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Ausführliche Analyse Gold massiv unter Druck - das sind die Gründe!

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20.12.2016, 16:31  |  8079   |   |   

 

Während sich die EZB am 8. Dezember 2016 für dieFortführung der expansiven Geldpoltik entschieden hat, erfolgte durch die FED um Janet Yellen am 14. Dezember 2016 der nächste Schritt hin zur Begrenzung des billigen Geldes. So wurde der US-amerikanischen Leitzins auf das Niveau zwischen 0,5 Prozentpunkte und 0,75 Prozentpunkte angehoben. Als Resultat waren in der vergangenen Woche starke Bewegungen im Dollar sowie im Goldpreis zu beobachten: Der Dollar-Index markierte ein 14-Jahres-Hoch, während der Goldpreis mit 1.123 US-Dollar den tiefsten Stand steit 10 Monaten erreichte. Für Anleger kann das Edelmetall gerade jetzt interessant sein.

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Der Goldpreis hatte nach Ausbildung eines bedeutenden Bodens im Januar/Februar bei 1.046 USD eine Rally bis 1.375 USD gestartet. Dieser Kursschub wird seit Juli korrigiert. Nach einer ersten Abwärtswelle bis 1.241 USD kam es zu einer Erholung bis 1.337 USD. Im Rahmen der zweiten Abwärtswelle verletzte die Notierung im ersten Dezember-Drittel die wichtige Supportzone bei 1.171 USD, womit sich eine deutlichere Eintrübung des mittelfristigen Chartbildes ergab. Das hieraus resultierende nächste Abwärtsziel lautete 1.113-1.124 USD und wurde schließlich am vergangenen Donnerstag erreicht.

Ausgehend vom Verlaufstief bei 1.123 USD befindet sich Gold nun im Erholungsmodus. Das kurzfristig extrem pessimistische Sentiment und die deutlich überverkaufte Lage in den markttechnischen Indikatoren unterstützen das Erholungsszenario. Verlässliche Anzeichen einer mittelfristigen Bodenbildung lassen sich indes noch nicht erkennen. Das potenzielle Erholungsziel lautet 1.165-1.180 USD. Erst mit einer nachhaltigen Überwindung dieser Zone und anschließend der Hürde bei 1.198-1.205 USD ergäbe sich eine signifikante Aufhellung des mittelfristigen Bildes. Darunter muss zumindest mit einem erneuten ernsthaften Test der Zone 1.113-1.124 USD gerechnet werden. Sollte diese Zone nachhaltig verletzt werden, rückt perspektivisch das Tief bei 1.046 USD in den charttechnischen Fokus. Zwischengeschaltet befindet sich lediglich bei 1.071-1.089 USD eine untergeordnete Supportzone.

Produktideen: Classic Turbos
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE4QBQ Bull Gold Hebel 13,8
CE4QBV Bear Gold Hebel 8,9

Rekordlange Verluststrecke

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Gold stieg zum Wochenauftakt auf 1.140 USD je Feinunze und setzte damit zunächstdie am Freitag begonnene Preiserholung fort. Auch in Euro gerechnet verteuerte es sich etwas auf 1.090 EUR je Feinunze. Unterstützung erhielt Gold von leicht rückläufigen Anleiherenditen und einem marginal schwächeren US-Dollar. Auch könnten einige Marktteilnehmer das niedrige Preisniveau zu Käufen genutzt haben, zumal Gold aus technischer Sicht überverkauft ist.

In der Woche zum 13. Dezember hatten sich die spekulativen Finanzinvestoren bei Gold laut CFTC-Statistik nochmals deutlich zurückgezogen. Sie hatten ihre Netto-Long-Positionen um 17% auf 68,7 Tsd. Kontrakte reduziert, den niedrigsten Stand seit Anfang Februar. Seit Beginn des Rückzugs der spekulativen Finanzanleger vor fünf Wochen wurden die Netto-Long-Positionen um 60% abgebaut. Der Goldpreis war in dieser Zeit um gut 9% gefallen. Da der Goldpreis nach dem Stichtag nochmals deutlich nachgab, dürften die Netto-Long-Positionen seither weiter abgebaut worden sein. Auch bei den Gold-ETFs setzten sich die Abflüsse bis zuletzt fort. Am Freitag wurden die Bestände den 26. Handelstag in Folge abgebaut – diesmal um 7,4 Tonnen. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs insgesamt liegen damit erstmals seit Anfang Juni wieder unter 1.800 Tonnen.

Gold neigt heute Morgen (20. Dezember 2016) zur Schwäche und fällt auf gut 1.130 USD je Feinunze. Die Gold-ETFs haben gestern den 27. Handelstag in Folge Abflüsse verzeichnet (9,4 Tonnen) und damit die rekordlange Verluststrecke aus dem Frühjahr 2013 eingestellt. Seit Beginn der Abflüsse am 10. November wurden die Bestände um 214 Tonnen abgebaut. Das ist sogar etwas mehr als es im Frühjahr 2013 an Abflüssen gab. Silber wird von Gold mit nach unten gezogen und handelt am Morgen wieder unter 16 USD je Feinunze.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE698X Bull Gold Hebel 10,7
CE4K0S Bear Gold Hebel 6,1

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Anouch Wilhelms ist Derivate-Experte bei der Commerzbank und in diesem Bereich mehr als 12 Jahre tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt und Madrid und startete direkt nach dem Studium bei der Commerzbank in Frankfurt im Bereich Aktien und Rohstoffe. Heute ist er Spezialist für strukturierte Wertpapiere. Anouch Wilhelms ist als Derivate-Experte der Commerzbank regelmäßig Gast im TV (z.B. n-tv Telebörse) und schreibt regelmäßig Gastbeitrage in Tageszeitungen und Fachmagazinen. Außerdem moderiert er die Sendung ideasTV.

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Kommentare

Wenn Derivate Heinis der Banken und Banker sich äussern, darf man getrost von eiinen Betrugsversuch ausgehen.

Mit keinem Wort wird hier die totale Wertlosigkeit der Derivate angesprochen und die Betrugsmasche die in Derivaten implementiert ist.

Wer jetzt auch noch den Unsinn von Bankern als vermeintlichen "Experten" glaubt wird am Ende alles verlieren.

Finger weg von Derivaten - erst recht von jenen der Commerzbank und anderer Banken. Derivate sind nichts anderes als Vermögensvernichtungsinstrumente, welche die Ersparniss der Masse in die Taschen der Finanzmafia umverteilen sollen.

Bemerkenswert ist, dass diesen sogenannten "Experten" immer noch massenhaft Anleger auf den Leim gehen und diese sich ins Fäustchen lachen. Das schlimme ist, dass die Gesellschaft und die Steuerzahler solcherlei Gestalten aus der Finanzwelt noch durchfüttert anstatt die Banken einfach pleite gehen zu lassen, was mit Abstand die beste Lösung wäre.

Keine Bank ist systemrelevant - keine einzige...

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Anouch Wilhelms ist Derivate-Experte bei der Commerzbank und in diesem Bereich mehr als 12 Jahre tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt und Madrid und startete direkt nach dem Studium bei der Commerzbank in Frankfurt im Bereich Aktien und Rohstoffe. Heute ist er Spezialist für strukturierte Wertpapiere. Anouch Wilhelms ist als Derivate-Experte der Commerzbank regelmäßig Gast im TV (z.B. n-tv Telebörse) und schreibt regelmäßig Gastbeitrage in Tageszeitungen und Fachmagazinen. Außerdem moderiert er die Sendung ideasTV.

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