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Ölpreis vor OPEC-Treffen unter Druck
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Ölpreis vor OPEC-Treffen unter Druck

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
30.11.2016, 08:24  |  535   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt konnte sich am Dienstag gestützt von positiven US-Konjunkturdaten etwas von der Vortagesschwäche erholen. Der DAX schloss 0,35 Prozent höher bei 10.620 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,28 beziehungsweise 0,23 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 72 Gewinner und 37 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 82 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 80,8 Millionen Aktien im Wert von 2,63 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,48). Stärkste Sektoren waren Bauwerte, Versorger und Banken. Abwärts ging es lediglich für Softwaretitel, Automobilwerte und Medienwerte. Im DAX belegte RWE nach einem positiven Analystenkommentar mit plus 3,13 Prozent die Indexspitze. Continental und Fresenius folgten mit Aufschlägen von 2,40 respektive 1,87 Prozent. Die rote Laterne hielt BMW mit einem Abschlag von 1,04 Prozent. Daimler und SAP folgten dahinter mit Kursverlusten von 0,70 beziehungsweise 0,59 Prozent.

An der Wall Street wiesen die Indizes zur Schlussglocke bei schlechter Marktbreite moderate Aufschläge auf. Eine wesentlich besser als erwartete Verbraucherstimmung und besser als erwartete BIP-Daten konnten keine große Kaufneigung bei den Anlegern entfachen. Der Dow Jones Industrial gewann 0,12 Prozent auf 19.122 Punkte hinzu. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,33 Prozent aufwärts auf 4.873 Zähler. An der NYSE zeigten 50 Prozent aller Werte Kursverluste und 47 Prozent Gewinne. Das Abwärtsvolumen lag bei 58 Prozent. 134 neuen 52-Wochen-Hochs standen 27 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Immobilienwerte, Healthcarewerte und Versorger. Einziger Sektor im Minus war der Energiesektor mit kräftig fallenden Ölpreisen. An der Dow-Spitze haussierte UnitedHealth nach einem optimistischen Unternehmens-Ausblick um 3,60 Prozent. Chevron büßte am anderen Ende 1,04 Prozent ein.

Am Devisenmarkt setzte der Dollar-Index seine Konsolidierung unterhalb des jüngst erreichten 13-Jahres-Hochs fort und notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,22 Prozent tiefer bei 100,94 Punkten. Der Euro konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Pfund Sterling aufwerten. EUR/USD stieg um 0,39 Prozent auf 1,0653 USD. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 1,0564 USD und 1,0654 USD. Deutliche Stärke zeigte das Pfund Sterling nach positiven Konjunkturdaten, während der Yen gegenüber allen anderen Majors abwertete.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise büßte belastet von absackenden Ölpreisen 2,80 Prozent auf 360,04 Punkte ein. Im Vorfeld des heutigen OPEC-Ministertreffens in Wien offenbarten Aussagen von Seiten der Ölminister einen weiterhin großen Dissens darüber, welches Förderland die Produktion um wie viel kürzen soll, um die Gesamtproduktion im Kartell auf ein anvisiertes Zielband von 32,5-33,0 Millionen Barrel am Tag zu senken. Im Oktober lag die OPEC-Produktion bei 33,8 Millionen Barrel am Tag. Je nach Ausgang des heutigen Treffens könnte es aus technischer Sicht zu einem kräftigen Kurssprung in Richtung 52-56 USD oder aber zu einem Kurssturz in Richtung 39-41 USD kommen. Rohöl der Nordseesorte Brent (Februar-Kontrakt) verbilligte sich gestern um 3,70 Prozent auf 47,39 USD. Die US-Sorte WTI gab um 3,82 Prozent auf 45,28 USD nach. US-Erdgas notierte 0,33 Prozent höher bei 3,33 USD. Comex-Kupfer rutschte um 2,47 Prozent auf 2,59 USD ab. Gold verlor 0,32 Prozent auf 1.187 USD (1.116 EUR). Platin fiel um 0,31 Prozent auf 920,40 USD. Silber und Palladium verteuerten sich um 0,10 beziehungsweise 0,96 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite bei 0,02 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte gestützt von den positiven US-Konjunkturdaten bis zum Abend um drei Basispunkte auf 0,22 Prozent. Der Euro-Bund-Future konnte sich deutlich von seinem Tagestief bei 161,33 Punkten absetzen und schloss 0,01 Prozent tiefer bei 161,91 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,30 Prozent nach. Die Konsolidierung unterhalb des jüngst erzielten Jahreshochs bei 2,42 Prozent setzt sich somit fort.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,24 Prozent auf 136,50 Punkte. Gegen den Trend zeigten der Shanghai Composite und der ASX 200 Schwäche. Unternehmensseitig stand Samsung Electronics im Fokus. Der koreanische Riese könnte sich im nächsten Jahr aufspalten. Die Aktie kletterte in Seoul auf ein Allzeithoch.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die Verbraucherpreise in der Eurozone, den ADP-Arbeitsmarktbericht in den USA und den Chicagoer Einkaufsmanagerindex. Daneben dürften sehr wichtige Impulse für den Ölpreis und damit auf Öl-Aktien vom OPEC-Ministertreffen in Wien ausgehen. Die Pressekonferenz ist hier auf 16 Uhr angesetzt. Unternehmensseitig veröffentlicht Rocket Internet die Zahlen zum dritten Quartal. Bei der Allianz findet der Capital Markets Day statt. Siemens wird den Geschäftsbericht für 2016 präsentieren. Linde dürfte heute im Fokus stehen, nachdem gestern Abend bekannt wurde, dass der Konkurrent Praxair einen überarbeiteten Vorschlag für eine Übernahme durch Linde vorgelegt hat. Die Aktie von Linde stieg nachbörslich um über 6 Prozent.

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Themen: Öl, DAX, USD


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