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EZB-Zinsentscheid "Atempause im geldpolitischen Harakiri"

Gastautor: w:o Gastbeitrag
08.09.2016, 16:15  |  1012   |   |   

Die Europäische Zentralbank verschärft ihr Quantitative-Easing-Programm vorerst nicht. Doch das ist wahrscheinlich nur eine Atempause im geldpolitischen Harakiri – die Türen für weitere monetäre Lockerungen bleiben sperrangelweit geöffnet.

Allerdings liest sich die bisherige Erfolgsbilanz der EZB äußerst bescheiden: Die Inflationsrate im Euroraum stieg nur unwesentlich vom Jahrestiefpunkt von -0,2% auf 0,2%. Sollte der Ölpreis nicht wieder überraschend nachgeben, könnte sie es bis zum Beginn des kommenden Jahres vielleicht auf rund 1% schaffen. Doch die entscheidende Kernrate – die Inflation ohne die volatilen Komponenten Energie und Lebensmittel – hat sich zuletzt wieder rückwärts entwickelt auf mäßige 0,8%.

Wirkungslose Medizin

Angesichts dieser Bilanz steht Europas oberste Notenbank eigentlich vor der geldpolitischen Kapitulation. Doch das kann sie sich nicht leisten. Auch wenn ihre Medizin nicht wirkt, muss die EZB immer wieder die Dosis erhöhen, um nicht völlig an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Nur der leiseste Verdacht, dass Mario Draghi von seinen Maßnahmen selbst nicht mehr überzeugt ist, würde die Marktzweifel anfachen und Spekulanten Tür und Tor öffnen. Die EZB ist Gefangene ihrer eigenen Politik.

Und deshalb geht das Harakiri ohne Fangnetz und wissenschaftliche Aufarbeitung weiter. Die Gefahren für die Aktienmärkte werden dabei immer größer. Bleibt zu hoffen, dass exogene Schocks wie ein unerwarteter Konjunktureinbruch vermieden werden können. Dass die Industrieproduktion in Deutschland im Juli deutlich schlechter ausgefallen ist als erwartet, kann allerdings schon ein leiser Vorgeschmack sein. In diesem Fall bräuchten die Märkte dringend Medizin. Doch die Rezepte der EZB helfen dann nicht mehr. (Gastbeitrag von Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK)

Wertpapier: Öl (Brent), Öl (WTI)


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Kommentare

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capitolist
09.09.16 03:29:55
Hmm,ich hab die Leute einmal sagen hören,"Das Böse,bleibt niemandens Knecht",erinnern wir uns,Draghi,hat auch schon einmal gesagt,"Das war`s!",auch das könnte passen!
Weitere kleine Schritte,nach unten,hätten eh kaum noch Wirkung,ein Signal,in die andere Richtung hätte verheerende Auswirkungen,weil dann erstmal alle in Deckung springen würden,...
Es bleibt nunmal dabei,den Hügel runter,gehts leichter,als den Hügel wieder rauf und irgendwann haben wir einen hübschen Leidensweg vor uns!
Die Weichen,stellt die EZB eh nicht allein,warten wir also erstmal ab,was so passiert !

Disclaimer

EZB-Zinsentscheid "Atempause im geldpolitischen Harakiri"

Die Europäische Zentralbank verschärft ihr Quantitative-Easing-Programm vorerst nicht. Doch das ist wahrscheinlich nur eine Atempause im geldpolitischen Harakiri – die Türen für weitere monetäre Lockerungen bleiben sperrangelweit geöffnet.

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