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Air Berlin und Lufthansa – Bruchlandung und Höhenflug

Gastautor: Daniel Saurenz
21.03.2017, 07:00  |  1033   |   |   

Lufthansa_0615Nachdem wir bereits einen Blick auf die deutsche Luftfahrtbranche geworfen und gezeigt haben, mit welche Chancen und Risiken die beiden großen deutschen Unternehmen Lufthansa und Air Berlin konfrontiert werden, werfen wir heute einen Blick auf die Börsendaten. Wie völlig gegensätzlich Investoren die Perspektiven von Lufthansa und Air Berlin einschätzen, zeigt die Kursentwicklung der beiden Aktien unmissverständlich an.

Während die Lufthansa-Aktie nach der erfolgreichen Einigung mit der Pilotengewerkschaft Cockpit mit Kursen um die 15 Euro abgehoben hat, wodurch der Börsenwert auf mehr als 6,5 Mrd. Euro gestiegen ist, hat der jahrelange Sinkflug des Papiers von Air Berlin den Börsenwert auf nur mehr 65 Mio. Euro gedrückt. Die Lufthansa hat sich dem Air-Berlin-Großaktionär Etihad – Etihad hält 29 Prozent an Air Berlin – angenähert und übernimmt ein Leasing-Geschäft über 38 Jets und damit mehr als ein Viertel der bisherigen Flotte von Air Berlin.

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Airbus_Lufthansa_TotalDer sechsjährige Vertrag hat ein Volumen von 1,2 Mrd. Euro. Zudem arbeitet die Lufthansa mit Etihad zusammen. So werden Etihad-Flugzeuge an 16 Flughäfen außerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate durch die Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs mit Essen versorgt. Der Bordverpflegungsvertrag läuft vier Jahre. Künftig wollen die Partner auch bei der Flugzeugwartung zusammenarbeiten, einschließlich Air Berlin und der Etihad-Beteiligung Alitalia.

Gespannt warten Investoren auf die Vorlage der 2016er-Geschäftsergebnisse der Lufthansa am 16. März. Das Management hatte im Januar die Prognose für 2016 bestätigt, obwohl die Einsparungen bei den Spritkosten im vierten Quartal geringer gewesen sein sollen als ursprünglich geplant. Zudem hatte das Management angekündigt, dass wegen der gestiegenen Ölpreise die Treibstoffkosten im Jahr 2017 um 400 Mio. Euro zulegen würden.

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Hingegen will sich der neue Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann mit den verbleibenden 75 Flugzeugen auf die Drehkreuze Berlin und Düsseldorf konzentrieren und das Langstreckengeschäft. Das Touristikgeschäft inklusive den Mallorca-Strecken soll nach der Trennung von der österreichischen Tochter Niki in ein Bündnis mit dem Tui-Ferienflieger Tuifly eingebracht werden. Der Deal dürfte allerdings frühestens im Herbst umgesetzt werden. Air Berlin wird die 2016er-Geschäftsergebnisse am 27. April vorlegen.

Aktienkurs Lufthansa auf ein Jahr in Euro

Aktienkurs Lufthansa auf ein Jahr in Euro

Wie könnte es mit den Aktien weitergehen? In den vergangenen Jahren hat es sich häufig gelohnt, die Lufthansa-Aktie bei 11 Euro zu kaufen und sie bei 15 Euro zu verkaufen. Bei Kursen von aktuell knapp 15 Euro hätte das Papier somit nicht mehr viel Potenzial, allerdings ist die Aktie mit einem 2017er-KGV von 6,7 die zweitgünstigste im DAX ist (Volkswagen KGV 6,4). Hingegen könnte der Sinkflug des Air-Berlin-Papiers in einer Bruchlandung enden.

Damit Sie als Anleger nicht ebenfalls eine Bruchlandung erleiden, empfehlen wir Ihnen stets up-to-date zu bleiben, zum Beispiel mit Hilfe des News-Bereichs der DZ-Bank.

 

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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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