DAX-0,08 % EUR/USD-0,03 % Gold+0,13 % Öl (Brent)+0,73 %

Crash voraus!! Ausverkauf beginnt: Ungenaue Prognosen und Flucht in Edelmetalle...

13.02.2017, 16:53  |  8143   |   |   

...sind das Anzeichen für einen Ausverkauf an den Aktienmärkten? Die steigenden Preise der Edelmetalle sprechen eine deutliche Sprache, denn die erste Trump-Rally im November könnte die letzte optimistische Phase gewesen sein.

Dies- und jenseits des Atlantiks ziehen dunkle Wolken über dem Aktienmarkt auf. Negative Einschätzungen und Prognosen werfen weite Schatten voraus. Der Dax verzeichnete im Januar auf Monatssicht nur einen Anstieg um 0,5 Prozent, siehe hier.

2016: Dax-Unternehmen korrigierten sich

Auch bei den Dax-Konzernen nimmt die Unbeständigkeit zu. Immerhin 24-mal mussten 19 der 30 größten deutschen Dax-Unternehmen ihre Prognosen 2016 korrigieren - der Höchststand seit 2011 ("FNP").

Der EY-Börsenexperte Martin Steinbach sagte in einem Interview: "Es ist derzeit enorm schwer, belastbare Prognosen abzugeben. Die Verunsicherung am Markt zeigt sich auch darin, dass die Unternehmen sehr vorsichtig mit Ausblicken sind, weshalb auch mehr Unternehmen ihre Prognosen übertreffen als verpassen", so Steinbach ("FNP"). Dieses Verhalten deute daraufhin, dass die Risiken eher hoch bewertet werden - auch vor dem Hintergrund, dass die Aktienkurse relativ stark auf Gewinnwarnungen reagieren. In wirklich stabilen Zeiten müssten Vorhersagen der größten deutschen Aktiengesellschaften mit einer größeren Treffsicherheit eintreten.

Generalabsicherung: Gold und Silber

Dass die Aktienmärkte eigentlich schon stärker zucken müssten, zeigen die steigenden Preise für Edelmetalle. In Zeiten wachsender Unsicherheiten, schichten viele Investoren ihr Vermögen in Gold um.

Unmittelbar nach der Trump-Wahl fiel der Preis für Gold dramatisch. Gut einen Monat später - nachdem die Euphorie sich abgeschwächt hatte - drehte sich der Kurs für die Feinunze auf dem Absatz um und stieg von 1.122 Euro (15.12.2016) auf 1.244 Euro (8.02.2017) an. Ähnliches lässt sich für Silber beobachten.

Der Preis je Feinunze Silber lag bei 15,69 Euro (23.12 2016) und kletterte in den nächsten Wochen auf 17,89 Euro (10.02.2017). Somit zeigt die Silberperformance eine ähnliche Bewegung wie Gold.

Die zügigen Aufwärtsbewegungen und das eindeutige Verlassen der Talsohle bei Gold und Silber deuten darauf hin, dass die Unsicherheit zunimmt. Dies könnte als wichtiger Hinweis gelten, dass die Sorgen bei Anlegern zumindest teilweise größer werden. 

    

 

 

 

Wertpapier: Gold, Silber


Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Jetzt wird sogar die Tatsache, das Unternehmen ihre Gewinnprognosen
nach oben korrigieren statt nach unten als Kriterium für einen baldigen
Crash herangezogen.
Also ehrlich gesagt, mir ist es lieber, wenn eine AG ihre Prognose übertrifft
als dass sie darunter bleibt.
Crash hin oder her.
Vielleicht sollt eman auch den Hedgefonds das Handwerk legen,
vielleicht bleibt dann der Crash ganz aus, denn diese Krisengewinnler
verstärken den Crash in der Regel auf ein Maß, das ohne Hedgefonds so
nie aufgetreten wäre.

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel