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DAX Herbstrallye?

Gastautor: Jens Chrzanowski
26.09.2016, 07:53  |  543   |   |   

Der DAX ging am letzten Montag bei 10.282 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit gut 100 Punkte unter dem Level von einer Woche zuvor, aber 21 Punkte über dem vorangehenden Wochenschluss. Der Handel am Montag und Dienstag war freundlich, obwohl Anleger ihr Pulver trocken hielten und auf den Fed-Zinsentscheid am Mittwochabend warteten. Am Dienstag ging es bis in den Bereich 10.470 Punkte. Der DAX startete am Mittwoch mit einem Aufwärts-Gap und lief über 10.500 Punkte, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Noch am Mittwochabend nach Bekanntgabe des Zinsentscheids stieg der DAX deutlich, konnte aber die 10.500 Punkte noch nicht überwinden. Diese Marke wurde dann am Donnerstag dynamisch überschritten. Der DAX erholte sich bis auf gut 10.700 Punkte. Hier setzen Rücksetzer ein, die auch am Freitag anhielten, aber einen moderaten Charakter hatten. Der DAX ging bei 10.615 Punkten aus dem Wochenhandel.

Das Wochenhoch lag deutlich über dem der Vorwoche. Allerdings kam der DAX nicht an die Hochs der KW 36 und 35 heran. Die 10.707 Punkte waren in dieser Woche ein zu massiver Wochenschluss. Das Wochentief lag über dem der Vorwoche, was tendenziell bullish zu interpretieren ist. Der Wochenschluss ist der höchste der letzten drei Handelswochen gewesen. Nach zwei Verlustwochen konnte der DAX in der abgelaufenen Handelswoche wieder einen Gewinn ausweisen, der auch als veritabel bezeichnet werden kann. Die Range war die größte seit der KW 28/2016.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der DAX bis maximal 10.606 Punkte laufen würde. Diese Einschätzung war nicht richtig. Der DAX war deutlich fester als erwartet und übertraf das maximale Anlaufziel um 100 Punkte. Damit hat das Setup auf der Oberseite nicht gegriffen. Die Rücksetzer erreichten nicht unser erstes Anlaufziel. Damit war das Setup der letzten Woche nicht richtig.

KW 38 / 2016 37 / 2016 36 / 2016 35 / 2016 34 / 2016
Wochenhoch 10.707 10.543 10.780 10.728 10.658
Wochentief 10.322 10.245 10.475 10.439 10.389
Wochenschluss 10.615 10.295 10.475 10.712 10.566
Wochenergebnis 320 -180 -237 186 - 40
Wochen-Range 385 298 305 289 269

Wie könnte es weitergehen?

  • DAX-Widerstände: 10.621/31/47/53/73/95....10.707/34/46/81....10.801
  • DAX-Unterstützungen: 10.608....10.591/52/31/08....10.445/36/07...10.363.....10.291

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

daxweeksetup800-26-09-2016.jpg

Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche

Auf die Notenbanken ist Verlass. Auch die Fed hat wie erwartet geliefert. Damit war der September nicht so schlecht wie von vielen erwartet. Die Frage ist, ob in den nächsten vier oder sechs Wochen eine Herbstrallye bevorsteht. Die Geldschleusen bleiben offen, die BoJ setzt sogar noch einen obendrauf. Dies sollte eigentlich für einen ungetrübten Handel sorgen, der den DAX deutlich über die 11.000 Punkte bringen sollte. Was hemmend wirken wird, sind die Anfang November bevorstehenden US-Wahlen. Zu nahe liegen die beiden Kandidaten beieinander, sodass alles möglich sein wird. Aus diesem Grund erwarten wir, dass eine Rallye zunächst aufgeschoben wird, aber auch ins Wasser fallen kann.

Das Chartbild hat sich in den letzten vier Handelstagen weiter aufgehellt. Der DAX hat sich in der letzten Handelswoche wieder über die Oberkante seines AWK geschoben. Er sollte den Ausbruch in der kommenden Handelswoche bestätigen. Die Kursmuster lassen aber Zweifel zu, ob dies auch gelingen wird. Bisher ist der Index nicht wesentlich weiter als 10.750/800 Punkte gekommen. Diese Anstiege wurden immer wieder abverkauft. Um Potenzial nach oben zu haben, muss der DAX per Tagesschluss mindestens über die 10.810/20 Punkte steigen. Die Chancen dafür stehen eher schlecht. Am Freitag ist es nicht mehr weiter aufwärts gegangen, obwohl die Fed geliefert hat. Wenn das nicht hilft, was dann?

Die Bullen könnten zunächst versuchen, den DAX wieder über die 10.660/70 Punkte zu schieben. Dies wäre die Grundvoraussetzung für weitere Erholungsbewegungen. Sollte dies gelingen, so könnten sie anschließend probieren, die 10.700/10 Punkte zu erreichen. Hier könnten sich die ersten Rücksetzer ausbilden. Schaffen sie es, den Index über die 10.710-Punkte-Marke zu bugsieren, so wären die nächsten Anlaufziele bei 10.723/25, 10.742/45 und 10.762/70 Punkten zu suchen. An allen Marken können sich Rücksetzer einstellen. Gelingt es dem DAX, die 10.770-Punkte-Marke zu überwinden, wäre der Weg an die 10.788/92 und die 10.805/09 Punkte frei. Erst bei einem Überwinden der 10.809 Punkte auf Tagesschluss-Basis wäre mit weiter steigenden Notierungen zu rechnen. Die 10.829/32 und die 10.842/46 Punkte wären dann die nächsten Anlaufmarken. Wir gehen aber nicht davon aus, dass es der DAX schafft, sich nachhaltig über die 10.846 Punkte zu schieben, sollte er überhaupt so weit laufen. Denkbar ist, dass es in den neuen fünf Handelstagen nicht wesentlich über die 10.750 Punkte geht.

Schaffen es die Bullen nicht, den DAX über die 10.660-Punkte-Marke zu zurückzuschieben und dort zu halten, so könnten sich erneute Abgaben einstellen, die zunächst bis 10.638/35 und dann bis 10.615/11/05 Punkte gehen könnten. Bei 10.605/11 Punkten bestehen gute Chancen der Stabilisierung und der Erholung. Sollten die 10.611/05 Punkte nicht halten, wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die bis 10.585/80 und dann bis 10.555/50 Punkte gehen könnten. Werden die 10.550 Punkte unterschritten, so könnte sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzen. Anlaufmarken wären dann die 10.525/21, die 10.492/87 und die 10.464/59 Punkte. Kommt es bei 10.459 Punkten zu keiner Erholung, wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die bis 10.432/28, 10.413/09 und dann bis 10.385/78 Punkte gehen könnten. Unter 10.378 Punkten wären die nächsten Anlaufmarken bei 10.349/44, 10.318/15 und 10.289/95 Punkten zu suchen.

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 39/2016: seitwärts/ abwärts

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert DAX-Index, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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