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EZB-Kompass Forward Guidance - EZB-Chef Draghi wird sich nicht gegen Markterwartungen stellen

20.04.2016, 13:16  |  1901   |   |   

Dritter Rückgang in folge für den EZB-Kompass der DekaBank, der im März auf ein Niveau von 24,4 Punkten fiel. Lagen die Gründe in den Vormonaten vornehmlich in den schwächeren Konjunkturdaten, schickten nun die weiter nachgebenden Inflations- und Kostenindikatoren den EZB-Kompass erneut auf Talfahrt.

Doch es gibt bereits ein wenig Licht am Ende des Tunnels, betonten die Analysten der DekaBank. So würden sowohl die Stabilisierung der Rohstoffpreise als auch der im Trend nicht mehr weiter aufwertende Euro andeuten, dass die von der Weltwirtschaft ausgehenden negativen Einflüsse auf den EZB-Kompass bald auslaufen könnten. Noch dürfte der Jubel verhalten ausfallen. Denn auch dann sei noch nicht mit einer starken Aufwärtsbewegung zu rechnen.

Forward Guidance zur zukünftigen Zinsentwicklung

Tja, und was sagt uns das für die morgige Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB)? Zuallererst dürfte die Pressekonferenz zu dieser Ratssitzung im Zeichen der Nachlese zu den umfangreichen Beschlüssen der EZB vom 10. März dieses Jahres stehen (mehr zu den Beschlüssen hier und zur Kritik hier). Diesmal dürfte ein wichtiger Punkt die Forward Guidance zur zukünftigen Zinsentwicklung sein. Vor sechs Wochen äußerte sich EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz dem Verständnis nach so, dass eine erneute Senkung des Einlagensatzes eher unwahrscheinlich sei. Seine Ratskollegen sowie das Protokoll der März-Sitzung klangen in dieser Hinsicht ausgewogener.

EZB-Präsident Draghi werde sich nicht gegen die Markterwartungen stellen, die auf Sicht von zwölf Monaten einen weiteren Zinsschritt einpreisen, kommentieren die Deka-Experten. Zugleich dürfte ein zweites Thema die Käufe von Unternehmensanleihen sein. Mit diesem Schritt wolle die EZB - wie in der letzten Pressekonferenz angekündigt - in Kürze beginnen. Selbst wenn noch nicht alle Parameter dieses Programms ausgearbeitet sind, dürfte Draghi laut Deka betonen, dass sein Erfolg nicht allein am gekauften Volumen von Anleihen gemessen werden darf.



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Kommentare

Wir haben einfach,das zeigt sich immer wieder aufs Neue,den stabilisierenden Einfluss der DM auf die Weltwirtschaft unterschätzt,sie fehlt den Märkten zu sehr !
Wenn es so währe,dass die Weltwitschaft immer noch krankt,ist es nicht ein Eingeständniss der EZB,dass ihre Niedrigzins-Politik krachend gescheitert ist,wir machen das ja schon eine Weile zähneknirschend mit?
...wozu also noch weitermachen,mit dem Blödsinn,einzig,um Deutschland noch zu schaden ?
Sollte die EZB diesen weg nun noch beschreiten müssen,dann ist es Zeit,zumindest ein Ausstiegs-Szenario anzubieten,an einer parallel eingeführten DM,wird es dann wohl nichts zu meckern geben,es gab Stabilitätskriterien,auf die wir uns geeinigt hatten,so eine Währung wollten wir definitiv nicht,es ist für unser Land eh kein gangbarer weg,möglicherweise gesundet auch der Euro noch,weil er eben wieder ein Vorbild hat,aber sowas irres,haben wir noch nie ertragen müssen !
Es ist wie mit dem Wetter,es gibt kein wirklich schlechtes,nur falsch bekleidete Leute,die trifft man immer wieder,wer jetzt diesen Kurs weiter hält,den sollte ein Gewitter nicht überraschen !

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