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Aktien Donald, Winnie und die Hoffnung auf steigende Kurse

Gastautor: Frank Fischer
10.11.2016, 07:55  |  7268   |   |   

Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Zugegeben, auch wir hatten mit diesem Wahlausgang nicht gerechnet. Doch der Schock saß weniger tief als vor ein paar Monaten, als die Briten für den Brexit stimmten. Heute wissen wir, dass man sich auf Wahlprognosen besser nicht verlassen sollte.

Was ist als Investor nun zu tun? Wie soll man reagieren? Eines scheint klar: es wird nicht so schlimm wie alle vor den Wahlen befürchtet hatten. Trump ist als neuer Präsident nun selbst Teil des Washingtoner Establishments, das er so gehasst hat. Dass er keinerlei Politikerfahrung hat wird noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Die Märkte werden sich aber an den neuen Mann im Weißen Haus gewöhnen – auch wenn das wohl eine Weile dauern könnte. Es wäre aber nicht weiter verwunderlich, wenn sich die Märkte rund um Dow Jones, S&P 500, Nikkei und DAX nach der ersten Verunsicherung schnell wieder beruhigen - sie scheinen sich sogar schon gefangen haben, wie man an den ersten Kursgewinnen gesehen hat. Denn Trump ist nicht allein. Er hat eine starke Macht hinter sich, denn sowohl das Repräsentantenhaus, als auch der Senat sind fest in republikanischer Hand. Da lassen sich Gesetze und andere Vorhaben leichter durch- und umsetzen. Ob dies jedoch auch immer ein Vorteil für uns Anleger ist, muss abgewartet werden. Zu erwarten ist jedoch, dass die Bau- und Rüstungsindustrie profitieren wird. Hier könnten mögliche Investments für unser Mandat PRIMA – Globale Werte liegen. Wir werden das beobachten - auch, was aus der geplanten Steuerreform wird.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wie dem auch sei: Wir haben sofort nach Öffnung der Märkte einige gute Unternehmen nachgekauft und so die erste Verunsicherung der Märkte genutzt. Das war eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen durften. Und jetzt? Nun, bis sich die Aufregung um Trump wieder gelegt hat, sollte man nicht die alten Weisheiten des Kinderbuchbären „Winnie the Pooh“ vergessen. Der sagte einmal: „Unterschätze nicht den Wert des Nichtstuns!“ Da ist was Wahres dran. Unsere Philosophie wird sich durch ein einzelnes, politisches Ereignis nicht ändern. Wir bewahren die Ruhe. Und wir behalten unsere Investmentstrategie des Value-Investing bei und investieren bevorzugt in Aktien von eigentümergeführte Unternehmen mit Sicherheitsmarge, die um ihr Geschäft einen Burggraben errichtet haben, so dass es der Konkurrenz schwer fällt, ihnen gefährlich zu werden. Allein „Mr. Market“, also die Psychologie des Marktes, wird uns weiterhin auf Trapp halten. Trump wird dafür schon sorgen.

Stock Picking und „Mr. Market“ ergeben ein gutes Paket

Auf der anderen Seite wollen wir nicht vergessen: Was haben unsere Portfoliounternehmen wie beispielsweise Gruppo Mutui, SOFTWARE AG oder STADA mit dem amerikanischen Präsidenten zu tun? Eigentlich herzlich wenig, außer, dass sie natürlich auch von der allgemeinen Verfassung der Börsen abhängig sind. Etwas anders sieht das vielleicht bei der Metro AG aus, einem Unternehmen aus dem Portfolio des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Hier steht zum einen Mitte Dezember der Capital Markets Day an. Dabei könnte die Metro-Aktie eine komplett neue Bewertung erfahren, da weitere Einzelheiten zur Aufspaltung der Gruppe erwartet werden. Das allein wird schon spannend. Vielleicht hilft aber mittelfristig auch der neue Mann im Weißen Haus weiter. Dem Vernehmen nach will er sich ja möglichst schnell mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin verständigen. Sollten im Zuge dessen die Sanktionen des Westens gegenüber Russland gelockert werden, dann profitiert davon die Metro AG in besonderem Masse.

 

           

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Frank Fischer, Chief Investment Officer der Shareholder Value Management AG und in dieser Funktion verantwortlich für den „Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen“, schreibt regelmäßig über die internationalen Aktienmärkte. Als überzeugter Value-Investor hat Fischer langjährige Expertise in allen Fragen rund um Fonds, Börse, aber auch das Stiftungswesen. In seinen regelmäßigen Marktkommentaren legt er besonderes Augenmerk auf Behavioral Finance, sowie Investments in Small- und Midcap-Werte.

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