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Diese 3 außergewöhnlichen Qualitätsaktien sind über 17 % eingebrochen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
22.11.2016, 14:30  |  454   |   |   
Foto: Pixabay, geralt

“Ob wir über Socken oder Aktien reden: ich mag es, Ware mit hoher Qualität zu kaufen, wenn sie gerade im Angebot ist.”

Das ist ein Zitat von Börsenlegende Warren Buffett. Es beschreibt in einfachen Worten seinen Investitionsstil: Unternehmen mit hoher Qualität finden und sie kaufen, wenn sie gerade günstig sind.

In den drei folgenden Unternehmen steckt meiner Meinung nach eine Menge Qualität. Und alle drei sind in den letzten Monaten stark gefallen.

Nike Inc.

Nike (WKN:866993) ist der größte Sportartikelhersteller der Welt. Ein Grund für diese Ausnahmestellung ist die renommierte und bekannte Marke.

Denn laut Interbrand Ranking Best Global Brands 2016 ist Nike (Rang 18) die wertvollste Marke unter den Sportartikelherstellern, klar vor Hauptkonkurrent Adidas (Rang 60).

Einem bekannten Produkt oder Hersteller vertrauen die Kunden mehr als einem unbekannten. Zum einen fällt damit die Kaufentscheidung öfter zu Gunsten des Markenproduktes aus, zum anderen können die Hersteller höhere Preise durchsetzen und damit höhere Margen erwirtschaften.

Neben der bekannten Marke hat Nike seinen Aktionären in den letzten Jahren auch starkes Wachstum geboten. Ein Blick auf die Entwicklung des Nettogewinns belegt dieses Wachstum eindrucksvoll.

Quelle: Unternehmensangaben

Quelle: Unternehmensangaben

Nur 2009, im Jahr der Finanzkrise, musste man einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Ansonsten konnte man den Gewinn Jahr für Jahr steigern, teilweise sogar im zweitstelligen Prozentbereich.

Doch trotz alledem befindet sich die Aktie seit mehreren Monaten im Sturzflug, mittlerweile wird sie 26,3 % unter ihrem Allzeithoch gehandelt. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, zeigt, dass Nike-Aktien derzeit günstiger sind als in den letzten 5 Jahren.

aktuelles KGV 23,0
ø-KGV der letzten 5 Jahre 27,2

Quelle: finanzen.net, Stand: 13.11.2016

Der Kurseinbruch hat die Nike-Aktie, zumindest für ihre Verhältnisse, günstig gemacht. Einen Qualitätsverlust hingegen konnte ich nicht ausmachen, weshalb der Einsturz vielleicht übertrieben sein könnte.

Baidu

Baidu (WKN:A0F5DE) ist Betreiber der größten Suchmaschine Chinas. Mehr als 80 % aller Werbeumsätze auf Suchmaschinen erwirtschaftet der Internetgigant und lässt Alphabets Google in China damit klar hinter sich.

Andere Onlineservices des Unternehmens profitieren von dieser starken Marktposition, indem sie in den Suchergebnissen weit vorne landen. Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im chinesischen Onlinemarkt. Und der wächst rasant.

Laut einer Studie von Bain & Company könnte sich der Onlineumsatz im Reich der Mitte bis 2020 mehr als verdoppeln – und Baidu als einer der größten Player der Branche sollte aufgrund seiner führenden Suchmaschine besonders stark davon profitieren.

Diese Aussichten spiegelt der Kursverlauf der vergangenen beiden Jahre allerdings in keiner Weise wieder. Seit ihrem Allzeithoch vom November 2014 büßte die Aktie 35,2 % ein (Stand: 14.11.2016).

Das führt dazu, dass die Aktie derzeit nur mit einem KGV von 12,8 an der Börse gehandelt wird. Aufgrund der Qualität des Unternehmens scheint diese Bewertung sehr niedrig zu sein.

Möglicherweise ist also auch dieser Absturz eine übertriebene Reaktion des Marktes.

Walt Disney

Walt Disney (WKN:855686) kennt im wahrsten Sinne des Wortes jedes Kind. Genau das macht in meinen Augen auch die außergewöhnliche Qualität des Unternehmens aus: Donald Duck, Micky Maus und Co. sind weltweit bekannte Figuren, die dafür sorgen, dass Disney sich laut Interbrand auf Rang 13 der wertvollsten Marken der Welt befindet.

Aber auch in der Filmwelt ist das US-Unternehmen bestens aufgestellt. Unter den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten (nach Einspielergbnissen) befinden sich fünf aus dem Hause Disney, darunter zum Beispiel Star Wars: Das Erwachen der Macht oder Die Eiskönigin – Völlig unverfroren.

Das Wachstum im Filmsegment und der davon profitierende Verkauf von zugehörigen Merchandising-Artikeln hat dem Unternehmen in den letzten Jahren stark steigende Dividendenzahlungen ermöglicht.

Quelle: finanzen.net

Quelle: finanzen.net

Trotz all dieser Qualität waren die letzten 12 Monate nicht besonders erfreulich für Disney-Aktionäre, seit November 2015 ist der Kurs um 17,7 % gefallen (Stand: 16.11.2016).

Auch die derzeit überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite zeigt, dass Disney-Aktien momentan günstiger sind als in den Jahren zuvor.

aktuelle Dividendenrendite 1,8 %
ø-Rendite in den letzten 5 Jahren 1,2 %

Quelle: finanzen.net / Stand: 17.11.2016

Ich glaube, dass Disney trotz gesunkener Abonnentenzahlen in der Kabelsparte nichts von seiner Qualität verloren hat. Daher könnte es sich bei diesem Absturz um eine übertriebene Reaktion der Börse handeln.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Nike. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Alphabet (A-Anteile), Baidu, Nike und Walt Disney.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Themen: DIV, Aktien, KGV, Dividende


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