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    Wirtschaftskrise - Fiskalklippe: IWF warnt USA vor dramatischen Konsequenzen
    Foto: Bryan Busovicki - Fotolia

    Wirtschaftskrise - Fiskalklippe IWF warnt USA vor dramatischen Konsequenzen

    27.12.2012, 10:37  |  1038 Aufrufe  |   | 
    Der Chef der Geldmarkt und Finanzabteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF), Josè Vinals, warnt die USA eindringlich vor einem Scheitern im Haushaltsstreit. „Fallen die USA von der Fiskalklippe, hätte dies dramatische Konsequenzen. Für die USA, für die Weltwirtschaft und für die Finanzmärkte, wo die Nervosität wieder deutlich zunehmen dürfte“, sagt der Finanzexperte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (27. Dezember). Die Finanzmärkte hätten ein Scheitern der Verhandlungen bislang nicht in ihren Anlageentscheidungen berücksichtigt. „Umso wichtiger ist es, dass die Politik die Märkte nicht enttäuscht“, sagte Vinals.
     
    Auch für die Finanzstabilität in Europa sieht Vinals große Gefahren. Zwar hätten sich die Finanzmärkte dank der Interventionen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Installierung einer Banken-Union beruhigt. Doch sei dies keine Garantie, dass die Ruhe anhalte. „Jetzt kommt es darauf an, die Beschlüsse glaubwürdig umzusetzen. Sonst kommt es schnell wieder zu Unruhe“, sagte Vinals. Der Finanzexperte forderte Europa zudem auf, die Banken-Union zu vervollständigen. „Teil der Banken-Union sollte weiterhin ein europaweiter Mechanismus für einen Einlagensicherungsfonds und für die Abwicklung kriselnder Banken sein“, so Vinals gegenüber der „Welt“.
     
    Im Streit um die neue Bankenaufsicht Basel-III nimmt Vinals die USA in Schutz. „Es wird oft übersehen, dass in den USA die Behörden die größten 19 Banken aufgefordert haben schon zum 1. Januar die Basel-III-Kriterien zu erfüllen, auch wenn das Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist“, sagte Vinals. Gleichwohl sei es wichtig, Vertrauen auf den Märkten zu schaffen. „Deshalb sollte sich die Einführung nicht zu lange verzögern“, sagte Vinals. Während Europa auf eine schnelle Einführung der neuen Kapitalregeln für Banken drängt, wollen die USA Basel-III verschieben.
     
    Vinals glaubt, dass es neben Basel III zu einer weiteren Verschärfung der Bankenaufsicht kommen wird. So sei er „sehr zuversichtlich“, dass die Volker-Rule „nach kleinen Anpassungen in den USA eingeführt wird“. Auch ein Trennbankensystem schließt Vinals nicht grundsätzlich aus. „Wir diskutieren im Moment die möglichen Auswirkungen der verschiedenen Ansätze“, sagte Vinals weiter der „Welt“. Außerdem sollten sich Länder den jüngsten Vorstößen der amerikanischen und britischen Behörden anschließen, ihre Krisenpläne für die Abwicklung großer grenzübergreifender, Banken zu koordinieren, die zahlungsunfähig geworden sind. „Wir regen andere Finanzzentren sehr an, diesem Beispiel zu folgen, um Steuerzahler zu schützen und Finanzstabilität zu wahren.“


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    Kommentare

    dottore
    28.12.12, 12:24
    @ vajo
    es käme wahrscheinlich nicht zu einem Auseinanderbrechen Europas, sondern zu einer enormen Inflation, einer Sensibilisierung gegenüber Kosten und hoffentlich daraus folgenden Lehren mit Konsequenzen. So eine Fiskalklippe wäre für Europ doch auch wünschenswert.

    Aber! Wenn man bedenkt, dass die Senatoren stink reich sind und im Vorfeld sich haben einigen können, die Fiskalklippe zu spielen, haben DIE sich auchmit "puts" eindecken können und werden daran verdienen.
    Ich erwarte, dass dieses Mal ernst gemacht wird, die 2Monatsverlängerung in Kraft treten wird und,.. ob dann mancher wankt und doch noch einlenkt? (Vorher seine Puts verkauft)
    VaJo
    28.12.12, 08:24
    Von was sprechen wir hier?
    Die Zinsen stehen bei Null. Der US Haushalt ist mit 16 billionen verschuldet. Im Jahr 2000 stand er noch bei der damaligen Rekordsumme von 4 billionen Dollar.
    Europa steht weiterhin am Abgrund auch wenn Schaeuble sagt die Krise ist vorbei.
    Allein Deutschland als einzigstes der Eurolaender kann noch ein kleines Wachstum vorweisen. Und wir haengen mit Gedeih und Verderb an den USA.
    Kommt in den USA die Rezession wird Europa auseinanderbrechen. Wir in Deutschland werden dann die Gesamte Last zu tragen haben.
    Das bedeutet massive Steuererhoehungen, Massenentlassungen und damit ein voelliger Zusammmenbruch der Sozialsysteme.
    bmann025
    28.12.12, 07:54
    Nein, eine Rezession ist ein reinigendes Gewitter. Das Verschieben der Rezession ist ein schwerer Fehler und das Verschieben der Rezession um JEDEN Preis ist eine Katastrophe und fuehrt in die Katastrophe.
    VaJo
    27.12.12, 14:06
    Nur mit dem Unterschied das diesmal eine Rezession in einer globalen Katastrophe enden wuerde.
    bmann025
    27.12.12, 12:11
    Trotz der Falschdarstellung in den weltweiten Linksmedien:
    Der IWF sollte den Mund halten. In den USA bewirkt eine Einmischung von aussen bestenfalls nichts, ansonsten genau das Gegenteil.

    Die automatischen Ausgabensenkungen und Steuererhoehungen sind im uebrigen eine gute Sache !

    Die Schuldenquote im US Haushalt sinkt dann endlich wieder auf Vorkrisenniveau. Eine Rezession ist kein Beinbruch, Rezessionen hat es frueher alle paar Jahre gegeben. Heute meint man, der Staat muesse Rezessionen um JEDEN Preis verhindern - warum ? Um Milliardaere, Spekulanten und Schattenmaenner hinter den US Demokraten noch reicher zu machen ?

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