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Rente - Altersarmut Arbeiten bis in den Tod - Immer mehr haben keine Hoffnung auf ein Rentendasein

27.05.2016, 11:08  |  10466   |  14   |   

Sie werden wohl niemals in den Genuss einer Rente kommen werden, befürchten weltweit 12 Prozent der zur Generation Y gehörenden Arbeitnehmer. In Japan sind es sogar unglaubliche 37 Prozent, die glauben, dass sie bis in den Tod arbeiten werden. 

Es ist ein trauriges Studienergebnis, was da am Dienstag von der ManpowerGroup vorgestellt wurde. Laut einer Umfrage unter 19.000 beschäftigten Millienials (also diejenigen, die in etwa zwischen 1980 und 1999 geboren wurden, auch bekannt als Generation Y) in insgesamt 25 Ländern, ist jeder Zehnte davon überzeugt, dass er sein Leben lang arbeiten müssen wird. 

Spitzenreiter der Hoffnungslosen ist Japan, wo jeder Dritte (37 Prozent) davon ausgeht, bis zum letzten Atemzug in Arbeit stehen wird. Auf dem zweiten Platz landet China mit 18 Prozent, gefolgt von Griechenland mit 15 Prozent. In Deutschland glauben aktuell 9 Prozent, dass sie niemals in Rente gehen werden. Zahlen, die sich durchaus noch ändern können.

Die besonders schlimme Situation in Japan begründet Mireya Solís, Japan-Expertin der Washingtoner Brookings Institution, gegenüber "Bloomberg" mit der abnehmenden nationalen Sparquote, schlechteren Aussichten in der Beschäftigungsstatisik und der alternden Bevölkerung, wodurch der Druck auf die sozialen Sicherungssysteme immer mehr zunehme. Ebenfalls laut "Bloomberg" geriet ein japanischer Abgeordneter jüngst unter Beschuss, als er nach der Geburt seines Kindes für vier Wochen in den Vaterschaftsurlaub gehen wollte. 

Deutschland steht vor denselben Problemen

Wenigstens müssen die Japaner mit durchschnittlich 46 Wochenstunden nicht ganz so hart arbeiten, wie ihre Kollegen in Griechenland (47 Stunden), Mexiko, China und Singapur (48 Stunden) oder gar Indien (52 Stunden). 

In Deutschland arbeiten die Millenials durchschnittlich 43 Stunden pro Woche. Doch stehen auch wir vor demselben demographischen Problem, wie die meisten Industrieländer dieser Welt. Dies wird über kurz oder lang dazu führen, dass der Großteil der Erwerbstätigen vielleicht nicht bis in den Tod, aber zumindest bis kurz davor arbeiten werden müssen.

Nach den Rentenplänen der Bundesregierung müsste das Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2030 demnach auf 69 Jahre angehoben werden, damit das Rentinniveau und die -beiträge konstant bleiben. Laut Ökonom Oliver Holtemöller reicht selbst das in der langen Frist nicht mehr aus. Nach seinen Berechnungen müsste das Renteneintrittsalter ab dem Jahr 2034 noch über die 70 Jahre hinaus gehen, ab dem Jahr 2040 wären selbst damit Beitragssätze und Rentenniveau nicht mehr sicher (lesen sie mehr dazu hier). 

Rente? Welche Rente?

Und die Rente selbst? Die ist weniger als sicher. Um eine Rente über dem Grundsicherungsniveau zu bekommen, müsste ein  Arbeitnehmer nach heutigem Stand 40 Jahre lang ununterbrochen  mindestens 2100 Euro brutto im Monat verdienen. Nach Recherchen des WDR droht fast jedem zweiten Bundesbürger, der ab 2030 in Rente geht, eine  Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb  der Armutsgrenze. Das heißt: Beinahe die Hälfte der Rentnerinnen und Rentner wären dann möglicherweise abhängig von staatlichen Grundsicherungsleistungen, also faktisch Hartz-IV-Empfänger. Mehr zum Thema hier lang.



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Kommentare

Die Politmafia schlägt wieder zu.

Milliarden für Opel, die Griechen, den Euro, die Asylanten, die Flüchtlinge ...
und für das eigene Volk kein Geld mehr da?
Beamte gehen mit 75% Pensionansprüche in Pension, Rentanniveau bei 48% (Tendenz fallend), Rentenkasse wird durch die Politik wie ein Füllhorn betrachtet, alles wird daraus bezahlt nur für die Renten ist immer weniger da. Heute 67, morgen 70 übermorgen 73 Jahre arbeiten.

Es wird Zeit für ein Umdenken!
Für einen wirklichen Wandel.
Ansonsten verschwinden die Industriestaaten vom Erdball.
Die Politiker halten das Volk für "Dödels" und "Pack". Da glaubt doch wohl niemnd, daß sie diesem Pöbel eine anständige Rente gönnen würden!
Ich fürchte es ist wesentlich schlimmer !
Ich habe unten schon beschrieben,wie ein Molloch funktioniert,die haben nie im Leben gearbeitet,nie eine Stempeluhr zum tacken gebracht,sie bedienen sich aus dem Topf der für die Rentner da ist und es ist immer schlimmer geworden !
Als sich Widerstand bildete,gegen ihre Verfressenheit,haben sie in den Menschen einen Fressfeind entdeckt und sie streiten den Menschen ihre Verdienste ab und sprechen sich selbst stets weltfremdere Heldentaten zu,klopfen sich gegenseitig auf die Schultern !
Aber mit dieser Rohheit hier,sind sie nun wahrlich zu Feinden der Menschlichkeit geworden!
Wenn wir mit ihnen fertig sind,wird Rentner und Witwen schänden auf ewig eine geächtete Schandtat sein,die Welt wird an die grausame Euro-Schande denken,wir hätten die letzte niemals vergessen sollen,jeder erschändete Euro,zieht wieder einen Tross von neuen unnützen Versagern nach sich,die gefüttert werden müssen,ein Kreislauf von Schande und Schändung !
In Deutschland muß man 45 Jahre ein Bruttoeinkommen von 30.000€ haben um eine Rente von 1300€ Brutto zu bekommen.

Die Politiker haben Jahrzehnte lang die Augen vor eine kommende Altersarmut verschlossen und hoffentlich bekommen sie dafür bei der nächsten Wahl die Quittung dafür.

Es geht besser -
Rentenreform in Österreich:
http://www.rentenreform-alternative.de/oe-apg.htm

Rentensystem Schweiz:
http://www.faire-renten.ch/rentensysteme-deutsche-koennen-schweizer-beneiden-201209.html

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