DAX+1,50 % EUR/USD+0,91 % Gold-0,84 % Öl (Brent)+0,58 %
Lufthansa – Pilotenstreik im Fokus!
Foto: www.commerzbank.de

Lufthansa – Pilotenstreik im Fokus!

Anzeige
Nachrichtenquelle: Commerzbank
29.11.2016, 08:09  |  374   |   |   

Mit negativen Vorzeichen startete der deutsche Aktienmarkt in die neue Börsenwoche. Auf der Anlegerstimmung lastete die Unsicherheit über den Ausgang des italienischen Verfassungs-Referendums am kommenden Wochenende. Ministerpräsident Renzi hat sein politisches Schicksal an ein Gelingen des Referendums geknüpft. Der DAX endete 1,08 Prozent schwächer bei 10.583 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,51 und 0,96 Prozent. Im HDAX konnten 17 Werte hinzugewinnen, während 93 Titel im Minus endeten. Das Abwärtsvolumen lag bei 81 Prozent. Im DAX wurden 75,9 Millionen Aktien im Wert von 2,40 Milliarden EUR umgesetzt. Die einzigen Sektoren mit leichten Zugewinnen waren die als defensiv geltenden Immobilienwerte und Versorger. Größte Verlierer waren Banken, Medienwerte und Chemiewerte. Vonovia und E.ON stiegen um 0,69 beziehungsweise 0,22 Prozent und waren die einzigen Gewinneraktien im DAX. Am anderen Ende gaben Commerzbank und Deutsche Bank mit europaweit schlechter Branchenstimmung um 3,09 respektive 2,49 Prozent nach. Lufthansa-Papiere verloren mit der Aussicht auf eine Verlängerung des Arbeitskampfes mit den Piloten 2,17 Prozent.

An der Wall Street dominierte ebenfalls die Farbe Rot das Kursgeschehen. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,28 Prozent auf 19.098 Punkte. Er beendete damit eine vier Tage andauernde Gewinnserie mit jeweils neuen Rekordhochs. Der Nasdaq 100 büßte am Berichtstag 0,26 Prozent auf 4.857 Zähler ein. 64 Prozent der an der NYSE gelisteten Werte verbuchten Abschläge. Das Abwärtsvolumen betrug 68 Prozent des Gesamtvolumens. 136 neue 52-Wochen-Hochs standen 16 neuen Tiefs gegenüber. Mit großem Abstand stärkster Sektor waren die Versorger. Dahinter zeigten Immobilienwerte und die Aktien der Hersteller nicht-zyklischer Konsumwerte Stärke. Am deutlichsten abwärts ging es mit Energiewerten, Finanzwerten und Herstellern zyklischer Konsumgüter. Die Dow-Spitze belegte McDonald’s mit plus 0,96 Prozent. Verizon und IBM rückten dahinter um 0,88 beziehungsweise 0,84 Prozent vor. Am anderen Indexende fiel die Visa-Aktie um 1,31 Prozent gefolgt von der American Express-Aktie mit minus 1,00 Prozent. Nike büßte 0,98 Prozent ein.

Am Währungsmarkt blieb der US-Dollar im Konsolidierungsmodus unterhalb des in der Vorwoche erreichten 13-Jahres-Hochs. Der Dollar-Index gab um 0,26 Prozent auf 101,24 Punkte nach. Der Euro konnte sich gegenüber dem Greenback um 0,33 Prozent auf 1,0613 USD erholen. Im Tagesverlauf schwankte das Währungspaar zwischen 1,0564 USD und einem 2-Wochen-Hoch bei 1,0684 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierten sich der Kanada-Dollar und der Yen auffällig fest, während das Pfund Sterling gegenüber allen anderen Majors unter deutlichem Druck stand. Rohstoffwährungen zeigten auf breiter Front Stärke.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg um 1,44 Prozent auf 370,40 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich im Vorfeld des mit Spannung erwarteten morgigen OPEC-Treffens in Wien um 1,65 Prozent auf 48,02 USD. Die US-Sorte WTI stieg um 1,85 Prozent auf 46,91 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 4,53 Prozent auf ein Monats-Hoch bei 3,35 USD. Vom Monats-Tief hat sich der Heizstoff bereits um 23 Prozent verteuert. Kupfer verbilligte sich um 0,66 Prozent auf 2,65 USD. Im Tagesverlauf markierte das rote Metall ein 17-Monats-Hoch bei 2,74 USD. Die mit den anschließenden Gewinnmitnahmen entstandene bearishe Tageskerze in Verbindung mit einer negativen Indikatorenkonstellation lässt eine deutlichere kurzfristige Abwärtskorrektur wahrscheinlich erscheinen. Gold notierte 1,21 Prozent höher bei 1.193 USD (1.125 EUR). Silber, Platin und Palladium verbesserten sich zwischen 0,94 und 2,20 Prozent. Palladium markierte dabei ein 17-Monats-Hoch bei 760,20 USD.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,02 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um vier Basispunkte auf ein 3-Wochen-Tief bei 0,19 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,28 Prozent auf 161,93 Punkte und überwand damit die vom Rekordhoch im September ausgehende Abwärtstrendlinie. Nächster technischer Widerstand befindet sich bei 162,56-163,13 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um vier Basispunkte auf 2,32 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,09 Prozent auf 136,74 Punkte. Trotz solider japanischer Konjunkturdaten gab der Nikkei 225 um rund 0,4 Prozent nach. Er litt unter einem sich befestigenden Yen.

Aus der Eurozone sind heute die Daten zum Geschäftsklimaindex und zur Wirtschaftsstimmung sowie zum BIP Frankreichs von Interesse. In den USA sind Veröffentlichungen zum BIP, zum Case-Shiller-Hauspreisindex und zum Verbrauchervertrauen potenzielle Marktbeweger. Unternehmensseitig bleibt die Lufthansa mit dem Pilotenstreik im Fokus.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD29MV Bull Vonovia SE Hebel 5,6
CE2G5C Bear Vonovia SE Hebel 7,4

Sie möchten Analysen wie diese jeden Tag vor Börseneröffnung ganz bequem in Ihr E-Mail Postfach bekommen? Jetzt einfach kostenfrei anmelden!

Wertpapier: Vonovia

Themen: Aktien, DAX, USD


Verpassen Sie keine Nachrichten von Commerzbank
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel