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GOLD: Risiken überwiegen kurzfristig im Gold
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GOLD Risiken überwiegen kurzfristig im Gold

22.11.2016, 06:30  |  2575   |   |   

Die gestrige Erholung im Goldpreis konnte nicht überzeugen. Nur eine leichte Gegenbewegung setzte sich durch, der es jedoch an Kraft nach oben fehlte. So wurden zum Abend hin die leichten Gewinne zum Teil wieder abgeben. Die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die Zinsen in den USA mittel- und langfristig steigen sollten aufgrund eines Infrastruktur-Programmes und direkter Staatsfinanzierung, der Rückkehr einer moderaten Inflation schwächt weiterhin den Goldpreis.

Gold an sich bringt keine Zinsen und kostet eher Geld – in Form von Aufbewahrungskosten. Steigen nun die Zinsen ist es für Investoren einfach sinnvoller, aus Gold auszusteigen. Zumal in einem Umfeld staatlicher Konjunkturprogramme die Risikobereitschaft für Aktien und rentierlichere Anlagen zunehmen dürfte und somit Gold wiederum als Hort der Sicherheit an Attraktivität verliert. Eher kritisch zu werten sind hierbei die Daten der Gold-ETFs, die in den vergangenen Handelstagen Mittelabflüsse bzw. Goldverkäufe zu verzeichnen hatten. Auch die nachlassende Nachfrage der Schmuckindustrie sowie eine geringe Nachfrage nach Münzen und Barren drückt die Stimmung. Solange daher der US-Dollar fest bleibt, keine galoppierende Inflation im Sinne eines umfassenden Vertrauensverlustes in Papiergeld vorliegt, dürfte die gegenwärtige Schwäche im Goldmarkt anhalten.

Ein Fall der runden und eher psychologisch bedeutsamen 1.200$ wäre negativ – kritisch aus charttechnischer Sicht wäre ein Fall vor allem unter 1.190$. Eine klare Aufhellung ergibt sich erst über ca. 1.242$.

Goldanleger sollten allerdings die Entwicklung des US-Dollar im Auge behalten – die Märkte liegen ja bekanntlich gern falsch. Die derzeitige Stärke des US-Dollar könnte sich als Strohfeuer entpuppen, sofern die Fed signalisiert, dass eine Anhebung der US-Zinsen aufgrund der Unsicherheiten der Konjunktur in den USA, die zudem größtenteils liquiditätsgetrieben ist, vorerst nur moderat ausfällt und auch die neue US-Regierung als Ziel einen eher schwächeren US-Dollar ausgibt, um die US-Exportwirtschaft zu stützen. Noch liegt jedoch im Gold keine Bodenbildung vor.

 

Gold - Wochenkerzen

Zum Überblick die gestrige Wochenanalyse:

In den Wochenkerzen ist mit dem jüngsten Kursabschwung ein großer Teil des Abwärtspotenzials nach Break des Aufwärtstrends und des Dreiecks abgearbeitet. Eine Stabilisierung im Bereich 1.200 bis 1.191/90$ ist daher machbar auch bei neuen Tiefs. Kritisch hingegen wäre ein weiterer Verfall der Gold-Notierung auch unter 1.190$ mit Ziel bis ca. 1.163/60$. Deutliche Aufhellung über 1.242$ mit Erholungschance bis ca. 1.285$. Hier wäre allerdings aus charttechnischer Sicht eher auf Verkaufssignale zu achten.

 

Gold - Tageskerzen

Gestern als auch heute Morgen eine Stabilisierung und leichte Gegenbewegung, der es aber noch an Kraft fehlt. Erholungen treffen jedoch vorerst im Bereich 1.220 bis 1.230$ auf Widerstand, leicht positiv über 1.232/33$ mit Ziel 1.240/42$. Kritisch wäre ein Fall unter 1.195, 1.190 und 1.180$ mit Ziel 1.163/60$.

 

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

Die interaktiven Charts zum Goldpreis finden Sie auch hier: Experten-Desktop Stefan Salomon

Die wichtigsten Zahlen:

http://www.wallstreet-online.de/wirtschaftskalender

 

Hinweis: Die Analyse wurde von Stefan Salomon mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von CFD, Aktien oder anderen Finanzprodukten. Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Eine Angabe von Kurszielen, potenziellen Kauf- oder Verkaufssignalen dient lediglich der Information und dient der Veranschaulichung entsprechend der Methodik der Chartanalyse. Die in den Beiträgen von Stefan Salomon besprochenen Werte können für den einzelnen Anleger je nach dessen Risikoprofil und finanzieller Lage nicht geeignet sein. Erklärung nach §34b Abs 1 WPHG: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags in dem in diesem Beitrag besprochenen Wert/Werten investiert ist, direkt oder indirekt durch Finanzinstrumente. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Charts: www.guidants.com

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Stefan Salomon ist seit Mitte der 1990er-Jahre Technischer Analyst. Er gilt als der Spezialist in Deutschland für Candlesticks in Verbindung mit der Trend- und Formationsanalyse. Mit rund 20 Jahren Erfahrung ist Stefan Salomon gefragter Medienpartner und Vortragsredner (u.a. auch n-tv, DAF, diverse Zeitungen und Magazine). Sein Motto lautet: "Börse ist einfach"! In Seminaren und Webinaren sowie als Coach vermittelt "Mr. Candlestick" sein Wissen an Börsen-Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis gern weiter.

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