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Der MDAX kommt wieder in Schwung – Technische Analyse Spezial vom 15. August 2016
Foto: www.commerzbank.de

Der MDAX kommt wieder in Schwung – Technische Analyse Spezial vom 15. August 2016

Gastautor: Achim Matzke
15.08.2016, 11:41  |  1176   |   |   

GEA und Leoni sind attraktive technische (Zu-)Käufe
Die technischen Verbesserungen der letzten Wochen finden sich nicht nur bei amerikanischen Aktienindizes und Standardwerten wieder sondern erfassen immer stärker auch den deutschen Aktienmarkt. Hier hat der DAX den 17-monatigen Baisse-Trend zumindest zur Seite verlassen. Im 50 Titel umfassenden MDAX haben zuletzt bereits 11 Werte neue historische Höchstkurse erreicht. Damit signalisiert die MDAX-Marktbreite, dass der Index mit Blick auf die kommenden Wochen am Sprung über die seit April 2015 bestehende, gestaffelte Widerstandszone von 21600 bis 21700 Punkten arbeitet. Technische Neuengagements sollten aber nicht bei Titeln mit einer überkauften Struktur, wie sie z.B. bei den Immobilien-Aktien Deutsche Wohnen und LEG Immobilien vorliegt, vorgenommen werden. Von Interesse sind eher MDAX-Aktien, die neue Investment-Kaufsignale geliefert haben, wie z.B. GEA. Hinzu kommen noch Titel, die nach einer vorherigen Baisse-Bewegung jetzt am Abschluss einer technischen Bodenformation arbeiten. Hier wäre z.B. der Automobilzulieferer Leoni zu nennen.

MDAX: Trendbestätigende Korrektur vor dem Abschluss
Der 50 Titel umfassende MDAX, in dem die mittelgroßen Aktien aus den klassischen Wirtschaftsbereichen unterhalb des DAX zusammengefasst sind und der zurückgerechnet genau wie der DAX am 31.12.1987 bei 1000 Punkten startete, ist ein Performance-Index. Dies bedeutet, dass anfallende Dividendenzahlungen der Unternehmen anteilig in Kursgewinne des Index umgerechnet werden. Der MDAX befindet sich seit fast 30 Jahren in einer sehr langfristigen Aufwärtsbewegung, wobei sich ab März 2009 und dem Kursniveau von 4120 Punkten ein technischer Hausse-Zyklus ergeben hat. Das Wechselspiel aus Investment-Kaufsignalen, mittelfristigen Aufwärtstrends und mittelfristigen Konsolidierungen/Korrekturen hatte den Index bis zum April 2015 auf neue All-Time-Highs um 21680 Punkte und damit in eine mittelfristig überkaufte Lage geführt. Der MDAX hat seine ausgeprägte mittelfristige relative Stärke gegenüber dem DAX auch in den letzten 17 Monaten durchgehalten. Während der DAX eine technische Baisse mit Kursverlusten von bis zu 30,0% hinnehmen musste, durchläuft der MDAX seit April 2015 eine schwankungsintensive Seitwärtspendelbewegung unterhalb der gestaffelten Resistance-Zone von 21600 bis 21700 Punkten und oberhalb der gestaffelten Support-Zone von 18000 bis 19000 Punkten. Aus übergeordneter technischer Sicht handelt es sich hierbei um eine trendbestätigende Konsolidierung (nach oben) innerhalb des intakten Hausse-Zyklus. Deshalb überrascht es nicht, dass der Index zuletzt mit einem intakten kurzfristigen Aufwärtstrend an diese Resistance-Zone gelaufen ist. Die deutlich verbesserte Marktbreite signalisiert, dass der MDAX am Verlassen der 17-monatigen Seitwärtspendelbewegung arbeitet. Gelingt in den kommen Wochen ein Sprung über diese Resistance-Zone (liegt bei Kursen über 21750 Punkten vor), so sollte sich im MDAX ein weiteres technisches Aufwärtspotenzial von knapp 10,0% ergeben. Aufgrund der weiterhin guten mittelfristigen technischen Gesamtlage und des intakten Hausse-Zyklus bleibt ein MDAX-Investment ein technisches Basis-Investment.

GEA: In der technischen Neubewertung
Die heutige (neue) GEA, die aus der Fusion der ehemaligen Metallgesellschaft und der (alten) GEA hervorgegangen ist, ist nicht mehr der zyklische Maschinenbau-Konzern von früher. Heute bilden Produkte für chemische, pharmazeutische und industrielle Anwendungen, z.B. in der lebensmittelverarbeitenden Industrie oder in der Kühlungstechnologie, die Schwerpunkte. Dieser Unternehmenswandel findet sich auch in der langfristigen technischen Struktur der GEAKursentwicklung wieder. Die Aktie war (damals noch als Metallgesellschaft, die von September 1990 bis November 1996 im DAX enthalten war) mit hohen Schwankungen von November 1993 bis September 2001 von ca. €38,7 auf ca. €4,4 zurückgefallen. In dieser Baisse-Bewegung finden sich die damaligen Unternehmensprobleme der (alten) Metallgesellschaft wieder. Seit der technischen Bodenformation in den Jahren 2001 bis 2003 bewegt sich GEA in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Ab März 2009 und dem Kurstief um €7,2 etablierte GEA einen technischen Hausse-Zyklus. Hierbei war die Aktie bis zum April 2015 auf Kurse von €47,4 gelaufen. Parallel zur Gesamtmarktschwäche hatte die Aktie auch eine (Zwischen-)Baisse mit einem Rückfall bis auf die Support-Zone um €31,0 (September 2015) hinnehmen müssen. Seitdem hat GEA aber wieder einen neuen Aufwärtstrend herausgebildet (mittelfristige Aufwärtstrendlinie liegt aktuell auf dem Niveau der steigenden 200-Tage-Linie bei €41,0). Zuletzt ist die Aktie mit einem neuen Investment-Kaufsignal über die Resistance-Zone um €47,5 im Umfeld der alten All-Time-Highs gestiegen, sodass die Aktie jetzt in eine technische Neubewertung mit dem nächsten Etappenziel im Bereich von €53,0 bis €55,0 hineinläuft. Aufgrund der attraktiven technischen Gesamtlage stellt GEA, die eine erwartete (Brutto-)Dividendenrendite von ca. 1,8% aufweist, einen technischen (Zu-)Kauf dar.

Leoni: Im technischen Comeback
Der im MDAX notierte Automobilzulieferer Leoni, dessen Geschäftsschwerpunkt im Bereich der (maßgeschneiderten) Kabelsysteme liegt, stellt aus technischer Sicht einen antizyklischen Kauf dar. Dieser Titel war in einer Hausse-Bewegung von März 2009 (Kurse um €6,1) bis April 2015 auf €63,6 gestiegen. Hierbei hatte sich seit dem Jahreswechsel 2009/2010 ein idealtypischer Hausse-Trend ergeben. Im zweiten Halbjahr 2015 sorgten mehrere Belastungsfaktoren (z.B. Wirtschaftsabkühlung in vielen Schwellenländern, besonders in China; VW Dieselskandal) für ein Verlassen des Hausse-Trends. Die dabei entstandenen Verkaufssignale drückten die Aktie in eine technische (Zwischen-)Baisse, die aus übergeordneter Sicht eine Gegenbewegung auf die vorherige sechsjährige Hausse darstellt. Innerhalb dieser Baisse-Bewegung wurde Leoni bis auf ein Kurslow von ca. €23,0 (Februar 2016; neue Support-Zone) gedrückt. Vor dem Hintergrund der überverkauften Lage lief Leoni in eine Seitwärtspendelbewegung hinein, wobei auch im nächsten Rückfall die Support-Zone nur noch getestet und nicht mehr nachhaltig unterboten wurde. Als technische Konsequenz hat Leoni eine mittelfristige technische Bodenformation herausgebildet (technischer Doppelboden, auch „W-Formation“ genannt, unterhalb der Resistance-Zone um €32,0). Ende Juli 2016 lief die Aktie zunächst mit Trading-Kaufsignalen bis an die Widerstandszone. In den letzten Handelstagen ist Leoni dann mit einem Investment-Kaufsignal aus der W-Formation herausgekommen und hat dabei direkt die noch leicht fallende 200-Tage-Linie überwunden. Bei Leoni ist die technische (Zwischen-) Baisse beendet und die Aktie arbeitet an der Etablierung eine neuen mittelfristigen Aufwärtstrends. Da das nächste mittelfristige technische Etappenziel im Bereich der nächsten Resistance-Zone um €38,0 bis €39,0 (stammt aus dem Jahr 2015) liegen sollte, stellt Leoni ein klassisches technisches Comeback und damit einen technischen (Zu-)Kauf dar.

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Achim Matzke leitet den Bereich Technische Analyse & Index Research bei der Commerzbank. Nach dem Mathematik- und BWL-Studium startete er 1990 seine berufliche Karriere bei der Commerzbank. Er ist mit seinem Team maßgeblich für die Technische Analyse sowie die Erstellung von Prognosen und Strategien mit dem Schwerpunkt auf deutsche und europäische Aktien und Aktienindizes verantwortlich. 2014 wurde Achim Matzke von Thomson Reuters Extel Surveys erneut zum besten Analysten des Jahres für deutsche Aktien gewählt.

Achim Matzke ist in Printmedien (z.B. FAZ, Handelsblatt) ebenso als kompetenter Kolumnist tätig wie im TV als Interviewpartner bei ARD, CNBC und natürlich regelmäßig bei ideasTV.

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