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Marktüberblick: Lufthansa im Sinkflug
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Marktüberblick Lufthansa im Sinkflug

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
29.12.2016, 08:20  |  546   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete zur Wochenmitte nach einem impulslosen, nachrichtenarmen und umsatzschwachen Handel leichte Zugewinne. Der DAX schloss 0,02 Prozent beziehungsweise 3 Punkte höher bei 11.475 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,06 respektive 0,09 Prozent vor. Unter den 110 größten Werten gab es 54 Gewinner und 55 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 73 Prozent deutlich. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 47,1 Millionen Aktien im Wert von 1,65 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,15). Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte, gefolgt von Einzelhandelswerten und Konsumwerten. Die größten Verluste verbuchten Medienwerte, Immobilienwerte und Transportwerte. Adidas belegte nachrichtenlos die DAX-Spitze mit einem Aufschlag von 1,16 Prozent. Händler verwiesen auf das berüchtigte Window-Dressing zum Jahresende, nachdem die Aktie des fränkischen Sportartikelherstellers im Jahr 2016 die mit Abstand größten Gewinne aller DAX-Werte einfahren konnte. ThyssenKrupp verbesserte sich
in einem positiven Branchenumfeld um 1,08 Prozent. Linde verteuerte sich um 0,57 Prozent. Die rote DAX-Laterne hielt Lufthansa mit minus 2,48 Prozent. Der Konzern dürfte unter den zuletzt deutlich gestiegenen Ölpreisen zu leiden haben.
An der Wall Street kam es zu deutlicheren Gewinnmitnahmen. Etwas auf der Stimmung lasteten schwächer als erwartete Daten zum US-Immobilienmarkt. Der Dow Jones Industrial schloss 0,55 Prozent tiefer bei 19.843 Punkten. Der Nasdaq 100 endete mit einem Abschlag von 0,79 Prozent auf 4.926 Punkte. 71 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 79 Prozent. 80 neuen 52-Wochen-Hochs standen 39 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren wiesen rote Vorzeichen auf. Am deutlichsten abwärts ging es
mit Energiewerten und Industriewerten. Als einziger Gewinner im Dow rückte Travelers um 0,08 Prozent vor. Die Verliererliste wurde angeführt von Caterpillar (-1,48%), gefolgt von Intel (-1,18%) und Boeing (-0,87%).
Am Währungsmarkt legte der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenbacks gegenüber einem Korb aus sechs anderen Devisen abbildet, bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,20 Prozent auf 103,25 Punkte zu. Vom Tageshoch bei 103,63 Punkten, wo er das in der Vorwoche markierte 14-Jahres-Hoch erneut testete, kam der Index damit jedoch deutlich zurück. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. EUR/USD fiel um 0,38 Prozent auf 1,0415 USD. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen einem
Wochentief bei 1,0372 USD und einem Wochenhoch bei 1,0480 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fielen Yen und Kanada-Dollar mit Stärke und das Pfund Sterling mit Schwäche auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,15 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 398,80 Punkten zu. Brent-Öl notierte am Abend 0,14 Prozent höher bei 56,17 USD. Im heutigen asiatischen Handel kam mit Blick auf die Veröffentlichung der US-Lagerbestandsdaten durch API etwas Abwärtsdruck auf. Laut API stiegen die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 4,2 Millionen Barrel. Experten hatten hingegen im Schnitt mit einem Rückgang um 2,1 Millionen Barrel gerechnet. Heute Nachmittag veröffentlicht das USEnergieministerium die offiziellen Daten. Der Preis für US-Erdgas zur Lieferung im Februar stieg um 2,47 Prozent auf ein 2-Jahres-Hoch bei 3,86 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,44 Prozent auf 2,50 USD. Gold notierte 0,36 Prozent fester bei 1.143 USD (1.098 EUR). Silber legte um 0,63 Prozent auf 16,09 USD zu. Platin und Palladium verloren 0,52 beziehungsweise 1,03 Prozent.
Am Rentenmarkt setzte sich der Aufwärtstrend der Staatsanleihenkurse beziehungsweise der Abwärtstrend in den Renditen fort. Die Umlaufrendite fiel um drei Basispunkte auf minus 0,03 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf ein Monatstief bei 0,21 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,09 Prozent auf ein Monatshoch bei 164,22 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um sechs Basispunkte auf 2,51 Prozent ab.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh bei geringen Umsätzen uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,15 Prozent tiefer bei 134,33 Punkten. Der Nikkei 225 verlor belastet vom festeren Yen rund 1,5 Prozent. Die Toshiba-Aktie setzte ihren massiven Ausverkauf, der von Problemen in der Atomkraftwerkssparte ausgelöst wurde, nach einem Rating-Downgrade von Moody’s und S&P fort und verlor zuletzt rund 17 Prozent. Um rund 17 Prozent aufwärts ging es hingegen mit der Takata-Aktie nach einem Bericht,
wonach der angeschlagene Airbag-Hersteller vor einer Einigung mit den US-Behörden im Skandal um defekte Airbags stehe.
Heute bleibt die Nachrichtenlage dünn. Im Fokus stehen die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe. Experten erwarten im Schnitt 265.000 Anträge nach 275.000 in der Woche zuvor.

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE4HP2 BEST Turbo Bull Lufthansa Hebel 7,8
CD4NBU BEST Turbo Bear Lufthansa Hebel7,4

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