DAX+1,85 % EUR/USD+0,40 % Gold+0,59 % Öl (Brent)-0,65 %
Marktüberblick (30. September 2016)
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Marktüberblick (30. September 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
30.09.2016, 08:12  |  445   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt erwies sich die Donnerstagfrüh noch fortgesetzte Erholungsbewegung als kurzlebig. Der DAX schloss 0,31 Prozent tiefer bei 10.406 Punkten. MDAX und TecDAX verbuchten Verluste von 0,25 beziehungsweise 0,38 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 41 Gewinner und 68 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 47 Prozent. Im DAX wurden 103,9 Millionen Aktien im Wert von 2,79 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,94) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Versorger, Rohstoffwerte und Telecoms. Am deutlichsten verloren Technologiewerte, Finanzdienstleister und Pharmawerte. RWE haussierte an der DAX-Spitze um 2,77 Prozent. Hier beflügelte eine gute Nachfrage nach den Aktien der Tochter Innogy im grauen Markt. BASF stieg um 1,77 Prozent. Beobachter verwiesen zur Begründung auf die Öl-Tochter Wintershall, die von der Ölpreisrally profitiert. Deutsche Bank erholte sich um 1,02 Prozent. Im nachbörslichen Handel geriet das Papier des Geldinstituts jedoch wieder deutlich unter Druck und verlor über 6 Prozent. Auslöser war ein Bloomberg-Bericht über eine interne E-Mail, aus der sich ergebe, dass etwa zehn der mehr als 200 mit der Bank zusammenarbeitenden Hedge-Fonds Gelder abgezogen und zu anderen Instituten transferiert hätten. Am anderen Indexende verlor Commerzbank nach der Bekanntgabe von Stellenstreichungen 3,08 Prozent. Lufthansa und Fresenius SE büßten 2,71 beziehungsweise 1,74 Prozent ein.

An der Wall Street sorgte die im Handelsverlauf steigende Sorge vor Problemen im europäischen Bankensektor für deutliche Abgaben zur Schlussglocke. Der Dow Jones Industrial endete 1,06 Prozent tiefer bei 18.143 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,75 Prozent auf 4.838 Zähler. 77 Prozent aller Werte an der NYSE verzeichneten Verluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 71 Prozent. 103 neuen 52-Wochen-Hochs standen 25 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren mussten Einbußen hinnehmen. Am deutlichsten abwärts ging es mit Werten aus dem Gesundheitssektor, dem Versorgersektor sowie dem Finanzsektor. Im Dow konnten nur Caterpillar (+1,01%) und Verizon (+0,11%) hinzugewinnen. Goldman Sachs (-2,75%) hielt die rote Laterne, gefolgt von Merck (-2,19%) und Nike (-2,04%).

Am Devisenmarkt legte der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen zu. Der Dollar-Index notierte nach einem impulslosen Handel 0,12 Prozent höher bei 95,54 Punkten. Auch der Euro präsentierte sich gegenüber den meisten anderen Majors fest. EUR/USD handelte unverändert bei 1,1216 USD. Im Tagesverlauf pendelte das Währungspaar zwischen 1,1197 USD und 1,1249 USD. Die stärksten Zugewinne unter den Hauptwährungen zeigte der als sicherer Hafen geltende Franken. Die deutlichsten Abgaben waren beim Austral-Dollar und beim Kanada-Dollar zu beobachten. Bei den Nebenwährungen fielen die ebenfalls rohstofflastigen Devisen Rand und Real mit großen Abschlägen auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte um 0,70 Prozent auf ein 5-Wochen-Hoch bei 362,73 Punkten zu. Brent-Öl zur Lieferung im Dezember stieg um 0,71 Prozent auf 49,59 USD. WTI-Öl rückte um 1,17 Prozent auf 47,60 USD vor. US-Erdgas verbilligte sich trotz eines geringer als erwarteten Anstiegs der Lagerbestände um 1,23 Prozent auf 2,97 USD. Laut der EIA stiegen die Vorräte auf Wochensicht um 49 Milliarden Kubikfuß. Experten hatten im Schnitt mit einem Plus von 55 Milliarden Kubikfuß gerechnet. Comex-Kupfer handelte unverändert bei 2,19 USD. Gold verabschiedete sich bei 1.325 USD (1.177 EUR) aus dem Handel. Silber, Platin und Palladium verzeichneten Zugewinne zwischen 0,10 und 0,48 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um einen Basispunkt auf minus 0,12 Prozent. Der Euro-Bund-Future endete 0,05 Prozent höher bei 165,91 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt tiefer bei 1,56 Prozent.

Die Aktienmärkte in Fernost tendierten heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,99 Prozent auf 139,87 Punkte. Der Nikkei 225 verlor rund 1,6 Prozent. Die Industrieproduktion Japans stieg im August um 1,5 Prozent und damit so stark wie mehr als zwei Jahre nicht mehr. Auf der Negativseite fiel der Verbraucherpreisindex im August den sechsten Monat in Folge. Der Shanghai Composite konnte sich mit einem leichten Aufschlag gegen den Negativtrend stemmen. Der Caixin Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe Chinas notierte mit 50,1 Punkten den dritten Monat in Folge oberhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Heute sind von der Makroseite die Verbraucherpreise für die Eurozone im September, die persönlichen Ausgaben und Einkommen der US-Verbraucher im August, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex sowie der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan für September von Interesse.

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Themen: DAX, EUR, USD


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