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Gold erholt sich – Wie geht es weiter?
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Gold erholt sich – Wie geht es weiter?

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
02.12.2016, 08:30  |  674   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt wurden die Anleger am Donnerstag im Vorfeld des am Sonntag stattfindenden Verfassungsreferendums in Italien zunehmend nervös. Viele Marktteilnehmer befürchten Verwerfungen an den Finanzmärkten in der kommenden Woche, sollten die Italiener – wie Umfragen nahelegen – für ein “Nein” zur Senats-Reform stimmen. Der DAX schloss in einem nachrichtenarmen Umfeld 0,99 Prozent tiefer bei 10.534 Punkten. MDAX und TecDAX gaben um 1,11 beziehungsweise 1,24 Prozent nach. Der Abverkauf war breit angelegt. Unter den 110 größten Werten gab es 19 Gewinner und 91 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 71 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 93,4 Millionen Aktien im Wert von 3,36 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,55). Die einzigen beiden Sektoren im Plus waren Banken und Rohstoffwerte. Die deutlichsten Verluste verbuchten Immobilienwerte, Versorger und Technologiewerte. Den Spitzenplatz im DAX belegte die Commerzbank-Aktie mit einem Aufschlag von 2,29 Prozent, gefolgt von der Deutschen Bank mit plus 1,81 Prozent. Lufthansa notierte dahinter mit einem Zugewinn von 0,57 Prozent. Vonovia büßte am DAX-Ende 3,26 Prozent ein. Deutsche Börse fiel um 2,67 Prozent, Merck gab um 2,29 Prozent nach. Nach Börsenschluss brach die Aktie von SLM Solutions nach der Kappung der Umsatzprognose für 2016 um rund 9 Prozent ein.

An der Wall Street boten die Indizes ein uneinheitliches Bild. Der Dow Jones Industrial verbesserte sich um 0,35 Prozent auf 19.192 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 1,59 Prozent abwärts auf 4.734 Zähler. An der NYSE konnten lediglich 37 Prozent der Werte zulegen. Das Abwärtsvolumen lag bei 51 Prozent. 237 neuen 52-Wochen-Hochs standen 120 neue Tiefs gegenüber. Mit weitem Abstand stärkster Sektor waren Finanzwerte, gefolgt von Industrietiteln und Energiewerten. Die deutlichsten Verluste waren bei Technologiewerten, Immobilienwerten und Versorgern zu beobachten. Spitzenreiter im Dow waren Goldman Sachs (+3,34%), General Electric (+2,04%) und JP Morgan (+2,02%). Die kräftigsten Einbußen verzeichneten Intel (-2,70%), Visa (-2,44%) und Pfizer (-2,11%). Nach Börsenschluss meldete Starbucks, dass der CEO im kommenden Jahr von seinem Posten zurücktreten wird, was der Aktie einen nachbörslichen Verlust von rund 3 Prozent einbrachte.

Am Währungsmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen deutlich ab. Der Dollar-Index fiel um 0,49 Prozent auf 101,03 Punkte. EUR/USD stieg um 0,54 Prozent auf 1,0647 USD. Im Tagesverlauf handelte das Devisenpaar zwischen 1,0584 USD und 1,0660 USD. Kräftige Zugewinne zeigte der Kanada-Dollar dank der haussierenden Ölpreise. Fest präsentierte sich auch das Pfund Sterling nach Meldungen, wonach Großbritannien erwägt, den Zugang zum europäischen Binnenmarkt durch die Zahlung von Mitgliedsbeiträgen zu erhalten. Auffällige Schwäche zeigte der Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex setzte die Kursrally des Vortages mit einem Plus von 1,81 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 384,05 Punkten fort. Kurstreiber blieben die Preise für Energierohstoffe. Brent-Öl verteuerte sich um 3,74 Prozent auf 53,78 USD. US-Erdgas legte nach Lagerbestandsdaten um 4,47 Prozent auf 3,50 USD zu. Kupfer stieg an der Comex um 0,21 Prozent auf 2,63 USD. Gold notierte nach einem zwischenzeitlichen Rutsch auf ein 10-Monats-Tief gegen Ende des US-Handels kaum verändert bei 1.171 USD (1.099 EUR). Silber und Platin wiesen relative Stärke auf und verteuerten sich um 1,37 beziehungsweise 0,60 Prozent. Bei Palladium kam es hingegen nach der jüngsten Rally zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Das Metall verbilligte sich um 2,32 Prozent auf 753,75 USD.

Am Rentenmarkt setzte sich die Renditerally aufgrund weiter zunehmender Inflationserwartungen fort. Die Umlaufrendite sprang um acht Basispunkte auf 0,09 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um neun Basispunkte auf 0,37 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future sackte um 0,67 Prozent auf 159,79 Punkte ab und befindet sich damit wieder in Rufweite zum Mitte November markierten 6-Monats-Tief bei 159,14 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes haussierte um acht Basispunkte auf ein 18-Monats-Hoch bei 2,45 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,56 Prozent auf 135,51 Punkte. Besonders deutliche Abschläge zeigten der Hang Seng Index und der Shanghai Composite. Für den Nikkei 225 ging es aufgrund eines festeren Yen um überdurchschnittliche rund 0,8 Prozent abwärts.

Heute richtet sich der Anlegerfokus auf die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den November. Analysten erwarten im Schnitt einen Beschäftigungsaufbau außerhalb der Landwirtschaft um 180.000 Stellen (Vormonat: 161.000). Die Arbeitslosenquote wird bei unveränderten 4,9 Prozent prognostiziert.

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