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Marc Faber prophezeit Dow Jones bei 100.000 Punkten? Klar, wenn die Notenbanken alles monetarisieren!

15.09.2016, 11:27  |  7260   |   |   

Etliche Finanzprofis, wie Carl Icahn, haben zuletzt vor einem möglichen kräftigen Kursrückschlag am Aktienmarkt gewarnt und sich entsprechend positioniert. Möglicherweise geht die Hausse an der Börse aber weiter. Welche Folgen das gigantische Gelddrucken haben könnte, zeigt Marc Faber einmal mehr auf.

„Der Chef der japanischen Notenbank Haruhiko Kuroda hat zuletzt gesagt, dass es keine Grenzen für die Geldpolitik gäbe. Sie (die Notenbank) können so viele Anleihen und Aktien aufkaufen, wie sie wolle. Der Irrwitz mag also weitergehen. Ein manipulierter Markt wird aber nicht gut enden. Man weiß allerdings nicht, wann es enden wird und wie lange die Manipulation anhalten kann. Irgendwann werden die Notenbanken alles besitzen“, sagte Marc Faber, der Herausgeber des Börsenbriefs Gloom, Boom & Doom. „Sie könnten praktisch alles monetarisieren und dann würde der Staat alles besitzen. Durch das Notenbankensystem führt man Sozialismus und Kommunismus ein, was den Besitz des Staates an Produktionsmitteln und dem Verbrauch angeht.

Konjunkturprogramme werden folgen

Eine Folge dieses immer gigantischeren Gelddruckens sei deutlich steigende Inflation, wodurch der Lebensstandard der Bürger sinkt. „Es ist Schwachsinn, dass die Inflation in den USA derzeit nur bei einem Prozent liegen soll. Die Lebenshaltungskosten einer typischen Familie steigen viel stärker, die Kosten für Versicherungen, den Transport und die Bildung steigen alle an… Es gibt seit Dezember 2008 Nullzinsen. Acht Jahre sind um, und die Nullzinsen haben die wirtschaftliche Aktivität des durchschnittlichen Haushalts nicht angekurbelt, weder in Japan, noch in den USA, oder in der EU. Nun reden sie (Notenbanker und Politiker) über Konjunkturprogramme. Wir haben zwar hohe Haushaltsdefizite, aber für diese Leute ist kein Defizit groß genug, deswegen werden sie die Staatsausgaben erhöhen. Finanzieren werden sie sie durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen, die die Notenbanken monetarisieren (mit gedrucktem Geld aufkaufen) werden. Das US-Finanzministerium wird Anleihen ausgeben, und dann wird die US-Notenbank die ganzen Schulden aufkaufen. Natürlich wird das nicht gut ausgehen, aber es verschiebt das Problem für eine Weile“, sagte der Finanzprofi.

„Dann werden sie ein paar Akademiker finden, die die teuflischen Kapitalisten für die Ungleichheit bei der Vermögensentwicklung verantwortlich machen werden. Sie (Notenbanker und Politiker) werden die Probleme auf die Kapitalisten schieben. Das ist zwar teilweise richtig. Aber die Reichen sind nicht für die nach oben getriebenen Preise der Vermögenswerte verantwortlich. Dafür sind die Notenbanken verantwortlich, weil sie die Zinsen auf null oder sogar in den negativen Bereich gedrückt haben.“

Aktien sind extrem hoch bewertet

„Gemessen an den üblichen Bewertungskennzahlen sind die meisten Vermögenswerte überbewertet. Die Frage ist, ob sie auch angesichts von Nullzinsen und Strafzinsen überbewertet sind. Für zehnjährige Bundesanleihen, Schweizer oder japanische Anleihen, gibt es praktisch keine Zinsen oder Strafzinsen. Währenddessen kann man Aktien mit einer Dividendenrendite von zwei Prozent oder mehr kaufen. Da sagt mancher, dass im Vergleich zu den Strafzinsen die Aktien ein Schnäppchen wären. Gemessen an den herkömmlichen Bewertungskriterien sind Aktien aber nicht billig. Ich denke aber, dass es gefährlich ist, zu sagen: ‚Wir wissen dass es böse ausgehen wird, deshalb halten wir nur Bargeld…‘ Wir wissen nicht, wann es böse enden wird. In einem Umfeld extremen Gelddruckens kann der Dow Jones bis auf 100.000 (Punkte) steigen. Er wird wahrscheinlich im Vergleich zu Edelmetallen nicht steigen, aber nominell kann er ins Unendliche steigen. Das wird aber dem normalen Haushalt nicht helfen. Ich habe viele Länder mit Hyperinflation gesehen und jedes Mal ist der Lebensstandard der normalen Leute gesunken.“

Um die Probleme zu bekämpfen, könnten die Notenbanken die Strafzinsen immer weiter nach unten drücken. In diesem Umfeld würden private Haushalte und Unternehmen verstärkt auf Bargeld ausweichen. „In diesem Umfeld werden Zinsen von minus fünf Prozent aber nicht besonders gut funktionieren. Damit es dennoch funktioniert, müsste das Bargeld abgeschafft werden… Das wird meiner Meinung nach passieren, wenn die Notenbanker den Weg bis zum Ende gehen.“

Auf ein diversifiziertes Portfolio setzen

„Zwischen Oktober und Dezember (2015) haben Goldaktien und die Edelmetalle wichtige Tiefpunkte markiert, von denen aus die Preise weiter steigen werden. Sie werden weiter steigen, ich weiß aber nicht, ob das morgen, oder in drei oder fünf Jahren passieren wird. Wenn man weiter Papiergeld druckt, wird die Geldmenge weiter steigen und im Gegenzug wird der Preis von Vermögenswerten, die knapp sind, wie ein Ferrari oder ein Bild von Gaugin, zulegen... Ich denke, dass es gefährlich ist, nur Bargeld zu halten. Ich möchte diversifiziert sein. Ich besitze Bargeld, Anleihen, Aktien, etwas Immobilien und etliche Edelmetalle. Wenn man diversifiziert, sind die Renditen zwar suboptimal, aber es ist wahrscheinlich, dass man sein Kapital erhält.“



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