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RWE, E.ON, Uniper – Zwischen Resterampe und Neubeginn

Gastautor: Daniel Saurenz
22.09.2016, 09:00  |  1303   |   |   

RWE_Presse_2Bei Brangelina weiß man noch nicht, ob die Trennung zu etwas Gutem führt und teuer wird es obendrein. Dies gilt bei E.on und Uniper nicht ganz. Doch das Umfeld für die europäischen Versorger ist herausfordernd. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Aktien von E.ON und RWE in den vergangenen Monaten in völlig unterschiedliche Richtungen gelaufen sind. Wie geht es mit den Papieren aus der Branche in den nächsten Monaten weiter? Den ersten Teil unserer Analyse finden Sie hier.

Weitere Milliardenabschreibung auf Uniper

Im Gegensatz zur Uniper-Aktie ist jene von E.ON weiter auf Talfahrt, nachdem das Papier bereits vor der Abspaltung von Uniper in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs abgerutscht war, womit der Börsenwert von E.ON auf 16,3 Mrd. Euro gesunken war. Weil E.ON die „Resterampe“ abgespalten hat, muss E.ON kräftige Abschreibungen verbuchen. Nachdem die Mutter bereits zuletzt den Wert der Beteiligung stark abgeschrieben hatte, weshalb bei E.ON im ersten Halbjahr ein Verlust von drei Mrd. Euro zu Buche stand, stehen nach Medienberichten bald weitere Abschreibungen von knapp vier Mrd. Euro an.

Investmentideen auf EON

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Entsprechend wird auch im Gesamtjahr 2016 unter dem Strich wieder ein Verlust stehen, wie E.ON-Chef Johannes Teyssen bereits eingeräumt hat. Diese Aussicht gefällt Investoren und Analysten gleichermaßen wenig. Nach dem Börsendebüt von Uniper haben sich viele Analysten überwiegend skeptisch zu E.ON geäußert. So liegen die neuesten Kursziele im Schnitt bei lediglich rund 6,90 Euro. Entsprechend sehen die Finanzprofis das Kurspotenzial des DAX-Konzerns als ziemlich begrenzt an. Sollte der Ölpreis in den nächsten Monaten sinken, zumal es weiterhin ein enormes Überangebot am Markt gibt, könnte der Druck auf die E.ON-Aktie anhalten.

Wann kommt die Kapitalerhöhung bei E.ON?

EON_SchildSelbst die Aussicht, dass der Deal zwischen den Energiekonzernen und der Bundesregierung zur Atommüll-Finanzierung schon kurz vor dem Abschluss stehen könnte, konnte die E.ON-Aktie zuletzt nicht stützen. Laut einem Medienbericht müssen E.ON, RWE und Vattenfall bereits Ende 2016 insgesamt 26,4 Mrd. Euro in bar in eine öffentlich-rechtliche Stiftung einzahlen. Der Betrag umfasst neben den Rückstellungen, die die Versorger bereits gebildet haben, noch einen Aufschlag für etwaige zusätzliche Kosten. Die Milliardenkosten für den Atomerbe-Staatsfonds will E.ON auch über eine Kapitalerhöhung finanzieren. Das auch über eine Kapitalerhöhung zu finanzieren sei „richtig und angemessen“ sagte Teyssen, zumal der Konzern damit praktisch aus der Haftung entlassen werde. „Wir kaufen damit praktisch eine Versicherung“, sagte der Firmenlenker. Die Aussicht auf eine Kapitalerhöhung belastet allerdings die Aktie.

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RWE treibt Börsengang von Innogy voran

RWE auf ein Jahr

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Das Medien- und Investoreninteresse rund um den Börsengang von Uniper hat der zweitgrößte deutsche Versorger RWE genutzt, um ein paar Details zum geplanten Börsendebüt seiner Tochter Innogy bekannt zu geben. Während sich Innogy auf die erneuerbaren Energien, die Netze und den Vertrieb fokussiert, bleiben die Großkraftwerke und das Handelsgeschäft in der „alten“ RWE, weshalb RWE bei der Abspaltung quasi genau das Gegenteil von E.ON tut. RWE will per Kapitalerhöhung einen Anteil von zehn Prozent an der aussichtsreichen Tochter Innogy an den Markt bringen. Gleichzeitig sollen noch Innogy-Papiere aus dem Bestand von RWE verkauft werden. Die exakte Anzahl der Papiere wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung will Innogy vor allem in Wachstumsinvestitionen stecken. Dieses Model verursacht zumindest kurzfristig keinen Sonderabschreibungen bei RWE, weshalb die Aktie zwischen dem Februar-Tief und dem Juli-Hoch um fast 60 Prozent nach oben geschnellt war, ehe sie zuletzt etwas korrigiert hat. RWE will langfristig die Mehrheit an der Tochter halten und deren Dividenden einheimsen. Demnach ist eine Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent des bereinigten Gewinns geplant. Trotz der Abspaltungsfantasie sind die Analysten völlig geteilter Meinung zu RWE: Während einzelne Finanzprofis ein Kursziel von lediglich 10 oder 11 Euro ausgeben, sehen andere Experten Potenzial bis 19 oder 20 Euro. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit rund 14,50 Euro in der Nähe des aktuellen Kurses.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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