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DAX-Chartanalyse: Konsolidierungszwang für DAX und Dow Jones

DAX-Chartanalyse Konsolidierungszwang für DAX und Dow Jones

Gastautor: Andreas Mueller
21.08.2016, 12:37  |  7779   |   |   

Trading ist keine Einbahnstrasse und Trends enden oder verweilen etwas. Diese so genannte Konsolidierung dominierte den DAX und auch den Dow Jones. Folgende neuen Impulse könnten diese Phase nun beenden.

Börse ist keine Einbahnstraße. Bewegungen und Trends können sehr stark und langanhaltend sein, doch es gibt immer ein Ende. Und so war meine Analyse aus der Vorwoche mit dem Titel „Rekordjagd und kein Ende in Sicht“ (Link dazu ->) sicher nicht als Webweiser und Freibrief für das restliche Börsenjahr gemeint. Erarbeiten wir dennoch die Geschehnisse und geben einen Ausblick für die kommende Handelswoche.

 

Der DAX-Wochenrückblick

 

Unser Deutscher Aktienindex nahm die Überschrift am Montag jedoch zum Anlaß, seinen Aufwärtsimpuls zunächst fortzusetzen. Bis knapp über 10.800 Punkte konnte er am Vormittag des 15.07.2016 steigen und damit ein neues Jahreshoch markieren. So schnell diese Bewegung ging, so schnell wurde sie jedoch auch wieder abverkauft. Es stellte sich zum Mittag die Frage „Ausbruch im DAX mit Pullback oder Fake?“ welche ich in den Tages-Trading-Chancen mit folgendem Chartbild und Ausblick beschrieb:

 

 

Diese Frage ist durchaus berechtigt, wo doch das Volumen am Feiertag einiger katholischer Bundesländer hier parallel zur Urlaubszeit gering ist. Aktuell sind wir "nur" am Pullback und damit ist der Ausbruch noch kein Fake. Bärisch wäre es erst bei neuen Tagestiefs, doch vielleicht kommt ja gleich zum Mittag ein neuer Anlauf nach oben...

(Nachzulesen unter ->)

 

Die 10.740 Punkte als XETRA-Schlusskurs vom Montag bildeten danach das Verlaufshoch. Am Dienstag wurde dann zuerst die Kante zur größeren Konsolidierung (im Bild als Unterstützung gezeigt) bei 10.63x berührt und dann noch einmal mit positivem ZEW-Index im Rücken ein Angriff auf die 10.740 gestartet. Doch mehr als ein GAP-Close zeigte der DAX nicht. Dieses kann man sich gerne als Bild in sein Trading-Tagebuch heften, ebenfalls in den Tages-Trading-Chancen gezeigt (Rückblick als Link ->):

 

 

Am Mittwoch reichte die Kraft gerade noch bis 10.696 Punkte. Das Eintauchen in die große Konsolidierungszone und damit der Bruch der kleinen Unterstützung von 10.63x war beschlossene Sache.

 

Diese hatte ich in der Vorwoche im Stundenchart als gelbe Zone eingezeichnet. Zur Erinnerung hier noch einmal das Chartbild:

 

 

Diese gezeigte Unterstützungszone erlangt nun im Stundenchart eine entsprechende Bedeutung, da sie die größere Konsolidierungszone bis zum großen Ausbruch darstellt. Ein Eintauchen darin mit Kursen unter 10.630 Punkten würde diese aktivieren und vermutlich durch entsprechende Stopp-Abarbeitungen bis zum Ausbruchslevel von Dienstag führen.

(Link zum Nachlesen ->)

 

Aktuelle Situation und Ausblick


Zum Wochenausklang hin wurden somit die 10.500 Punkte noch einmal erreicht. Dies war die untere Kante der Konsolidierungszone aus dem Stundenchart und markierte parallel das Ausbruchsniveau aus dem Abwärtstrend im großen Stundenchart seit 2015.

 

Der nun aktualisierte Stundenchart sieht wie folgt aus:

 

Keine Panik, denn wir sind noch immer über dem Abwärtstrend. Mehr als eine „Reine Konsolidierung“ ist im DAX nicht passiert und dies ist durchaus gesund.

 

Eine gewisse Zurückhaltung nach dem US-Notenbanksitzungsprotokoll der FED ist im Markt zu spüren. Am Freitag dominierte nach dem Test der 10.500 Punkte die Lustlosigkeit ebenso wie in den USA. Blicken wir auf den Dow Jones Stundenchart, ist die abwartende Haltung durch eine Verengung der Bewegungen in einem Dreieck sehr gut zu sehen:

 

 

 

In den Medien war von einem „impulsarmen Handel“ zu lesen (bspw. hier ->).

 

Im Chartbild gilt es auf die 18.460 Punkte zu achten, denn damit wäre nicht nur der Aufwärtstrend aus August gebrochen, sondern auch das GAP bis 18.350 Punkte angerissen. Auf der Oberseite ist ab 18.600 Punkte erneut positive Stimmung sichtbar.

 

Eine Entscheidung für die Ausbruchsrichtung könnte somit durch einen Impuls aus den USA erfolgen. Vielleicht mit der Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen in der kommenden Woche?

 

Ich bleibe positiv gestimmt, auch wenn (oder gerade weil) hier eine Menge neue und alte Crash-Propheten auf den Plan treten. Nur weil George Soros seine Short-Optionen ausweitet (nachzulesen auf wallstreet-online ->) und „Dr. Doom“ Marc Faber sich in Interviews erneut skeptisch zu allem gibt (aus der Redaktion w:o ->), muss noch kein Crash erfolgen. Oder was denkt Ihr dazu? Somit freue ich mich auf den Austausch mit Euch. Dies ist sehr zeitnah in den Tages-Trading-Chancen möglich.

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Herzlichen Dank für Eure Unterstützung und viel Erfolg im Eigenhandel wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

Wertpapier: DAX, Dow Jones


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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