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3 Dinge, die du unbedingt über das Internet der Dinge wissen solltest

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.01.2017, 11:38  |  368   |   |   

Es ist immer leicht, bei neuen Trends skeptisch zu sein. Jede neue Technologie wird als die nächste große Sache angekündigt. Da fragen sich die Verbraucher und die Investoren natürlich, welche neue Sache die nächste große Sache sein wird und warum es so einen Hype darum gibt.

Ich verstehe, warum die Investoren in Bezug auf das Internet der Dinge (Internet of Things = IoT) skeptisch sind, obwohl ich glaube, dass es wirklich eines der größten Dinge und aktuell eines der besten Jahre ist, um in diesen Markt zu investieren. Aber wenn du Zweifel daran hast oder dir Sorgen machst, dass das Internet der Dinge diesen Hype nicht erfüllen kann, oder dass es nur eine kurzfristige Sache ist, dann lies nur weiter. Im Folgenden möchte ich dir erklären, was das IoT ist und was noch viel wichtiger ist, was es nicht ist.

Das IoT ist ein technologisches Umdenken, kein Trend

Das Internet der Dinge ist eine neue Möglichkeit, Kommunikation zwischen Geräten, Computern und Industrieanlagen herzustellen. Das erlaubt uns, Daten von den Dingen um uns herum zu sammeln und mit diesen Geräten auf eine komplette neue Art zu interagieren.

Das allein ist schon mal ein großes Versprechen, daher möchte ich dir ein Beispiel geben. General Electric (WKN:851144) benutzt bereits Sensoren und Analysesoftware in Jet-Motoren, damit das Equipment miteinander kommunizieren kann. So kann man immer verfolgen, wie ein Motor benutzt wird und man kann sogar vorhersehen, wann das Wartungsintervall fällig wird, bevor etwas kaputt geht.

Die Sensoren von GE und die Software haben festgestellt, dass Flugzeugmotoren im Nahen Osten und in China manchmal wenig effizient sind, weil sie schneller verschmutzen. Basierend auf diesen Erkenntnissen empfahl das Unternehmen eine einfache Lösung: die Motoren öfter reinigen, um den Reparaturbedarf zu verringern. Das Ergebnis dieser Analyseprogramme hilft nicht nur Probleme zu lösen, sondern sie hilft auch den Motor-Kunden von GE etwa 7 Millionen US-Dollar jährlich zu sparen, indem der Treibstoffverbrauch verringert wird und sich die Lebensdauer der Motoren erhöht.

Trends im Technologiebereich sind nur Präferenzen, die die Hersteller von Geräten oder Kunden gerade haben. Zum Beispiel möchten die Leute vielleicht ein größeres Smartphone anstatt eines mit einem kleineren Bildschirm. Aber ein technologisches Umdenken wie das IoT verändert, wie Unternehmen arbeiten.

Es geht primär um den Markt für Unternehmen, nicht um Verbraucherelektronik

Dank der Anwendung für das Smart Home wie Echo von Amazon und Google Home, wie auch Wearables wie die Apple Watch, ist es leichter zu verstehen, warum einige Leute glauben, beim IoT würde es sich vor allem um Verbraucherelektronik handeln. Aber in Wirklichkeit kommt das ganze Wachstum aus dem Unternehmensmarkt.

Laut BI Intelligence wird der Unternehmensmarkt etwa 40 % aller 23,3 Milliarden IoT-Geräte bis 2019 ausmachen. Der Unternehmensmarkt wird das größte aller IoT-Segmente sein, gefolgt von Home (Verbraucher) und Regierung.

Verizon Communications (WKN:868402) ist hierfür ein gutes Beispiel. Die sogenannten Gadgets werden natürlich zum Wachstum beim IoT führen, Verizon verkauft aber neue Netzwerkdienste an Unternehmen und Regierungen, die neue IoT-Systeme online bringen wollen. Smarte Städte werden mit Smog-Sensoren und Straßenlaternen ausgestattet sein, die miteinander verbunden sind. Unternehmen mit einem großen Fuhrpark werden Netzwerkverbindungen für die IoT-Geräte brauchen, die Lieferungen und Fahrzeuge verfolgen.

Verizon bietet schon jetzt IoT-Dienste an und im letzten Quartal wuchsen die Umsätze um 24 % auf 217 Millionen US-Dollar. Das ist ein kleiner Prozentsatz der Gesamtumsätze, aber wenn die Zahl der IoT-Geräte wächst, dann werden auch die Umsätze von Verizon steigen.

Das IoT kommt nicht, es ist schon da

Zwei Fakten, die ich oft in diesem Zusammenhang anführe, sind, dass das IoT 7,1 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2020 wert sein wird und dass es etwas 50 Milliarden IoT-Geräte zu diesem Zeitpunkt geben wird. Aber da es ja noch drei Jahre bis dahin sind, kann es einem noch etwas ungreifbar erscheinen.

Daher möchte ich dir ein paar Beispiele nennen, die beweisen, dass das IoT nicht nur ein Hirngespinst ist, sondern ein konkreter Markt, der jetzt gerade ausgebaut wird.

Deere & Company (WKN:850866) ist ein führendes Unternehmen im Agrarbereich, weil das Unternehmen IoT-Technologie in seine Maschinen einbaut oder es als Erweiterung für ältere Modelle anbietet. Einige der Traktoren sind auch mit Sensoren und WiFi ausgestattet und können zurückverfolgen, wo die Saat angebaut wurde, wie weit die Samen voneinander entfernt platziert wurden und sie können sogar den Druck messen, mit dem sie in den Boden gedrückt wurden – und das alles über eine iPad-App.

Deere ermöglicht es den Landwirten auch die Daten der entsprechenden Felder in einem Cloud-Dienst zu speichern. So kann man zurückverfolgen, wie gut die Maschinen ihre Arbeit verrichten. Das Unternehmen bietet auch autonomes Fahren bei einigen der Traktoren, die die Software und Sensoren benutzen, um präzise anzupflanzen. An dieser Stelle sollten wir eines nicht vergessen: Das ist keine hypothetische Anwendung des IoT; diese Sensoren, Verbindungen und Analyse-Software kommen in der Agrarindustrie bereits zum Tragen.

Dann gibt es noch die Automobilindustrie. Vernetzte Autos sind jetzt schon einen Teil des IoT und Qualcomm (WKN:883121) ist hierbei ein führendes Unternehmen. Die Chips von Qualcomm erlauben es Autos, Updates über die Luft zu erhalten und telematische Daten zu sammeln, die dann von Händlern und Besitzern genutzt werden können. Darüber hinaus können Fahrzeuge auch mit anderen Fahrzeugen und mit der Infrastruktur um sie herum kommunizieren.

Qualcomm hat seine Position gestärkt, als es vor kurzem NXP Semiconductors (WKN:A1C5WJ) für 39 Milliarden US-Dollar gekauft hat. NXP ist ein führendes Unternehmen im Halbleiterbereich und entwickelt seine eigene halbautonome Fahr-Software. Mit dieser Technologie könnte Qualcomm zum Marktführer im Bereich vernetzte Autos werden, indem das Unternehmen sowohl die Chips als auch einen Teil der Software für halbautonome Fahrzeuge liefert.

Aber natürlich sich wird das IoT nicht nur auf den Agrarbereich und den Automobilbereich konzentrieren. Die Industrie, der Gesundheitssektor und der Energiesektor (und noch viele mehr) profitieren jetzt schon davon.

Das IoT ist also nicht nur ein Hype für neue Technologien und es ist auch keine hypothetische Situation. Unternehmen aus allen großen Sektoren setzen diese Technologie bereits heute um, um ihren Betrieb zu verbessern und um neue Dienste zu schaffen, die vorher nicht existierten. Diese Unternehmen glauben schon jetzt fest an das IoT, und ihre Investoren sollten das auch tun.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Apple und Qualcomm. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple. The Motley Fool besitzt General Electric. The Motley Fool empfiehlt NXP Semiconductors und Verizon Communications.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und wurde am 12.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Verizon Communications, Deere, General Electric, Qualcomm, NXP Semiconductors

Themen: Dollar, Internet, WKN


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