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Mit einem Satz in die Pleite gefahren Autsch! Kirch-Interview kostet ehemaligen Deutsche-Bank-Chef 3,2 Millionen

31.03.2016, 17:07  |  1821   |   |   

Wegen eines folgenschweren Interviews muss Rolf Breuer, Ex-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, 3,2 Millionen an seinen früheren Arbeitgeber zurückzahlen. Mit nur einem Satz hatte er eines der größten deutschen Medienhäuser in die Pleite gestürzt.

Wähle deine Worte mit Bedacht. Eine Weisheit, die sich im Hinterstübchen Rolf Breuers nunmehr auf ewig eingebrannt haben dürfte. Denn es war nur ein Satz, der im Jahr 2002 einen riesigen Medienkonzern in die Pleite gestürzt und den ehemaligen Vorstandschef der Deutschen Bank heute um 3,2 Millionen Euro erleichtert hat.

In einem Fernsehinterview mit Bloomberg TV sprach sich Breuer öffentlich über die vermeintlich zweifelhafte Kreditwürdigkeit der Mediengruppe Kirch aus. Nach allem, was man „darüber lesen und hören“ könne, sei der Finanzsektor nicht mehr bereit „auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder gar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen“, so der Kommentar des damaligen Bankvorsitzenden. Bis zur Insolvenz des betroffenen Unternehmens dauerte es nur zwei Monate.

Die darauffolgende Prozessschlacht um die Höhe der Schadensersatzzahlungen zog sich hingegen über zwölf Jahre. Der endgültige Vergleich beinhaltete eine Zahlung der Deutschen Bank an die Kirch-Erben in Höhe von 925 Millionen Euro. Einen Teil davon konnte sich das Institut über Managerhaftpflichtversicherungen zurückholen (mehr dazu hier).

Einen anderen Teil der Suppe soll Breuer nun selbst auslöffeln und 3,2 Millionen an die Bank zahlen. Laut „Deutscher Presse-Agentur“ entspricht das dem dreifachen Jahresgrundgehalt, welches der Manager in seiner aktiven Zeit bezog. Für ihn könnte es aber noch dicker kommen. Denn seit April 2015 steht Breuer zusammen mit seinem Nachfolger Josef Ackermann, dem amtierenden Co-Chef Jürgen Fitschen und zwei weiteren Ex-Managern vor Gericht. Der Vorwurf: Falschaussage im Kirch-Prozess zum Schutz der Deutschen Bank. Lesen Sie mehr: Wiedersehen bei Gericht - Deutsche Bank-Chefs sitzen auf der Anklagebank und Anklage gegen Deutsche Bank Co-Chef Fitschen - Wird Strafverfahren eröffnet?

Wertpapier: Deutsche Bank


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