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Rohstoffe Ölpreis: Neuer Versuch einer OPEC-Produktionskürzung

Gastautor: Eugen Weinberg
15.11.2016, 14:57  |  2193   |   |   

Energie: Öl- und Industriemetallpreise entwickeln sich oft ob der gemeinsamen Treiber Konjunktur und Risikoappetit im Verbund. Derzeit tendieren sie jedoch nahezu spiegelbildlich: Während die Industriemetallpreise zuletzt im Höhenrausch waren, fiel der Brentölpreis gestern Nachmittag auf ein 3-Monatstief. Maßgeblich für die heterogene Entwicklung der zyklischen Rohstoffe ist, dass derzeit die Angebotsperspektiven das Auf und Ab der Preise bestimmen. So ist auch die heutige Preiserholung, die den Brentölpreis wieder über 45 USD je Barrel klettern lässt, neuen diplomatischen Versuchen aus Katar, Venezuela und Algerien zu verdanken, auf der OPEC-Sitzung einen Kompromiss zu erwirken. Offensichtlich stuft der Markt die Chance auf eine OPEC-Produktionskürzung wieder herauf, nachdem er – wie der massive Abbau der Netto-Long-Positionen an der NYMEX und ICE zeigt – zuvor deutlich pessimistischer geworden war. Es heißt zudem, der Iran erwäge, sein Ölangebot bei 4 Mio. Barrel pro Tag „einzufrieren“, nachdem er allerdings für Oktober eine Angebotsausweitung um über 200 Tsd. Barrel auf 3,9 Mio. Barrel pro Tag gemeldet hatte. Ob sich Saudi-Arabien darauf einlässt, ist alles andere als klar. Der Handlungsdruck ist zweifellos groß, denn die Überversorgung baut sich nicht von selbst ab: So schätzt die US-Energiebehörde, dass sich der Rückgang der Schieferölproduktion weiter verlangsamt hat. Im Dezember soll diese nur noch um 20 Tsd. Barrel pro Tag gegenüber dem Vormonat fallen, im August war es noch ein Minus von über 130 Tsd. Barrel pro Tag.

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Themen: Öl, Rohstoffe, OPEC


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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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