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Ist „Sell in May“ die richtige Strategie?

Gastautor: Daniel Saurenz
09.05.2017, 07:00  |  553   |   |   

Börse-Dax-1Mit „Sell in May“ war in diesem Jahr noch kein Gewinn zu erzielen. Ab dem 1. Mai beginnt die statistisch schwächere Jahreshälfte. Natürlich schaltet die Börsenampel nicht per Stichtag von Grün auf Rot um. Ein Blick in den Rückspiegel liefert jedoch wertvolle Hinweise, was Anleger in den kommenden Monaten erwarten können. Wir haben auf Welt.de – hier -  aufgeschrieben, warum sich Absicherung lohnen kann. Zur Saisonalität stellen wir die Analyse des Wellenreiter-Invest vor. Am Dienstag wird Franz-Georg wie gewohnt Saisonalität und Sentiments mit Charttechnik kombinieren.

Dienstag, 09.05, 19:00 Uhr: Kerzen, Trend und Sentiment – das Chart-Webinar – Hier gehts zur Anmeldung…

Das Börsenjahr besteht aus einer starken (November bis April) und einer schwachen (Mai bis Oktober) Jahreshälfte. In unserer Kolumne vom 26. Oktober 2016 wiesen wir auf diesen Umstand hin.

Der Dow Jones Index stieg in der jüngst abgelaufenen November-April-Periode um 15,4 Prozent. Dies bedeutet die siebte November-bis-April-Plus-Periode nacheinander. Seit 1967 endeten 41 der 51 Perioden auf der Plusseite. Acht der zehn roten Balken erklären sich durch Rezessionen: 1969/70, 1973/74, 1982, 2001 und 2008/09. Der Chart zeigt jeweils den Endpunkt einer Winter-Periode (April).

Plus-Ergebnisse oberhalb von zehn Prozent gab es lediglich 1980, 1982, 2003 und 2009. Alle genannten Jahre werden mit dem Ende einer Rezession assoziiert.

Aktuell erholen sich die Märkte ohne eine vorauslaufende Rezession. Damit scheint ein Anstieg von mehr als 10 Prozent von Mai bis Oktober 2017 ausgeschlossen.

Möglich wäre hingegen ein Anstieg bis 10 Prozent oder ein Verlust. Dabei sind die Spielarten durchaus unterschiedlich. Sie reichen von einer schwachen Performance in Perioden frisch gewählter republikanischer Präsidenten (Ausnahme: George Bush der Ältere)…

… bis zum Boom/Bust-Muster der Jahre 1986/87 (folgender Chart).

Dabei schieben sich größere Widerstände in den Markt. Dies betrifft nicht nur den US-Markt in Form des Allzeithochs des Dow Jones Index, sondern auch…

… langfristige Widerstände im Euro Stoxx 50….

… und im Stoxx Europe 600.

Auch wenn der DAX bereits ein neues Allzeithoch markieren konnte, so ist der Kurs-Dax davon noch etwa 6 Prozent entfernt. Nur der KDAX ist mit anderen internationalen Indizes vergleichbar, da der DAX die Dividenden berücksichtigt (=Performance-Index).

Insgesamt sollten sich die Marktteilnehmer darüber im Klaren sein, dass die schwächeren sechs Monate begonnen haben. Gleichzeitig geraten befinden sich US- und europäische Indizes an wichtigen Widerständen. Im Falle eines Verlaufs wie 1987 würde die Party zunächst einmal bis zu einem Spätsommer-Hoch weiterlaufen.

Ein typischer Verlauf für einen frisch gewählten republikanischen Präsidenten würde allerdings ein Mai-Hoch beschreiben, dem fallende Kurse bis Ende September folgen.

 

Robert Rethfeld Wellenreiter-Invest

P.S. Ein kostenloses 14tägiges Schnupperabonnement erhalten Sie unter www.wellenreiter-invest.de



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