschen lassen......

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel