DAX-0,05 % EUR/USD+0,20 % Gold+0,28 % Öl (Brent)-0,32 %
Marktüberblick: EUR/USD testet Trendlinie
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Marktüberblick EUR/USD testet Trendlinie

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
10.04.2017, 08:15  |  475   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenschluss die zwischenzeitliche Belastung durch den in der Nacht zum Freitag erfolgten US-Militärschlag in Syrien sowie durch einen zum Teil schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht abschütteln. Der DAX schloss 0,04 Prozent tiefer bei 12.225 Punkten und damit deutlich erholt vom Tagestief bei 12.119 Punkten. Auf Wochensicht gab das Aktienbarometer um 0,71 Prozent nach. Der MDAX verzeichnete am Berichtstag einen Zugewinn von 0,38 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 24.202 Punkten. Für den TecDAX ging es um 0,58 Prozent nach oben auf 2.046 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 69 Gewinner (63%) und 40 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte jedoch mit 64 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 74,1 Millionen Aktien im Wert von 2,77 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,27). Stärkste Sektoren waren Bau, Immobilien und Versorger. Die deutlichsten Verluste verbuchten Transportwerte, Banken und Versicherungen. An der DAX-Spitze ging es für HeidelbergCement nachrichtenlos um 1,12 Prozent nach oben. Adidas und E.ON kletterten um 0,96 beziehungsweise 0,51 Prozent. Am anderen Indexende gab Lufthansa belastet von der geopolitischen Lage und steigenden Ölpreisen um 2,16 Prozent nach. Deutsche Bank und Commerzbank büßten 0,95 und 0,93 Prozent ein. Im MDAX ging es für Hella nach den Geschäftszahlen vom Vortag um 2,69 Prozent nach oben. Washtec haussierte im SDAX nach Anhebung der Jahresprognose um 4,88 Prozent.

An der Wall Street gingen die Indizes mit marginalen Abschlägen aus dem Handel. In der weltgrößten Volkswirtschaft wurden im März lediglich 98.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Die Konsensschätzung hatte auf ein Plus von 175.000 gelautet. Ferner wurden die Angaben für die beiden Vormonate um insgesamt 38.000 nach unten revidiert. Die separat erhobene Arbeitslosenquote gab hingegen auf 4,5 Prozent nach. Hier hatten Experten im Schnitt einen unveränderten Stand von 4,7 Prozent erwartet. Der Dow Jones endete 0,03 Prozent tiefer bei 20.656 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 0,04 Prozent auf 5.418 Zähler. 51 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. 72 neue 52-Wochen-Hochs standen elf neuen Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter und Healthcare. Die deutlichsten Abgaben zeigten Versorger und Finanzwerte.

Am Devisenmarkt litt der US-Dollar nur kurzzeitig unter dem zum Teil schwächer als erwarteten Arbeitsmarktbericht. Der Dollar-Index, der die Entwicklung der Weltleitwährung gegenüber einem Korb aus sechs anderen wichtigen Währungen abbildet, notierte zum Schluss 0,41 Prozent höher auf einem 3-Wochen-Hoch bei 101,13 Punkten. Unter den Hauptwährungen präsentierte sich lediglich der Kanada-Dollar dank steigender Ölpreise fester. EUR/USD gab um 0,52 Prozent auf ein 4-Wochen-Tief bei 1,0588 USD nach. Charttechnisch wurde eine mehrtägige Konsolidierung aufgelöst und die 100-Tage-Linie verletzt. Nun steht die Aufwärtstrendlinie vom am 3. Januar markierten Jahrestief zur Disposition. Schwächste Hauptwährung war das Pfund Sterling nach schwachen Daten zur britischen Industrieproduktion.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte trotz des festeren Greenback um 0,60 Prozent auf ein 4-Wochen-Hoch bei 395,19 Punkten zu. Brent-Öl verteuerte sich um 0,64 Prozent auf 55,24 USD. Zwischenzeitlich hatte die Anspannung der geopolitischen Situation die Notierung auf ein 4-Wochen-Hoch bei 56,08 USD befördert. Der Preis für US-Erdgas notierte 2,10 Prozent tiefer bei 3,26 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,41 Prozent auf 2,65 USD. Gold schloss 0,32 Prozent fester bei 1.257 USD (1.185 EUR) und damit deutlich unterhalb des im Tagesverlauf gesehenen 5-Monats-Hochs bei 1.271 USD. Der zwischenzeitliche Ausbruch über die 200-Tage-Linie erwies sich als Bullenfalle. Platin stieg um 0,39 Prozent auf 962,60 USD. Silber und Palladium gaben um 0,52 beziehungsweise 0,05 Prozent nach.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,05 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um drei Basispunkte auf 0,23 Prozent. Zwischenzeitlich markierte sie ein 5-Wochen-Tief bei 0,22 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,07 Prozent auf 162,60 Punkte. Mit dem im Tagesverlauf markierten Kontrakthoch bei 163,05 Punkten wurde der wichtige Widerstand bei 163,24 Punkten fast erreicht. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg am Ende um vier Basispunkte auf 2,38 Prozent. In Reaktion auf den US-Militärschlag in Syrien war sie im Tagesverlauf bis auf ein 5-Monats-Tief bei 2,27 Prozent abgesackt und hatte damit kurzzeitig die wichtige Unterstützungszone bei 2,29-2,31 Prozent unterschritten, die das untere Band der seit November etablierten Stauzone bildet.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index pendelte um die Nulllinie und notierte zuletzt 0,15 Prozent schwächer bei 146,25 Punkten. Besonders freundlich präsentierten sich der Nikkei 225 sowie der ASX 200. Die rote Laterne in der Region hielt der koreanische Kospi. Hier belasteten Meldungen über die Verlagerung einer Flotteneinheit der US-Navy in Richtung der koreanischen Halbinsel aufgrund der jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem nordkoreanischen Regime.

Marktbewegende Veröffentlichungen stehen heute nicht auf der Agenda. Von Interesse sind vor allem der sentix-Konjunkturindex, der OECD-Frühindikator sowie eine Rede von Fed-Chefin Yellen nach US-Börsenschluss. Unternehmensseitig präsentiert LVMH die Umsatzzahlen für Q1.

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