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Trendwende? Von wegen... Trotz Mega-Crash: Goldman Sachs findet das Pfund noch immer viel zu teuer

26.10.2016, 14:33  |  2255   |   |   

Während vereinzelt schon ein paar Bullen im tiefen Tal des Pfundes gesichtet wurden, senken die Analysten von Goldman Sachs weiterhin ihren Daumen über die britische Währung. Ihrer Meinung nach müsste sie noch um weitere zehn Prozent abwerten.

Seit dem Brexit-Votum hat das Pfund gegenüber dem Dollar knapp 20 Prozent eingebüßt, gemessen am effektiven Sterling-Wechselkurs-Index war es noch nie so wertlos, wie heute. Entsprechend heftig ist der aktuelle Short-Wahn bei Banken und Spekulanten, die Leerverkaufspositionen befinden sich auf absolutem Höchststand. 

Hie und da machen jedoch einige wenige Experten bereits darauf aufmerksam, dass der Tiefpunkt womöglich bald erreicht und eine Trendwende näher ist, als der hysterische Mainstream glauben mag. Manch einer empfiehlt sogar, mal wieder ein paar Pfündchen mit ins Portfolio aufzunehmen. 

GBP/USD - 3-Monats-Chart

 

Besser nicht, würden nun die Analysten von Goldman Sachs antworten. Laut einer Meldung von "Bloomberg" halten sie die britische Währung noch immer für stark überbewertet. Um das vergleichsweise große Leistungsbilanzdefizit der Insel wieder abzubauen, müsste sie sich sogar noch um rund 10 Prozent verbilligen. Erst dann wäre die preisliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes groß genug, um mehr exportieren zu können.  

"Das Signal, dass der Sterling jetzt billig ist, klammert den Rückschlag aus, den die britische Wirtschaft noch dank des Brexits erleiden dürfte", schrieben die Goldman-Analysten Robin Brooks, Silvia Ardagna und Michael Cashill in einer Mitteilung. "Aus diesem Grund bedienen wir uns einer anderen Methode, die die notwendige Abwertung ermittelt, die notwendig ist, um die Leistungsbilanz wieder auf ein neues Post-Brexit-Gleichgewicht zu bringen." 

Zwar hätte der bisherige Absturz wahrscheinlich schon dafür gesorgt, dass das Defizit von über sechs auf rund drei Prozent des BIP heruntergedrückt werden konnte. Unter der Annahme eines Zieldefizits von 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung müsse der Zeitwert des Pfunds jedoch irgendwo zwischen 20 und 40 Prozent unter dem Prä-Brexit-Niveau liegen. 



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