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DAX, Dow Jones & Co. – Märkte im Fokus
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DAX, Dow Jones & Co. – Märkte im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
21.11.2016, 08:19  |  497   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich nach einem richtungslosen und nachrichtenarmen Handel mit Abschlägen ins Wochenende. Der DAX gab um 0,19 Prozent auf 10.665 Punkte nach. Auf Wochensicht stand ein hauchdünnes Minus von 0,03 Prozent beziehungsweise 3 Punkten zu Buche. Der MDAX büßte am Berichtstag 0,32 Prozent ein. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,60 Prozent nach oben. Im HDAX hielt sich die Anzahl der Gewinner und Verlierer mit jeweils 54 die Waage. Allerdings dominierte das Abwärtsvolumen deutlich mit 77 Prozent. Stark gesucht waren Werte aus den Sektoren Technologie, Software und Medien. Die größten Verlierer stellten Versorger, Versicherer und Rohstoffwerte. Bester DAX-Wert war ProSiebenSat.1 Media mit einem Aufschlag von 2,66 Prozent. Das zuletzt eher schwächelnde Papier profitierte von einer technischen Erholungsbewegung. Infineon verbesserte sich dahinter um 1,61 Prozent. Gestützt von guten Zahlen des Konkurrenten Salesforce legte SAP an dritter Stelle um 1,47 Prozent zu. RWE und E.ON rangierten mit Verlusten von 2,20 respektive 1,22 Prozent am Indexende.

An der Wall Street überwogen am Freitag die roten Vorzeichen. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,18 Prozent auf 18.868 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 gab um 0,38 Prozent auf 4.808 Zähler nach. 51 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus und 46 Prozent im Plus. Das Abwärtsvolumen betrug 55 Prozent. 152 neuen 52-Wochen-Hochs standen 46 neue Tiefs gegenüber. Beflügelt von steigenden Ölpreisen setzte sich der Energiesektor an die Spitze der Sektorenliste. Daneben konnte lediglich der Immobiliensektor Zugewinne verbuchen. Am mit Abstand deutlichsten abwärts ging es für Werte aus dem Gesundheitssektor. Daneben tendierten Konsumwerte und Versorger auffällig schwach. Der Ölriese Chevron belegte mit plus 0,99 Prozent die Dow-Spitze. Merck hielt mit einem Verlust von 1,32 Prozent die rote Laterne.

Am Devisenmarkt blieb die Dollar-Rally auch zum Wochenausklang das beherrschende Thema. Der Greenback wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des vom steigenden Ölpreis profitierenden Kanada-Dollars auf. Der Dollar-Index kletterte um 0,26 Prozent auf ein 13-Jahres-Hoch bei 101,21 Punkten. EUR/USD komplettierte erstmals in der Geschichte des Währungspaars eine zehntägige Verluststrecke und büßte weitere 0,37 Prozent auf ein Jahrestief bei 1,0585 USD ein. Bei den anderen Majors präsentierten sich der Kanada-Dollar auffällig fest und der Austral-Dollar auffällig schwach.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise kletterte gestützt von steigenden Energierohstoffen um 0,49 Prozent auf 359,71 Punkte. Am Ölmarkt setzten die Akteure weiter auf eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine OPEC-Einigung auf eine Produktionskürzung am 30. November in Wien. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,80 Prozent auf 46,86 USD (Plus auf Wochensicht: 4,78 Prozent). Die US-Sorte WTI legte um 0,59 Prozent auf 45,69 USD zu. Derweil meldete Baker Hughes einen Anstieg der US-Bohrungen (“Rig-Count”) auf Wochensicht um 19, was das stärkste Plus seit Juli 2015 bedeutet. US-Erdgas zur Lieferung im Dezember sprang um 5,18 Prozent auf 2,84 USD. Kupfer verbilligte sich an der Comex um 0,94 Prozent auf 2,47 USD. Gold markierte ein 6-Monats-Tief und endete 0,67 Prozent schwächer bei 1.209 USD. In Euro notierte das Edelmetall bei 1.141 EUR. Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,25 und 2,44 Prozent nach.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,11 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf 0,28 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future stieg in Fortsetzung der am Montag gestarteten Erholungsbewegung um 0,18 Prozent auf 160,81 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes setzte mit einem Anstieg um fünf Basispunkte auf ein Jahreshoch bei 2,34 Prozent die Rendite-Rally fort. Mit Blick auf die extrem überkaufte Lage und den erreichten Widerstandsbereich sollte hier aus technischer Sicht eine baldige Konsolidierung erwartet werden.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index verbesserte sich um 0,24 Prozent auf 134,34 Punkte. Der Nikkei 225 behielt mit Blick auf den schwachen Yen seine relative Stärke bei und rückte um rund 0,7 Prozent vor. Veröffentlichte japanische Konjunkturdaten enttäuschten derweil die Markterwartung. Die Ausfuhren aus der drittgrößten Volkswirtschaft gingen im Oktober auf Jahressicht um 10,3 Prozent zurück. Die Konsensschätzung hatte auf einen Rückgang um 8,6 Prozent gelautet. Gegen den Trend schwach zeigte sich der koreanische Kospi.

Heute stehen keine potenziell marktbewegenden Veröffentlichungen an. Von Interesse könnten eine Rede von Fed-Gouverneur Fischer sowie die Präsentation des EZB-Jahresberichts von EZB-Präsident Draghi vor dem Europäischen Parlament sein.

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