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Gut für die Wirtschaft Juhu, Öl-Crash! Bundesregierung freut sich über niedrigen Ölpreis

08.02.2016, 16:48  |  3792   |   |   

Crashpropheten überschlagen sich angesichts des niedrigen Ölpreises mit Horrornachrichten (siehe hier und hier), andere wiederum bleiben betont gelassen. „Öl-Crash, na und?“, sagte sich Altmeister Warren Buffett und stieg im großen Stil beim Ölkonzern Phillips 66 ein. Na und, sagen nun auch die Experten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Im Gegenteil, die deutsche Wirtschaft profitiere sogar vom Ölpreisverfall.

Nach Ansicht der Bundesregierung wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr spürbar vom gesunkenen Ölpreis profitieren. „Insbesondere für ölimportierende Länder wie Deutschland und die EU hat der gesunkene Ölpreis Vorteile“, sagte ein hochrangiger Beamter aus dem Bundesfinanzministerium der „Welt am Sonntag“. Bleibt der Ölpreis in diesem Jahr auf einem durchschnittlich niedrigen Niveau von 31 US-Dollar, könnte er nach Schätzung des Bundesfinanzministeriums ein zusätzliches Einkommen von rund 15 Milliarden Euro generieren – das wären 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Je tiefer der Ölpreis fällt, desto mehr wächst die Angst vor einer neuen Finanzkrise. Sorgen bereitet vor allem das Risiko, dass Ölproduzenten ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Experten befürchten einen fatalen Dominoeffekt (Mehr dazu hier: Forscher entdecken erschreckende Parallelen zwischen Öl-Crash und Subprime-Krise). Das Bundesfinanzministerium sieht dagegen „keine gravierende Kreditkrise“ heraufziehen. Gleichwohl warnen die Ökonomen, der Preisrückgang beim Öl könne nicht nur Folge eines Überangebots, „sondern auch Ursache der schwächeren Weltkonjunktur sein.“ Darüber hinaus könnten die Folgen für die Öl-Staaten auch in Deutschland spürbar werden. So könne eine geringere Nachfrage rohstoffexportierender Länder nach deutschen Konsum- und Investitionsgütern die positiven Effekte des Ölpreisrückgangs „abmildern oder sogar überkompensieren“, so das Bundesfinanzministerium.

„Risiken für Deutschland überschaubar“

Das Bundeswirtschaftsministerium ist da anderer Meinung. Zwar würde der niedrige Preis die Haushalte von Staaten wie Saudi-Arabien, Libyen oder Venezuela stark belasten (wallstreet:online berichtete). „Da die Exportverbindungen Deutschlands zu den Öl-Förderländern weit überwiegend überschaubar sind und es sich zumeist um kleine Volkswirtschaften handelt, sind die möglichen Risiken, die sich für Deutschland ergeben, jedoch als gering einzuschätzen.“ Insgesamt glauben auch die Ökonomen im Bundeswirtschaftsministerium, dass das billige Öl die deutsche Wirtschaft antreiben wird. „Der Rückgang der Ölpreise hat in der EU und der Weltwirtschaft zu einer leichten Belebung geführt, leistet einen Beitrag zur guten Stimmung in den Unternehmen und hat positive Auswirkungen auf das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft“, heißt es aus dem Haus von Sigmar Gabriel.

Die chronische deutsche Investitionsschwäche wird allerdings auch durch den niedrigen Ölpreis nicht abgedämpft. „Bei der Investitionsnachfrage der Unternehmen zeigt sich bisher keine zusätzliche Belebung allein durch den Ölpreisrückgang. Das gilt sowohl für Deutschland als auch für den Rest Europas“, sagt Ulf Slopek, stellvertretender Abteilungsleiter bei der Bundesbank.



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Kommentare

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Goldneurotiker
09.02.16 14:23:35
Da müßte Gollum doch eigentlich bald auf die Idee kommen, die Steuern und Abgaben auf Benzin, Heizöl etc. zu erhöhen, weil es Deutschland gut tut und es uns allen gut geht, und weil wir es uns leisten können. Die letzte Diätenerhöhung muss auch noch gegenfinanziert werden. Da der Spritverbrauch durch Tempolimits weiter gesenkt wird, haben wir bestimmt genug Luft dafür. Ich wette, das kommt noch vor Abschaffung der Abgeltungssteuer.
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unnerfrangge
08.02.16 21:06:12
Übrigens.Wenn min 2Poli-Ticker lachen,noch dazu von einstmals unterschiedlichen Parteien,sollte der Bürger merke:Höchste Gefahr im Verzug!
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unnerfrangge
08.02.16 21:02:39
Mer muss a mol gönne könne!D'minuszins küt!Wolle,net de Nideggen, de Bauer ernt de grös Krumber!(So lautet der Versuch eines Unterfranken Kölsche Dialekt zu sprechen.Nemmts mer net krumm Kölsche Jong,der Zweck heilt auch hier die Mittel,hoffentlich!)Zur Zeit,bin ich uff Zoch,total abgebützt,net angetanzt&inne Büchs is a no was!Kölle Alaaf,Kölle u Akbar!König,Bauer Jungfrau?!Mer wolle ken mer roilosse!An die Gewehre(natürlich net Frau Petry!)

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Gut für die Wirtschaft Juhu, Öl-Crash! Bundesregierung freut sich über niedrigen Ölpreis

Crashpropheten überschlagen sich angesichts des niedrigen Ölpreises mit Horrornachrichten, andere wiederum bleiben betont gelassen - auch die Bundesregierung. Sie sagt: Die deutsche Wirtschaft profitiere sogar vom Ölpreisverfall.

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