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Altersvorsorge adé Rente - Welche Rente? Vollkommen überschätzt - Wir arbeiten bis in den Tod!

28.06.2016, 14:58  |  12854   |  25   |   

Alle reden über den Brexit, den Abschied Großbritanniens aus der Europäischen Union (siehe auch Brexit-Sonderseite auf wallstreet:online). Aber Halt! Es gibt auch noch andere Themen: Da wäre ganz aktuell der Mindestlohn, der Anfang 2017 auf von 8,50 Euro auf 8,84 Euro steigt. Huch, satte 34 Cent mehr. Große Sprünge Fehlanzeige. Und dann noch das: Eine große Mehrheit bei den deutschen Wirtschaftsprofessoren ist für eine Erhöhung des Rentenalters über 67 Jahre hinaus - mal wieder.

Spätere und niedrigere Rente, dafür höhere Beiträge

Bereits im März machte das Thema auf wallstreet:online die Runde. „Tschüß Rente: Bis zum Umfallen - Arbeitgeberpräsident fordert Arbeitsleben über 67. Lebensjahr hinaus“. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer scheint erhört worden zu sein. 61,2 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler sprachen sich im Ökonomenpanel des ifo Instituts und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.) für eine Erhöhung des Renteneintrittalters aus. 36,9 Prozent waren für einen Erhalt der Altersgrenze bei 67. Und nur 1,9 Prozent möchten eine Rückkehr zu 65 Jahren.

Als geeignet für die langfristige Finanzierung den Rentensystems sehen 84,7 Prozent einen späteren Renteneintritt, 35,0 ein niedrigeres Rentenniveau, 26,1 Prozent eine Einbeziehung von Selbständigen und Beamten, 24,2 Prozent höhere Rentenbeiträge und 23,6 Prozent höhere Steuerzuschüsse. Sowohl die Einführung der Mütterrente als auch die Rente ab 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren wurden mehrheitlich von den Ökonomen abgelehnt.

Vor einiger Zeit berichtet wallstreet:online über Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH), nach denen selbst ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren nicht ausreichen würden, um den Rentenversicherungsbeitrag konstant zu halten. Dieser müsste sukzessive mindestens auf 29 Prozent steigen. Siehe: Rosige Rentenzukunft - Rente mit 69 und der Rentenbeitrag bei 24 Prozent?

Was nun, Herr Die-Rente-ist-sicher-Blüm?

Selbst vorsorgen? Diesen Traum der Sparer hat die andauernde Politik der Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) plattgewalzt. Dann also der „sanfte Zwang“ zur Betriebsrente… Aber auch diese ist im Netz der Niedrigzinsen gefangen. Riskantere Anlagen bergen das Potenzial, alles zu verlieren. Das haben Pensionsfonds in den USA bereits bewiesen.

Aber was soll’s: Deutschland steht sowieso vor einem erheblichen Zuwachs der Altersarmut. Fast jedem zweiten Bundesbürger, der ab 2030 in Rente geht, droht eine  Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb  der Armutsgrenze (mehr dazu hier). Dann doch lieber Arbeiten bis zum Umfallen und auf die Rente pfeifen.



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Kommentare

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Ines43
12.07.16 15:27:59
Ausserdem haben die Griechen einen Rechtsanspruch der nie bezahlt wurde von Deutschland.
Aber ich möchte hier nicht auf die Miese Geschichte Deutschlands eingehen."

Rechtsanspruch hin und her, die Italiener haben Griechenland angegriffen,
und Deutschland in diesen Konflikt hinein gezogen. Die Italiener müssten auch zahlen.

Deutschland hat einen Fehler gemacht,
der Teil der deutschen EU Nettozahlungen, der nach Griechenland geht,
hätte zur Tilgung sämtlicher Ansprüche Griechenlands an Deutschland
verwendet werden müssen, die Griechen haben doch schon Zig Milliarden Euro aus Deutschland geschenkt bekommen. Man sollte das mal zusammen zählen und die Zahl den Griechen um die Ohren hauen. Deutschland hat seit 19985 hunderte Milliarden Euiro an die EU verschenkt, viele Marschall-Pläne.

Deutschland zahlt netto im Momement etwa 17 Milliarden pro Jahr in die EU-Kasse, fast soviel wie Frankreich, GB und Holland zusammen.

Wir Deutsche sind die Goldesel Europas.
Es reicht mir, schon deshalb bin ich mittlerweile Gegner der EU.
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bluechip56
05.07.16 15:16:05
Zu den niedrigen Renten, Quote ab 2020 ca. 43% des durchschnittlichen Lohnes, kann man nur sagen, es wird bei vielen nicht mehr reichen.

Bei den Beamten, Wahlbeamte ( Bürgermeister) und Berufspolitiker müßte eine Reform her. Die Einsparungen hieraus gehören in die staatlichen Zuschüsse zur gesetzlichen Rente.

Beamte haben bislang eine Quote von ca. 70%. Aber nicht wie beim Angestellten, berechnet über einen Schnitt der ganzen Berufsjahre, sondern quasi vom letzten Gehalt. Das ist schon einmal die erste Ungerechtigkeit.

Jetzt kommt der direkte Vergleich.

Angestellte Krankenschwester und verbeamtete Krankenschwester geb 1990.
Als Berechnung gehen wir von einem Brutto von 2600€ aus. Bei der Angestellten muß man das Eingangsgehalt niedriger ansetzen, weil in den Anfangsjahren weniger verdient wird. Also 2000€.

Rente nach 45 Berufsjahren, vorausgesetzt durchgehend beschäftigt. Ergebnis= 1381€ ( Rentenlücke, 957€)

Pension=1985€

Der Angestellte erhält ca. 600€ im Monat weniger. Dazu kommt noch das er gegenüber dem Beamten, durch Sozialabgaben, Rentenvers., Alovers. ca. 200 bis 300€ im Monat Netto weniger hat.
Diese ca. 3000€ im Jahr kann der Beamte ansparen, dann hätte er genug Geld wenn man seine Quote auf ca. 50% kürzen würde.
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bluechip56
05.07.16 14:54:50
Länger arbeiten... in der Produktion........

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-sit…

42 Mio. Erwerbstätige. Davon nur 18,8 % in der Produktion. Über 73% im Dienstleistungssektor.

Leute die bis 67 oder 70 arbeiten, besetzen den Platz für Junge. Die jungen Jahrgänge kommen übrigens immer später in die besser bezahlte Jobs. Als Ergebnis haben sie durch ihre schlechte Biographie auch eine niedrige Rente.
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capitolist
01.07.16 08:15:48
Ich hatte da nachts schon eine schöne Antwort für Dich geschrieben,das war passend und ehrlich,als es fertig war,sah ich mich gezwungen,diesen Text wieder zu löschen,weil so etwas sollte man hier nicht schreiben,uns bleibt nur die Hoffnung,dass unsere liebe Obrigkeit selbst noch ein Einsehen hat!

Das von Dir beschriebene Problem existiert so eigentlich nicht,weil in diesen Regionen ein direkter Zusammenhang zwischen den herrschenden und ihren Familien besteht,leider bewegten sich sämtliche Reformen in der Vergangenheit in eine Richtung,die einen etwas stärkeren Missbrauch dieses Segmentes ermöglichte,somit bin ich beinahe zu der Auffassung gekommen,dass hier die Bürger komplett entlastet werden sollten,falls der gegenwärtige Kurs fortgesetzt wird,im Mittelalter leisteten sich wohlhabende Herren ebenfalls ihre Minnesänger,die hinter ihnen her liefen und die Heldentaten ihrer Herren besangen,keiner währe auf die Idee gekommen,seine Zeche nicht zu zahlen,das währe ja auch ein ganz schräger peinlicher Gesang gewesen,sowas ist nicht überliefert,genug davon,das sollte reichen !
Wer mehr will,könnte sich einmal "Die Ritter Der Kokosnuss" ansehen!
Das Thema Rente,ist jedoch breiter und auch hier erfolgten Reformen,mit annähernd denselben Resultaten,denken wir nur an früher,da gab es Rente,neben Pension,Kriegsrenten,Versehrten Renten,Witwen-und Waisenrenten etc,dies alles ist heute fast weggefallen,trotzdem kommt die Obrigkeit mit dieser vergleichsweise einfachen Aufgabe scheinbar nicht mehr klar und da helfen auch all die Annehmlichkeiten nicht,die wir ihnen bieten,Opferbereitschaft,auch auf dieser Seite einzufordern,währe längst einmal fällig!
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eckbusch
30.06.16 20:02:00
Wenn länger gearbeitet wird, sind mehr Menschen in der Produktion tätig, werden mehr Waren und Dienstleistungen hergestellt, die abgesetzt werden sollen im Markt. Die Kaufkraft steigt aber nicht, sondern nimmt ab aufgrund steigender Beiträge und sinkender Renten. Aufgrund sinkender Kapitalrenditen müssen dann auch die Löhne real sinken.
Bislang konnten für Deutschland die Exporte das kompensieren, aber die anderen Euro-Partner sind an der Verschuldungsgrenze, und die Target-Salden muss Deutschland sowieso abschreiben.
Alles verstanden?? Das System EU und Euro ist am Ende!

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Altersvorsorge adé Rente - Welche Rente? Vollkommen überschätzt - Wir arbeiten bis in den Tod!

Alle reden über den Brexit, den Abschied Großbritanniens aus der Europäischen Union.  Aber Halt! Es gibt auch noch andere Themen: Beim Mindestlohn werden 34 Cent draufgepackt und die Rente? Der können wir bald Tschüß sagen.

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