DAX+1,43 % EUR/USD+0,21 % Gold+0,64 % Öl (Brent)-1,36 %
Marktüberblick (11. Oktober 2016)
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Marktüberblick (11. Oktober 2016)

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11.10.2016, 08:10  |  455   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt startete mit deutlichen Zugewinnen in die neue Börsenwoche. Befeuert wurde die gute Stimmung von positiven Konjunkturdaten, Aufschlägen bei der Aktie der Deutschen Bank sowie dem für Hillary Clinton positiv ausgegangenen zweiten TV-Duell mit Donald Trump. Der DAX verbesserte sich um 1,26 Prozent auf 10.624 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte rückte um 0,93 Prozent auf 21.475 Punkte vor. Für den TecDAX ging es um 1,04 Prozent auf 1.813 Zähler nach oben. Unter den in den drei Indizes versammelten 110 Titeln gab es 97 Gewinner und zwölf Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. Das Handelsvolumen im DAX lag bei 101,7 Millionen Aktien im Wert von 2,74 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,63). Alle Sektoren konnten hinzugewinnen, am stärksten Rohstoffwerte, Banken und Pharma/Healthcare. Mit einem Plus von 3,44 Prozent setzte sich ProSiebenSat.1 Media an die DAX-Spitze. Hier stützte eine positive Analysteneinschätzung. Deutsche Bank schloss nach zwischenzeitlich deutlichen Verlusten 3,39 Prozent höher. ThyssenKrupp legte als drittstärkster Wert 2,81 Prozent zu. RWE hielt die rote Indexlaterne mit einem Abschlag von 0,26 Prozent. Beobachter verwiesen zur Begründung auf ebenfalls nachgebende Kurse bei der Tochter Innogy. Im MDAX haussierte Salzgitter 4,38 Prozent. Im TecDAX stach die Aktie von Nemetschek mit einem Kurssprung um 6,94 Prozent hervor. Das Unternehmen hatte den Gewinnausblick überraschend deutlich angehoben.

Auch an der Wall Street konnten sich die Anleger über Kursgewinne freuen. Hier trieben vor allem steigende Ölpreise nach oben. Der Dow Jones Industrial legte um 0,48 Prozent auf 18.329 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq 100 endete 0,60 Prozent fester bei 4.894 Punkten. Die Rally war breit angelegt. An der NYSE verzeichneten 70 Prozent der Werte Aufschläge. Das Aufwärtsvolumen betrug 71 Prozent. 137 neue 52-Wochen-Hochs standen 15 neuen Tiefs gegenüber. Alle elf Sektoren verbuchten Gewinne, am deutlichsten Energiewerte, Versorger und Technologiewerte. Exxon Mobil verteuerte sich an der Dow-Spitze um 1,95 Prozent. Merck und Apple legten 1,80 beziehungsweise 1,74 Prozent zu. Wal-Mart büßte am anderen Ende 1,04 Prozent ein. Procter & Gamble und Home Depot endeten 1,04 respektive 0,82 Prozent schwächer.

Am Währungsmarkt stieg der Dollar-Index um 0,40 Prozent auf 96,90 Punkte. EUR/USD fiel um 0,57 Prozent auf 1,1137 USD. Im Tagesverlauf pendelte der Kurs zwischen 1,1132 USD und 1,1203 USD. Der Kanada-Dollar konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen deutlich aufwerten. Auch der Austral-Dollar und die anderen Rohstoffwährungen präsentierten sich fest. Yen, Franken und Pfund Sterling tendierten hingegen schwächer.

Die Rohstoffpreise orientierten sich trotz des festeren US-Dollars überwiegend nordwärts. Der S&P GSCI für 24 Spotpreise stieg – getrieben vor allem von haussierenden Energierohstoffen – um 1,76 Prozent auf 378,34 Punkte. Im nachrichtlichen Fokus standen Aussagen des russischen Präsidenten Putin während des Energiekongresses in Istanbul. Demnach sei Russland bereit, den geplanten Maßnahmen der OPEC zur Begrenzung der Ölproduktion beizutreten, und fordere die anderen ölexportierenden Nationen auf, sich dem anzuschließen. Russland ist derzeit der größte Ölproduzent der Welt. Brent-Öl verteuerte sich um 1,94 Prozent auf 52,94 USD. In der Spitze war die Notierung auf ein 12-Monats-Hoch (Nearest-Future-Kontrakt) bei 53,73 USD gestiegen. US-Erdgas stieg um 2,32 Prozent auf 3,27 USD. Kupfer legte an der Comex um 1,41 Prozent auf 2,19 USD zu. Gold notierte 0,77 Prozent höher bei 1.262 USD (1.131 EUR). Silber, Platin und Palladium rückten zwischen 0,33 und 1,75 Prozent vor.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,11 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte wieder in den positiven Bereich und schloss sechs Basispunkte höher bei 0,05 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,34 Prozent auf ein 4-Wochen-Tief bei 163,46 Punkten. Der US-Anleihemarkt blieb feiertagsbedingt geschlossen.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,57 Prozent tiefer bei 139,76 Punkten. Der Nikkei 225 profitierte vom fallenden Yen und legte um rund 1,2 Prozent zu. Der koreanische Kospi büßte belastet vom Schwergewicht Samsung rund 0,9 Prozent ein. Die Aktie des Tech-Riesen fiel um rund 6,6 Prozent, nachdem der Konzern weltweit den Verkauf und den Austausch des Galaxy Note 7 stoppen ließ und die Nutzer des brandgefährlichen Smartphones riet, dieses auszuschalten.

Heute richtet sich der Fokus auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für den Oktober. Experten erwarten im Schnitt einen Anstieg von zuvor plus 0,5 auf plus 4,5 Punkte. In den USA eröffnet der Aluminiumkonzern Alcoa vor Börsenstart inoffiziell die Bilanzsaison der großen Konzerne.

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Wertpapier: Öl (Brent)

Themen: Dollar, DAX, USD


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