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Dow Jones, EUR/USD & Co. – Märkte im Fokus
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Dow Jones, EUR/USD & Co. – Märkte im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
04.01.2017, 08:07  |  739   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt trat am Dienstag weitgehend auf der Stelle. Der DAX endete 0,12 Prozent tiefer bei 11.584 Punkten. Der MDAX notierte 0,01 Prozent höher bei 22.408 Punkten. Für den TecDAX ging es um 0,04 Prozent abwärts auf 1.840 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 53 Gewinner und 57 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 91,1 Millionen Aktien im Wert von 3,40 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,03). Stärkste Sektoren waren Banken, Automobilwerte und Versicherungen. Die größten Abschläge waren bei Versorgern, Immobilienwerten und Konsumwerten zu beobachten. An der DAX-Spitze verbesserte sich die Commerzbank-Aktie um 4,29 Prozent. Volkswagen legte um 1,96 Prozent zu. Allianz stieg um 1,43 Prozent. Nach Börsenschluss konnten Volkswagen, Daimler und BMW weitere Kursgewinne verbuchen. Hier stützte die Meldung, dass Intel den Autobauern einen Teil ihrer Anteile am Kartendienst Here abkauft. Die rote DAX-Laterne hielt Vonovia mit einem Minus von 1,75 Prozent. Henkel und Siemens büßten 1,52 beziehungsweise 1,48 Prozent ein.

An der Wall Street starteten die Indizes positiv in das neue Börsenjahr. Gestützt wurde die Kauflaune von einem besser als erwarteten ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Der vielbeachtete Konjunkturindikator stieg im Dezember von zuvor 53,2 auf 54,7 Punkte (Konsensschätzung: 53,6). Der Dow Jones Index schloss 0,60 Prozent fester bei 19.882 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,98 Prozent nach oben auf 4.911 Zähler. 74 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 79 Prozent. 143 neuen 52-Wochen-Hochs standen lediglich zehn neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Healthcare und Energiewerte. Einziger Sektor im Minus waren Versorger. Die im letzten Jahr schlecht gelaufene Nike-Aktie befestigte sich an der Dow-Spitze um 2,26 Prozent. Am anderen Ende verlor McDonald’s 1,72 Prozent. Tesla stand nach der Schlussglocke im Blick und verlor nachbörslich rund 2,1 Prozent, nachdem der Autobauer bei den Absatzzahlen enttäuschte.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar nach den positiven Konjunkturdaten gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index rückte gegen Ende des New Yorker Handels um 0,46 Prozent auf 103,27 Punkte vor. In der Spitze hatte er bei 103,82 Zählern sogar ein neues 14-Jahres-Hoch erklommen, bevor er wieder in die Handelsspanne der vergangenen beiden Wochen zurückfiel. Der Euro tendierte gegenüber allen anderen Majors schwächer. EUR/USD gab um 0,41 Prozent auf 1,0409 USD nach. Im Tagesverlauf hatte das Währungspaar bei 1,0341 USD ein neues 13-Jahres-Tief markiert, bevor eine deutliche Erholung zurück über das letzte Tief bei 1,0352 USD erfolgte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex konnte im Tagesverlauf knapp ein neues 18-Monats-Hoch erzielen, geriet dann jedoch unter Druck und schloss 1,89 Prozent tiefer bei 390,66 Punkten. Belastend wirkten der feste Greenback sowie nachgebende Energierohstoffe. Brent-Öl verbilligte sich um 1,97 Prozent auf 55,70 USD. US-Erdgas brach um 10,23 Prozent auf 3,34 USD ein und verzeichnete damit den prozentual größten Tagesverlust seit Februar 2014. Auf der Notierung lasteten Vorhersagen für höhere Temperaturen in weiten Teilen des Südens und Ostens der USA. Comex-Kupfer fiel um 0,66 Prozent auf 2,49 USD. Stark gesucht waren die Edelmetalle. Gold verteuerte sich um 0,89 Prozent auf 1.162 USD (1.113 EUR). Silber, Platin und Palladium haussierten zwischen 2,26 und 4,32 Prozent.

Deutsche Bundesanleihen standen nach einem deutlichen und höher als von Experten erwarteten Anstieg der heimischen Inflationsrate unter Druck. Die Renditen zogen entsprechend an. Die Umlaufrendite sprang um sechs Basispunkte auf 0,06 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte ebenfalls um sechs Basispunkte auf 0,25 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,61 Prozent auf 163,45 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte nach einem zwischenzeitlichen deutlichen Anstieg aufgrund des positiv ausgefallenen ISM-Index am Ende bei 2,45 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index legte zuletzt um 1,02 Prozent auf 136.27 Punkte zu. Besonders kräftig aufwärts ging es mit dem Nikkei 225, der gestützt von einem schwächeren Yen und einem besser als erwartet ausgefallenen Industrie-Einkaufsmanagerindex um rund 2,5 Prozent nach oben sprang.

Heute richtet sich der Blick auf die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone sowie auf die Verbraucherpreise für die Eurozone als potenzielle Marktbeweger. Am Abend gewährt das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung Einblick in die geldpolitische Stimmungslage in der US-Notenbank. Hier werden Anleger vor allem auf Aussagen über die möglichen Auswirkungen einer Umsetzung der Agenda des nächsten US-Präsidenten Trump achten. Autowerten dürfte mit den Daten zum Kfz-Absatz in den USA besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden.

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