Die Bandbreite an Geschlossenen Fonds wird ständig durch neue Beteiligungsmöglichkeiten erweitert. Die so genannten Exotenfonds umfassen dabei Beteiligungen, die keinem Spezialsegment zuzuordnen sind. In diese Nische fallen zum Beispiel Beteiligungen an Luxusgütern wie Wein- und Zigarrenfonds oder auch Kunstfonds. Aber auch Fußballfonds oder Prozesskostenfonds sowie Beteiligung in der Konstruktion von Genussrechten sind hier zu finden. Der Anteil von Exotenfonds am Gesamtplatzierungsvolumen der Geschlossenen Fonds ist vergleichsweise gering.
Der Phantasie bezüglich des Investitionsobjektes sind bei den Exotenfonds kaum Grenzen gesetzt. Die Bausteine und Eckdaten der Beteiligungen gleichen jedoch denen anderer Segmente Geschlossener Fonds. Die Anleger beteiligen sich mit einem Mindestbetrag an einer Kommanditgesellschaft. Sie werden zu Mitunternehmern, so genannten Kommanditisten – mit allen Chancen aber auch Risiken. Die Einkunftsarten sind aufgrund der Heterogenität der Produkte einzelfallspezifisch.
Da Exotenfonds eher die Nischen als Anlageobjekte bedienen, sollten Anleger die Fondskonstruktion, das Investitionsobjekt und den Anbieter genau unter die Lupe nehmen. Kenntnisse des Investitionsobjektes und der entsprechenden Rahmenbedingungen sind von Vorteil. Aufgrund der Emotionalität der Investitionsobjekte bieten Exotenfonds oft ein hohes Identifikationspotenzial.