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Porsche-Prozess Experte hält Porsche-Straftat für bewiesen - Klärte das Gericht keine Interessenkonflikte?

22.03.2016, 16:05  |  2379   |   |   

Der Freispruch für die früheren Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking und Holger Härter stößt in Fachkreisen auf Befremden. "Das Gericht hat sich den Zeugen und dem Gutachter zu unreflektiert angeschlossen", sagte der Heidelberger Juraprofessor Gerhard Dannecker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.). "Aus meiner Sicht hat die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer sehr stimmig und schlüssig den Nachweis einer Marktmanipulation geführt." Dannecker steht Hedgefonds als Berater zur Seite, die bei dem gescheiterten Übernahmepoker mit Volkswagen Milliardenverluste erlitten haben.

Interessenkonflikte nicht ausgelotet?

Das Gericht habe sich in erster Linie auf die Aussagen der Zeugen gestützt, nämlich der Rechts- und Finanzberater des Konzerns sowie von damaligen Beschäftigten, bemängelt der Hochschullehrer. "Deren Nähe zu Porsche ist nie groß thematisiert worden, und sie wurden nicht nach möglichen Interessenkonflikten befragt." Das sei weit hinter dem zurückgeblieben, was man von der gebotenen Aufklärung durch das Gericht hätte erwarten können. So habe der damalige Projektleiter von Vorstandschef Wiedeking sogar fünf Millionen Euro für sein Stillschweigen verlangt und später tatsächlich einen "Beratervertrag" bekommen. "Mit keiner Silbe wurden diese sich aufdrängenden Fragen gestellt, obwohl sich die Umstände aus den Akten ergaben."

Auch die Art der Urteilsverkündung sei höchst ungewöhnlich gewesen, unterstreicht Dannecker. "Der Vorsitzende Richter hat dabei sehr scharf gegen die Staatsanwaltschaft geschossen." Das passe nicht recht zu der neutralen Rolle, die ein Gericht einnehmen sollte.

Auch Gerhard Schick von den Grünen kritisiert auf wallstreet:online den Richterspruch im Porsche-Prozess: „Mut und Respekt: “Porsche-Prozess" - Staatsanwaltschaft hat öffentliche Demütigung nicht verdient“

 



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Kommentare

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conny220
24.03.16 03:08:30
Ihr braucht doch nur auf die VW Stämme gehen und dort historische Kurse,da seht ihr doch was los war.Fakt ist,am Montag den 15.09.2009 ging Lehman Pleite,überall fielen die Kurse,nur VW stieg immer weiter.Der Kurs hatte sich in nur 3 Jahren verzehnfacht,von 40 Euro in 05 auf 428 Euro im Oktober 08.Das hing mit der versuchten Übernahme zusammen.Der Buchwert der Optionen ging direkt in das Betriebsergebnis der Porsche AG ein,das führte dann dazu,dass der Gewinn der Porsche AG höher war,als der gesamte Umsatz(2007/08).Dann griffen die Shorties an,der Kurs halbierte sich innerhalb einer Woche von 428 auf 201.Das konnte Härter und Co. natürlich nicht gefallen,denn die Optionen verfielen rasant an Buchwert.Also lancierte er die Meldung,die sinngemäß sagte,also ihr Leerverkäufer könnt machen was ihr wollt,wir kaufen stur weiter und erhöhen unseren Anteil auf 75%.Da Niedersachsen ja schon 20% hielt und weitere 4% bei Fonds lagen,blieben theoretisch nur 1 % oder weniger im Freeflow.Die Shorties gerieten in Panik,es kam zum Short Squeeze und der Kurs stieg von 201 auf 1005.Ich hatte schon damals gesagt,Leerverkäufe sind das Riskanteste ,was man an der Börse machen kann.Ja die VW war bei 428 total überbewertet.Nur das hätte man mit einem Put Optionsschein auch lösen können,3 Jahre Laufzeit ohne k.o.Denn im Februar 2010 stand die VW nur noch bei 61,20 Euro.Selbst mit dem Zeitwert abgezogen,wären noch 250% im Plus verblieben.Übrigens,ich halte VW auch jetzt noch für zu teuer.
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Krabata
23.03.16 17:31:59
Bin auch kein Experte, aber soweit damals und heute mitbekommen hatte Porsche den Übernahmeversuch über Aktienoptionen gestartet. Bei unterschiedlichen Banken mal eben sich über diese Optionen VW Aktien gesichert. Da niemand vom anderen wusste konnte so ein erheblicher Anteil der VW Aktien gesichert werden. Die Frage ist nur, ob diese Optionen Meldepflichtig waren, wenn man sie erworben hat oder erst wenn sie ausliefen und Porsche die Aktien erhalten hat. Gab und gibt eben die Meldepflichtigen Schwellen am Anteilsbesitz.
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Jogibaer1964
23.03.16 07:28:10
Der tolle Experte ist also Berater der Hedgefond-Zocker, welche beim Pokern anstelle der schnellen Turbomilliarden nun auf Milliardenverlusten sitzen - einfach mal nur Pech gehabt, nicht wahr?

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Porsche-Prozess Experte hält Porsche-Straftat für bewiesen - Klärte das Gericht keine Interessenkonflikte?

Der Freispruch für die früheren Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking und Holger Härter stößt in Fachkreisen auf Befremden. Das Gericht habe sich den Zeugen und dem Gutachter zu unreflektiert angeschlossen.

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