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Eine schlechte Nachricht folgt der nächsten

Gastautor: Jochen Steffens
 |  20.04.2012, 10:25  |  2603 Aufrufe  |   | 

So langsam muss man sich wohl darauf einstellen, dass die Märkte Spanien für sich entdeckt haben. Griechenland ist seit der Rettung out, jetzt stürzt man sich auf das nächste Land. Und Spanien ist durchaus ein aussichtsreicher Kandidat für eine erneute Verschärfung der Euro-Krise.

Spanien gerät immer mehr in den Fokus der Anleger

Immer mehr düstere Nachrichten kommen aus dem angeschlagenen Land. Nicht nur dass die Zinsen auf Staatsanleihen zulegen und dies dem Land die Refinanzierung erschwert, auch der Immobilienmarkt macht nun den Banken des Landes schwer zu schaffen. Milliarden Euro auf faule Häuserkredite müssen abgeschrieben werden. Und das alles bei einer Arbeitslosenquote von über 20 Prozent.

Eine schlechte Nachricht folgt der nächsten

Dem DAX hat diese neue Unsicherheit heute nicht geschmeckt. Die Volatilität zog gegenüber dem gestrigen Tag enorm an. Hinzu kamen auch noch Spekulationen um eine unmittelbar bevorstehende Herabstufung Frankreichs. Insbesondere ab ca. 10:30 Uhr nahmen die Bewegung mit startschussartigen Kerzen (siehe Ellipse) im Chart deutlich zu.

Mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe kamen auch noch schlechte Nachrichten aus den USA dazu. Zwar gingen diese auf 386.000 leicht zurück, doch bedeutete das gerade einmal einen Rückgang um 2.000 gegenüber der Vorwoche, in der es einen deutlichen Sprung nach oben auf 388.000 Anträge gab. In den Wochen zuvor waren stets deutlich niedrigere Zahlen gemeldet worden.

Weitere US-Daten verhageln zeitgleich die Stimmung

Und der negative Zahlenreigen ging am Nachmittag weiter. Um 16 Uhr fiel der Philly Fed Index ebenfalls schlecht aus. Er notiert im April bei 8,5. Erwartet wurde er im Bereich 10,0 bis 10,3, nachdem er im Vormonat noch bei 12,5 Punkten stand.
Zu Beginn der Woche wurde bereits der New York Empire State Index der New York Fed veröffentlicht. Hier gab es quasi einen Erdrutsch. Der Index fiel von 20,2 Punkten im März auf nun nur noch 6,6. Erwartet wurde der Index im Bereich 17,5 bis 18,0.

Zeitgleich mit dem heutigen Philly Fed Index wurde die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe für den Monat März veröffentlicht. Ein weiteres Indiz für den so wichtigen Immobilienmarkt der USA. Und auch hier keine positiven Neuigkeiten. Die Zahl ist auf 4,48 Mio. gefallen. Im Monat zuvor waren 4,60 Mio. Häuser verkauft worden und es wurde mit einem Anstieg gerechnet.

Wenigstens die Frühindikatoren, die ebenfalls um 16 Uhr veröffentlicht wurden, kamen im Rahmen der Erwartungen rein. Der Anstieg im März um 0,3 % lag leicht über den erwarteten 0,2 %.

DAX nach wilder Berg- und Talfahrt auf Tagestief

Kaum verwunderlich, dass der DAX nach einer wilden Berg- und Talfahrt zur Stunde auf dem Niveau des Tagestiefs notiert.

Damit besteht bei weiter schlechten Nachrichten die Gefahr, dass es sich bei den Kursanstiegen der letzten Tage wohl nur um eine Gegenbewegung handelte.

Ihr

Stockstreet-Team

(Quelle: www.stockstreet.de)



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