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EU-Austritt BREXIT als Stein des Anstoßes - DANEXIT könnte folgen, wer noch?

13.04.2016, 15:47  |  3757   |   |   

Der Tag der Entscheidung, er rückt näher. Am 23. Juni heißt es für die Briten: Good Morning oder Good Bye European Union. Das Pendel scheint mittlerweile umgeschwungen und das Lager der Brexit-Befürworter versammelt fleißig die Austrittsbefürworter hinter sich. Während die einen vor den fatalen Folgen eines EU-Austritts warnen (siehe hier, hier, hier oder hier), frohlocken die anderen ob der künftigen neuen Freiheiten (z.B. hier, hier, hier oder hier).

BREXIT - der Stein, der das Ganze ins Rollen bringt?

Könnte ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union der erste Stein des Anstoßes sein, der eine Austrittswelle in Gang setzt? Ja, lautet die Antwort, was die Dänen betrifft. Laut einer landesweit durchgeführten repräsentativen Umfrage stimmten 30 Prozent der Befragten Dänen für ein Verbleib des Landes in der Europäischen Union. Aber: Mit 27 Prozent stimmte jedoch nur knapp drei Prozent weniger für einen EU-Austritt, falls die Briten die Gemeinschaft verlassen würden. Zum ersten Mal halten sich damit beide Lager nahezu die Wage. Zuvor lang das Verhältnis der EU-Befürworter und EU-Aussteiger bei 2:1. Kippt die Stimmung?

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist zwar kein Referendum angekündigt. Wenn jedoch ein solches angesetzt werden würde, wäre ein Daxit bzw. Danexit wahrscheinlich", sagte Erik Hogh-Sorensen, Partner bei Analyseenheden 4V. Sowohl Großbritannien als auch Dänemark traten 1973 gemeinsam der damaligen Europäischen Gemeinschaft bei und verzichteten auf die Einführung des Euro als Landeswährung. Auch seien beide Länder politische und wirtschaftliche Verbündete. Dänemark habe mit seiner stark auf den Export ausgerichteten Wirtschaft im Rat der Europäischen Union einen Stimmenanteil von 1,1 Prozent und sei aus diesem Grund in großem Maße von der britischen Unterstützung zugunsten einer liberalen Freihandelspolitik abhängig.

Danexit - die Umfrage: Die repräsentative Umfrage wurde Ende März vom Umfrageinstitut Epinion im Auftrag von dem Beratungsunternehmen Analyseenheden 4V durchgeführt. 30 Prozent stimmten für einen Verbleib Dänemarks in der Europäischen Union und 27 Prozent für einen EU-Austritt. Sieben Prozent gaben die Antwort: „Ich weiß nicht“ und 34 Prozent würden lieber "abwarten und später eine Entscheidung treffen".
 



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Kommentare

Haha,der Schröder,hat mit seiner verbotenen Renten-Reform den weg bereitet,damit alle denken,den Deutschen geht es noch gut,da ist noch was,was mann ins Ausland schleppen kann,jetzt hat Mutti die ganze Rentenkasse in Griechenland verbrannt!
Die Briten genießen das aufkommende Elend in Deutschland viel zu sehr,sie schätzen die Stabilität,die dadurch entsteht,dass sich geistlose deutsche Politiker einen Wolf schleppen,für den Erhalt eines Mollochs,jedesmal,wenn Mutti einen fatalen Fehler gemacht hat,...wer war es dann,der sie gelobt hat?

...Na,die Briten !
Die wollen sich nur noch ein paar Vorteile verschaffen,sowas machen die sich nicht kaputt,die werden Europa niemals den Rücken zuwenden,dann flöge der ganze Schlepp-Molloch auseinander und in Griechenland würde so etwas wie allgemeine Arbeitspflicht eingeführt werden !
Die Briten zeichnet vor allem eines aus: Pragmatismus. Sie folgen eher dem gesunden Menschenverstand, als heren Prinzipien oder eitlen Ideen, wenn diese sich im realen Leben als untauglich erweisen. Die Idee eines durch Brüssel geeinten Europas hat sich in den letzten Jahren zunächst als untauglich erwiesen und ist im Grunde tot, wie Athen gerade an seiner Grenze mit bemerkenswerter Dreistigkeit von neuem beweist. Wären nicht die Zahlungen der Geberländer - hier gäbe es nichts mehr zu retten. London hat das erkannt und reagiert. Berlin ignoriert es. London verlässt das sinkende Schiff, Berlin klammert sich dran. Das ist eine Haltung, so typisch deutsch wie nur was. Deutschland hat einen Hang zum Untergang, den die Briten so ganz und gar nicht teilen. Das wird ihnen gerne als schnöder Pragmatismus und Mangel an Tiefe vorgehalten. Mir wäre lieber, wenn Berlin nach zwei verlorenen Kriegen zumindest soviel gelernt haben würde: Pragmatismus ist fast immer die bessere Wahl.

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