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Brexit - The City Das Brexit-Hoffen der Banken - 10.000 Londoner Banker für Finanzplatz Frankfurt?

14.11.2016, 12:10  |  1511   |   |   

Die - wenn auch recht knappe - Entscheidung der Briten für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union rief neben dem Entsetzen der Brexit-Gegner auch Begehrlichkeiten hervor. Es stehe nichts weniger als die „The City“, das Finanzviertel Londons, auf dem Spiel. Vor dem Votum am 23. Juni 2016 wurden Szenarien durchgespielt, von gepackten Koffern war die Rede. Doch wohin sollten die Banken nun?

Viele schrieen „Hier“ im Balztanz rund um die Großbanken. Frankfurt und Dublin sind seit Anfang eifrig dabei, für ihren Standort zu werben. Auch Madrid will ein größeres Stück vom Bankenkuchen. Nicht nur, dass das städtische Image mit dem Stempel des "europäischen Finanzplatzes" auf Maximalglanz aufpoliert würde. Es geht auch schlichtweg um die Aussicht auf neue Arbeitsplätze (mehr dazu hier). Um sich gegen die anderen europäischen Konkurrenten durchzusetzen, hat der hessische Finanzminister auch schon mal einen äußerst heiklen Vorschlag ins Spiel gebracht: Er will den Kündigungsschutz lockern. Flexibilität heißt das Zauberwort (mehr dazu hier).

Banken vermissen klares Signal aus Berlin

Doch der Finanzplatz Frankfurt fühlt sich von der Bundespolitik in seinem Bemühen im Stich gelassen, britische Banken im Zuge des Brexits nach Deutschland zu holen. Politische Unterstützung sei wichtig, damit Deutschlands wichtigster Finanzplatz profitiert, betont Stefan Winter Vorstandsvorsitzender des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland und Vorstand der deutschen UBS in der „WirtschaftsWoche". Doch die Regierung und Berlin verhalte sich weitgehend neutral, kritisiert Winter: „Ein klares Signal, dass die Finanzindustrie willkommen ist, wäre sehr hilfreich.“

Auch Michael Kemmer, Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, fordert mehr politische Unterstützung: „Es gibt sicher eine Chance für den Finanzplatz Frankfurt, der international durchaus attraktiv ist. Ich würde mir in dieser Frage aber noch mehr Unterstützung durch die Politik wünschen.“, sagt er. Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance, rechnet mit „Tendenzentscheidungen“ der britischen Banken in den kommenden Monaten. Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnten rund 10.000 Banker von London an den Main ziehen.



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Kommentare

Ich appeliere an alle&jeden!Haltet uns diese Plage vom Hals!Refugees welcome,Bankster not!Die einen kosten nur,die anderen stellen auch noch unerfüllbare Ansprüche!Ich hatte mit fachlich unfähigen,psychopatisch-selbstbewussten,masochistischen Deutschbankern zu tun,das prägt.Auch menschlich,nicht nur in der schmerzlosen?, Steigerung des Verlustbegriffs,setzen diese Lumpen,neue Masstäbe.Ich hätte gerne auf diese Erfahrung verzichtet.

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