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dpa-AFX Überblick UNTERNEHMEN vom 07.06.2011 - 15.30 Uhr

Autor: dpa-AFX
 |  07.06.2011, 15:36  |  225 Aufrufe  |   0  | 
Infineon sieht sich auf Wachstumskurs - Langfristig zweistelliges Umsatzplus

MÜNCHEN - Der Halbleiter-Spezialist Infineon sieht sich nachhaltig im Aufschwung. Der Umsatz solle langfristig um mindestens zehn Prozent pro Jahr steigen. Die operative Marge soll dabei weiter bei 20 Prozent liegen, solange die Märkte normal blieben, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Analystenpräsentation hervorgeht. Infineon-Chef Peter Bauer bekräftigte zudem die Anfang Mai erhöhte Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 (30. September). Demnach soll der Erlös, getragen vom Boom in der Automobilbranche und der hohen Nachfrage aus der Industrie, um ein Fünftel auf knapp vier Milliarden Euro zulegen. Die operative Marge solle dabei von 14,4 Prozent im Geschäftsjahr 2009/10 auf rund 20 Prozent zulegen. Infineon sei zudem weiter finanziell gut gerüstet, um gezielt zuzukaufen. Im Mai hatte er gesagt, dass es keine konkreten Pläne dafür gebe. ´Die Preise sind derzeit hoch.´ Es werde nur gekauft, wenn es wirtschaftlich passe - und den Konzern strategisch ergänze. Infineon hatte sich in den vergangenen Jahren von einigen Geschäften getrennt. Zuletzt hatte der Konzern im vergangenen Jahr seine Handychipsparte an den US-Chipriesen Intel verkauft, um sich auf die drei Geschäftsfelder Auto, Energie und Sicherheit zu konzentrieren.

Kreise: RWE wehrt sich gegen Atom-Abschaltplan der Bundesregierung

BERLIN - Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE fühlt sich durch den Atom-Abschaltplan der Regierung benachteiligt und fordert für den Meiler Gundremmingen B eine Abschaltung erst 2021. Das geht aus einem Brief von RWE-Chef Jürgen Großmann an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, wie die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Berlin erfuhr. RWE verliert durch das vom Kabinett am Montag beschlossene sofortige Aus für acht AKW die beiden Meiler Biblis A und B. Der RWE-Vorstandsvorsitzende argumentiert, die Regierung gehe davon aus, dass alle zugestandenen Reststrommengen bis zu den jeweiligen Abschaltdaten verbraucht werden könnten. Dies sei aber nur bei Auslastung der Anlagen von 91 Prozent möglich. Realistisch, so Großmann, sei jedoch ein Ausnutzungsgrad von lediglich 85 Prozent. Experten betonen, dass durch immer mehr Ökostrom zwangsläufig auch die Produktion von Strom in Atomkraftwerken eingeschränkt wird.

Kreise: Eon und Gazprom reden nicht über Anteilsverkäufe

DÜSSELDORF - Der größte deutsche Energiekonzern Eon führt nach Angaben aus Unternehmenskreisen derzeit keine Verhandlungen mit Gazprom über den Verkauf von Unternehmensteilen. Über eine etwaige Abgabe von Beteiligungen oder dem Einstieg der Russen bei Eon werde derzeit nicht gesprochen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Gazprom-Chef Alexej Miller hatte am vergangenen Wochenende Interesse signalisiert und gesagt, dass Gazprom bereit sei, einen Einstieg bei Eon Ruhrgas zu prüfen. Ein Eon-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Nordex geht mit Zuversicht in die kommenden Jahre

ROSTOCK - Nach dem Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg rechnet der Windkraftanlagenhersteller Nordex AG mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen sei mit seinen aktuellen Produkten, innovativen Vorhaben und seinem engagierten Personal gut vorbereitet und strategisch richtig ausgerichtet, sagte der Vorstandsvorsitzende der Nordex AG, Thomas Richterich, am Dienstag auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Rostock. 2010 musste Nordex einen Umsatzrückgang von fast 20 Prozent auf 972 Millionen Euro hinnehmen. Wegen Kostensenkungen blieb der operative Gewinn (EBIT) aber mit rund 40 Millionen Euro stabil.

Sparkassenpräsident gegen Fusion mit Landesbank

MÜNCHEN - Mit Unverständnis hat Bayerns Sparkassenpräsident Theo Zellner auf Medieninformationen reagiert, denen zu Folge die EU-Kommission Fusionen zwischen Sparkassen und Landesbanken verlangen könnte. ´Das war niemals ein Thema´, erklärte er am Dienstag in München. Eine sogenannte Vertikalisierung von Landesbanken und Sparkassen könne schon deshalb kein geeigneter Weg sein, da dadurch ´ein gesunder Teil unseres Bankensystems ohne Not aufgegeben´ werde. Die ´Financial Times Deutschland´ berichtete in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Finanzkreise, die EU-Kommission wolle die 73 bayerischen Sparkassen im Beihilfeverfahren um die Bayerische Landesbank stärker in die Pflicht nehmen. Sie sollten ihre stillen Einlagen in der Bayern LB in hartes Kernkapital verwandeln, dafür aber keinen höheren Anteil an der zweitgrößten Landesbank Deutschland erhalten.

Bosch peilt Rekordumsatz mit Kraftfahrzeugtechnik an

BOXBERG - Der weltgrößte Autozulieferer Bosch peilt in diesem Jahr in seiner wichtigsten Sparte Kraftfahrzeugtechnik einen Rekorderlös an. Der Umsatz werde 2011 voraussichtlich um gut zehn Prozent zulegen und erstmals die Schwelle von 30 Milliarden Euro übertreffen, sagte der Chef der Automobilsparte, Bernd Bohr, am Dienstag in Boxberg laut Redetext. Im vergangenen Jahr waren es noch 28,1 Milliarden Euro. ´Die Mitarbeiterzahl wird voraussichtlich im Jahresverlauf von 167.000 auf 177.000 steigen´, sagte er. Besonders in der Boom-Region Asien will Bosch in der Autosparte neue Arbeitsplätze schaffen.

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/bwi
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