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Vonovia & Co. – “Die Immobilienpreise steigen weiter”

Gastautor: Daniel Saurenz
06.01.2017, 07:00  |  1047   |   |   

Bilfinger bau ImmobilienTrotz der zunehmenden politischen Risiken in der Euro-Zone, vor allem wegen der Präsidentschaftswahl in Frankreich am 23. April, sind die Zinsen für Staatsanleihen weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. In dem Umfeld bleiben Immobilien sehr begehrt. Iris Schöberl, Managing Director bei BMO Real Estate Partners Deutschland, kommentiert das Immobilienjahr 2016 und gibt einen Ausblick auf 2017.

Langsam aber sicher setzen die Aktien der Immobilienfirmen, wie Vonovia, Deutsche Wohnen, oder LEG Immobilien den Erholungskurs fort: Die Kurse sind gestützt worden, nachdem in den vergangenen Woche die Zinsen, beispielsweise für italienische Anleihen, etwas gesunken waren, nachdem sie wieder nach oben gedreht sind. Umso mehr kommt es auf EZB-Chef Mario Draghi an, dass er die Lage am Anleihenmarkt weiter unter Kontrolle behält, was für ein anhaltend gutes Umfeld am Immobilienmarkt sorgen würde. Iris Schöberl, Expertin bei BMO Real Estate Partners Deutschland, zeigt ihr Szenario für den Markt auf.

Achtung – unsere ISIN-Liste ist prall gefüllt mit frischen Produkten auf verschiedenste Basiswerte. Hier eine kleine Auswahl aktueller Produkte:

Vonovia Discount Call - PB9R3W

Vonovia Capped Bonus – PB31PL

Vonovia Turbo-Bull – HU3LWV

Deutsche Wohnen Turbo Bull – CE3UFU

Beachten Sie auch unsere aktuellen Investmentideen.

… zur Entwicklung der Immobilien-Investmentmärkte:
In den für uns relevanten Sektoren Einzelhandels- und Wohnimmobilien in Deutschland sowie im Bereich der Premium-Einzelhandelsobjekte in den europäischen Metropolen hat die Nachfrage überall weiter angezogen. Im Niedrigzinsumfeld ist die Immobilie als Asset mit vergleichsweise hoher Rendite und gleichzeitig der Aussicht auf Wertstabilität sehr attraktiv.

Das zeigt sich auch auf der Angebotsseite: Eigentümer sind immer weniger verkaufswillig, ganz einfach weil ihnen die Anlagealternativen fehlen. Das mangelnde Angebot ist der Hauptgrund für den starken Rückgang beim Transaktionsvolumen mit Einzelhandelsimmobilien in Deutschland. Im Wohnungsmarkt sieht es ähnlich aus, wobei hier angesichts der gestiegenen Zahl der Baugenehmigungen zumindest im Neubausektor zusätzliches Angebot auf den Markt kommen sollte.

Auf aktuelle Daten und Ereignisse nehmen wir in unseren Webinaren immer ausführlich Bezug. Hier haben wir den Ausblick auf 2017 analysiert.

Italien_Immobilien

… über die Reaktionen der Investoren auf die Situation:
Institutionelle Anleger sind unverändert auf Core- und Core-plus-Immobilien fokussiert. Lieber nehmen sie hier niedrigere Renditen in Kauf als in Segmente mit höheren Risken auszuweichen. „Develop to core“, also der Kauf von Objekten, die sich mit überschaubaren Investitionen zu Core-Immobilien entwickeln lassen, spielt im Einzelhandelssektor keine allzu große Rolle.

Ganz einfach deshalb, weil in Deutschland in den vergangenen Jahren stark in Refurbishments investiert wurde und es deshalb kaum mehr Immobilien gibt, die sich in Richtung Core managen lassen. Die allgemeine Verunsicherung, wie sich die wirtschaftlichen und politischen Bedigungen weiterentwickeln, ist deutlich spürbar. Transaktionen werden sehr umfassend geprüft und Entscheidungen ziehen sich mitunter in die Länge.

Wer sein Depot kostengünstig bestücken möchte, sollte sich die Preisgestaltung bei De Giro ansehen. Je nach Basiswert lassen sich zwischen 74 und 98 Prozent sparen.

… über die Lage des Einzelhandels und der daraus resultierende Entwicklung am Mietmarkt:
Vor allem der stationäre Einzelhandel im Textilbereich ist unter Druck. Das Thema „Online“ wird dann schnell als Ursache genannt, aber das ist mir als Erklärung zu einfach. Anbieter wie Primark haben kein Online-Geschäft und sind trotzdem extrem erfolgreich. Und auch kleinere Anbieter aus dem Premiumsegment, die aber an ihrem Standort der Platzhirsch sind, behaupten sich – wenn Service und Produktangebot stimmen.

An einem adäquaten Service sowie ein ansprechendes Produktangebot müssen manche Einzelhändler arbeiten. Als Vermieter werden wir aktuell häufiger mit der Forderung nach Mietreduktionen in teilweise erheblichen Größenordnungen konfrontiert. Darauf lassen wir uns aber nicht ein. Bei der Länge der Mietverträge favorisieren die Nutzer eher Laufzeiten von fünf anstatt etwa zehn Jahren.

Vonovia in Euro auf 5 Jahre

Vonovia in Euro auf 5 Jahre

Eine nützliche Matrix der DAX-Einzelwerte finden Sie hier

… zur erwarteten Entwicklung im Jahr 2017:
Die Nachfrage wird weiter steigen und mit ihr die Immobilienpreise. Vor allem deshalb, weil institutionelle Anleger sicher weiter auf Core- und Core-plus-Immobilien fokussiert bleiben werden. Die Definition von Core wird dabei durchaus etwas weiter gefasst. Auch Sonderformen wie Mikroappartments sind heute Core-Objekte, wenn Standort und Objektqualität stimmen.

Insgesamt ist zu erwarten, dass Anleger 2017 verstärkt auf Portfolio Deals setzen, ihre Möglichkeiten noch intensiver prüfen werden und sich die Transaktionsdauer weiter verlängert. Hier wird sicher auch die immer strengere Regulierung ihre Auswirkungen haben, die die Prozesse verteuert und kompliziert, ohne dass sie zu mehr Schutz der Anleger führt.

… zur Strategie von BMO Real Estate Partners im Jahr 2017:
Wir werden unverändert in Einzelhandelsimmobilien in deutschen Mittel- und Großstädten sowie Top-Immobilien in den Zentren europäischer Metropolen mit hoher touristischer Attraktivität investieren. Hinzu kommt der Wohnungssektor, den wir ebenfalls schon lange bearbeiten, in dem wir aber in den kommenden Monaten noch aktiver werden wollen. Neben dem laufenden Geschäft mit Immobilien-Spezialfonds streben wir auch weitere Club-Deals nach dem Vorbild des Ankaufs des Shopping-Centers Q 6 Q 7 in Mannheim an. Das war für uns die Highlight-Transaktion des Jahres 2016 und wir würden 2017 gerne weitere Projekte dieser Art folgen lassen.

Wertpapier: Vonovia Mini Future Long 25 Open-End (HVB), Vonovia Bonus Cap 25 bis 2017/06 (BNP), Vonovia Discount Call 26-29 bis 2017/06 (BNP)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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