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DAX, EUR/USD & Co. – Sieg von Donald Trump und jetzt?
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DAX, EUR/USD & Co. – Sieg von Donald Trump und jetzt?

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10.11.2016, 09:33  |  990   |   |   

Der überraschende Sieg von Donald Trump bei der Wahl zum US-Präsidenten hatte zur Wochenmitte wie zu vermuten zunächst zu einer extremen “Risk-off”-Bewegung an den globalen Finanzmärkten geführt. Doch stellte sich die anfängliche Panikreaktion als erstaunlich kurzlebig heraus. Der deutsche Aktienmarkt konnte sich nach einer deutlichen Abwärtslücke zur Eröffnung dynamisch erholen und beendete den Handelstag dann sogar mit deutlichen Zugewinnen. Der DAX schloss 1,56 Prozent höher bei 10.646 Punkten. Das Tief hatte der Leitindex bei 10.175 Punkten markiert. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,23 beziehungsweise 1,18 Prozent. Unter den 110 größten Aktien gab es 75 Gewinner und 35 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 67 Prozent. Das Gesamtvolumen war extrem hoch. Im DAX wurden 173,8 Millionen Aktien im Wert von 6,47 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,92) umgesetzt. Am deutlichsten stiegen die Aktien aus den Bereichen Pharma + Healthcare sowie Bauwerte. Versorger und Immobilienwerte wurden hingegen gemieden. Als stärkster DAX-Wert haussierte Fresenius SE um 7,10 Prozent. Bayer verteuerte sich um 5,16 Prozent. Merck schloss 4,86 Prozent fester. Volkswagen büßte am Indexende 2,06 Prozent ein. Beiersdorf und Vonovia verloren 1,36 beziehungsweise 1,30 Prozent.

An der Wall Street legte der Dow Jones Industrial um 1,40 Prozent auf 18.590 Punkte zu. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,42 Prozent auf 4.825 Punkte. 54 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Zugewinne. 202 neue 52-Wochen-Hochs standen 119 neuen Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Finanzwerte und Werte aus dem Gesundheitsbereich ganz vorne. Die größten Verlierer waren Versorger und Immobilienwerte. Um 7,69 Prozent sprang die Aktie von Caterpillar und setzte sich damit die Dow-Spitze. Dahinter folgten Pfizer (+7,06%) und Merck (+6,06%). Am anderen Indexende verloren die multinational agierenden Konzerne Procter & Gamble und Coca-Cola 1,74 respektive 1,42 Prozent.

Auch am Währungsmarkt folgte einer anfänglichen Flucht in die sicheren Häfen eine beeindruckende Umkehrbewegung hin zu mehr Risikofreude. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels mit 0,53 Prozent im Plus bei 98,48 Punkten. Im asiatischen Handel war er auf ein 5-Wochen-Tief bei 95,88 Punkten eingebrochen. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Austral-Dollars ab. EUR/USD fiel um 0,77 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 1,0941 USD. In der Spitze hatte das Währungspaar ein 2-Monats-Hoch bei 1,1300 USD markiert. Mit Blick auf die anderen Majors fielen das Pfund Sterling mit Stärke und der Austral-Dollar mit Schwäche auf.

Trotz des am Ende des Tages festeren US-Dollars verteuerten sich die meisten Rohstoffe. Der S&P GSCI für 24 Spotpreise schloss 0,55 Prozent höher bei 356,58 Punkten. Ein etwas stärker als erwarteter Aufbau der Rohöllagerbestände in den USA belastete am Nachmittag nur kurzzeitig. Brent-Öl notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,93 Prozent höher bei 46,47 USD. Die US-Sorte WTI stieg um 0,67 Prozent auf 45,28 USD. Beide Sorten hatten am Morgen mit der allgemeinen “Risk-off”-Bewegung an den Märkten noch deutliche Abschläge gezeigt und neue Korrektur-Tiefs markiert. Der Preis für US-Erdgas stieg um 2,92 Prozent auf 2,71 USD. Kupfer haussierte an der Comex um 3,53 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch bei 2,46 USD und bestätigte damit das Ausbruchssignal des Vortages. Gold war am Morgen als sicherer Hafen noch um rund 5 Prozent über 1.330 USD nach oben gesprungen, notierte jedoch am Abend knapp im Minus bei 1.273 USD (1.171 EUR). Platin verlor 0,75 Prozent. Silber und Palladium konnten um 0,10 beziehungsweise 1,98 Prozent zulegen.

Auch am Rentenmarkt kam es zu extremen Kursausschlägen in beide Richtungen. Die Umlaufrendite stieg um zwei Basispunkte auf 0,00 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen war am Morgen auf ein Tief bei 0,09 Prozent gefallen. Die anschließende Rückkehr der Risikofreude beförderte sie am Ende um zwei Basispunkte nach oben auf 0,21 Prozent. Dies war der höchste Tagesschluss in 6 Monaten. Der Euro-Bund-Future schloss 0,53 Prozent niedriger bei 160,94 Punkten, einem neuen Kontrakt-Tief. Am Morgen war er noch mit der Flucht in die sicheren Häfen auf ein 2-Wochen-Hoch bei 163,19 Punkten geklettert. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um 19 Basispunkte beziehungsweise 10 Prozent auf ein 10-Monats-Hoch bei 2,07 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front kräftig nordwärts. Der MSCI Asia Pacific Index sprang um 3,17 Prozent auf 137,67 Punkte. Für den Nikkei 225 ging es als regionalen Spitzenreiter um rund 6,6 Prozent nach oben. Schwache japanische Core-Machinery-Orders im September (-3,3%) wirkten sich nicht auf das Kursgeschehen aus.

Heute richtet sich der Blick auf eine Flut an Quartalszahlen. Es berichten unter anderem Deutsche Telekom, Siemens, Continental, Unicredit, Enel, Engie, Astrazeneca, Generali, K+S, TAG Immobilien, Aareal Bank, Lanxess, Hannover Rück, Bilfinger, Evotec, SMA Solar, Stada, Salzgitter, Nordex, Puma, Zalando, Hamborner Reit, Ströer, GFT Technologies, Jenoptik, RTL Group, Cancom, Dürr, SGL Carbon, Hamburger Hafen und Logistik, SLM Solutions Group, Wacker Neuson, König & Bauer und Ferratum Oyi. Nach US-Börsenschluss veröffentlicht Walt Disney sein Zahlenwerk.

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Themen: Bauwerte, DAX, USD, EUR


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